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Bunds eröffneten leicht schwächer


27.03.12 09:25
BayernLB

München (www.anleihencheck.de) - Bunds eröffneten am Montag leicht schwächer angesichts von Medienberichten, dass Deutschland einer Vergrößerung des Euro-Rettungsschirmes zustimmen könnte, so die Analysten der BayernLB.

Belastend hätten der unerwartete Anstieg beim ifo-Geschäftsklima und nachmittags Kommentare von FED Chef Bernanke gewirkt, welche Markterwartungen einer dritten Runde quantitativer Lockerungsmaßnahmen verstärkt hätten. Die Bundrenditen hätten 3 bis 9 Bp über Freitagsschluss, die Kurve (2/10J) 6 Bp steiler geendet. Deutliche Spreadeinengungen hätten u.a. Italien, Spanien, Österreich und Belgien verzeichnet.

Die Stimmung der US-Verbraucher sei im März durch die höheren Benzinpreise gedämpft worden. Das Konsumentenvertrauen des Conference Board dürfte demzufolge gesunken sein. Weil das Tempo des Beschäftigungsaufbaus in den vergangenen Monaten zugelegt habe, sei die private Konsumnachfrage aber weiter aufwärts gerichtet.

Trotz der insgesamt weiterhin erfreulichen Beschäftigungssituation und der zu erwartenden deutlichen Lohnsteigerungen würden die Analysten für das GfK-Verbrauchervertrauen für März nur etwa mit Stagnation rechnen. Belastend auf die Konsumbereitschaft dürften sich die seit Jahresbeginn spürbar gestiegenen Energiepreise ausgewirkt haben.

Laut FED-Chef, Bernanke, sei der US-Arbeitsmarkt trotz jüngster Verbesserungen weit von Normalität entfernt. Eine weitere Verringerung der Arbeitslosenquote setze wohl einen schnelleren Anstieg der Industrieproduktion und Konsumnachfrage voraus; diese könne durch Fortsetzung der akkommodierenden Geldpolitik unterstützt werden. Laut FED-Mitglied, Bullard, würde QE3 eine deutliche Verschlechterung der US Konjunktur voraussetzen. Ungarns Zentralbank (MNB) gebe um 15:00h ihre Leitzinsentscheidung bekannt (Konsens: unverändert 7,00%). (27.03.2012/alc/a/a)