Bund-Future scheitert erneut am Widerstand - Euro profitiert von schwächerem US-Renditevorteil


12.09.25 09:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Europäische Zentralbank hat die Geldpolitik nicht verändert und auch der geldpolitische Ausblick bleibt unverändert und von der Datenlage abhängig, so die Analysten der Helaba.

Hinweise auf eine noch mögliche Zinssenkung habe es vonseiten der EZB-Chefin nicht gegeben. Vielmehr habe sie den disinflationären Prozess als beendet erklärt und so sei der hiesige Rentenmarkt zeitweise unter Druck gekommen. Mit Spannung seien auch die Verbraucherpreise in den USA erwartet worden, die einen verstärkten Preisdruck angezeigt hätten. Zu einem Auspreisen der dortigen Zinssenkungsspekulationen sei es aber nicht gekommen, da der unerwartet deutliche Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf die Schwäche am Arbeitsmarkt hingewiesen habe.

Heute richte sich der Fokus auf das Michigan Sentiment, die wohl wichtigste Verbraucherumfrage in den USA. Darüber hinaus stehe das mit Spannung erwartete Fitch-Rating für Frankreich auf dem Programm. Sollte sich an der Bonitätseinschätzung nichts ändern, könnte es zu einer weiteren Spread-Beruhigung kommen, ein Downgrade würde aber vermutlich neue Verunsicherung erzeugen.

Die Kurse deutscher Staatsanleihen seien gesunken und die Renditen vor allem bei Anleihen mit kürzerer Laufzeit seien gestiegen. Entsprechend habe sich die Bundkurve verflacht. Der für zehnjährige Bundesanleihen richtungsweisende Bund-Future (ISIN DE0009652644/ WKN 965264) sei leicht unter Druck gekommen. Damit sei er erneut daran gescheitert, die Hochs bei 129,50 und 129,66 zu überwinden und Kurs auf das markante Hoch von Mitte Juni bei 130,80 zu nehmen. Vielmehr würden nun die Unterstützungen in Form der 55- und 21-Tagelinien in den Fokus rücken, die heute bei 128,69 bzw. 128,49 verlaufen würden.

Die geldpolitischen Ausführungen von Lagarde und die US-Zahlen hätten zu einem Abschmelzen des US-Renditevorteils geführt, was wiederum dem Euro zugutegekommen sei. Ihm sei es gelungen, sich oberhalb der gleitenden Durchschnitte zu halten, die bei 1,1669/78 für Unterstützung sorgen würden. Die nächsten Widerstände seien um 1,1790 und am Jahreshoch bei 1,1829 zu finden. Unterhalb der 21- und 55-Tagelinien kämen der Bereich um 1,1600 und die 100-Tagelinie bei 1,1543 ins Spiel. (12.09.2025/alc/a/a)





hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
125,717 € 125,3577 € 0,3593 € +0,29% 01.01./01:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0009652644 965264 131,95 € 124,26 €