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Bund-Future nach neuem Tief erholt - Safe-Haven-Nachfrage unterstützt
14.02.22 10:30
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das unterschiedliche Vorgehen der Notenbanken gegen die hohe Inflation dominierte das Geschehen an den Finanzmärkten, so die Analysten der Helaba.
In den USA seien die Zinssorgen nach Veröffentlichung der Verbraucherpreise größer geworden. Inzwischen würden mehr als sechs Schritte à 25 BP bis zum Ende dieses Jahres eingepreist. Bis März kommenden Jahres seien es sieben Erhöhungen. Zwischenzeitlich seien sogar Spekulationen aufgekommen, die FED könne außerhalb der FOMC-Termine einen "emergency rate hike" vornehmen. Entsprechend seien die Renditen in den USA gestiegen und die Kurve sei flacher geworden.
Im Gegensatz dazu gebe es vonseiten der Europäischen Zentralbank eher beschwichtigende Äußerungen. Zwar bereite die hohe Inflation auch den Frankfurter Währungshütern Sorge, Hinweise auf ein agiles Handeln gebe es aber nicht. Vielmehr werde ein behutsames Vorgehen bevorzugt. Durch die unterschiedlichen Ansätze der Notenbanken habe sich der Renditespread zwischen den USA und Deutschland zuletzt deutlich ausgeweitet. Im 2-jährigen Laufzeitenbereich habe er sich der Marke von 200 BP genähert. Dies sei der höchste Stand seit zwei Jahren.
Inflation sei eigentlich schlecht für den Außenwert einer Währung, da die Kaufkraft nachlasse. Dieser Effekt könne aber durch steigende Zinserwartungen und einen größer werdenden Zinsvorteil überkompensiert werden. Frage sich nur, ob die Leitzinserwartungen bezüglich der FED allmählich ausgereizt seien und der US-Dollar daher noch größeren Profit daraus schlagen könne. Demgegenüber habe der Dollar zuletzt zulegen können, weil die Risikoaversion (Ukraine-Konflikt) latent den Euro belaste.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe sich nach den massiven Verlusten der vergangenen Handelstage etwas erholen können, auch weil im späten Handel die Safe-Haven-Nachfrage wegen der Kriegsangst in Osteuropa deutlich angezogen habe. Diese beherrsche auch den Wochenauftakt. Die überverkaufte Marktlage und positive Divergenzen würden zudem einen fortgesetzten Anstieg möglich machen, der Abwärtsimpuls sei aber intakt und insofern die Gefahr eines erneuten Kursrücksetzers keinesfalls gebannt. Erste Widerstände seien um 166,49 zu finden. Das erste Retracement des jüngsten Abwärtsimpulses sei erst bei 166,93 zu finden. Unterstützungen lägen bei 165,03 und am Kontrakttief bei 164,37. (14.02.2022/alc/a/a)
In den USA seien die Zinssorgen nach Veröffentlichung der Verbraucherpreise größer geworden. Inzwischen würden mehr als sechs Schritte à 25 BP bis zum Ende dieses Jahres eingepreist. Bis März kommenden Jahres seien es sieben Erhöhungen. Zwischenzeitlich seien sogar Spekulationen aufgekommen, die FED könne außerhalb der FOMC-Termine einen "emergency rate hike" vornehmen. Entsprechend seien die Renditen in den USA gestiegen und die Kurve sei flacher geworden.
Inflation sei eigentlich schlecht für den Außenwert einer Währung, da die Kaufkraft nachlasse. Dieser Effekt könne aber durch steigende Zinserwartungen und einen größer werdenden Zinsvorteil überkompensiert werden. Frage sich nur, ob die Leitzinserwartungen bezüglich der FED allmählich ausgereizt seien und der US-Dollar daher noch größeren Profit daraus schlagen könne. Demgegenüber habe der Dollar zuletzt zulegen können, weil die Risikoaversion (Ukraine-Konflikt) latent den Euro belaste.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe sich nach den massiven Verlusten der vergangenen Handelstage etwas erholen können, auch weil im späten Handel die Safe-Haven-Nachfrage wegen der Kriegsangst in Osteuropa deutlich angezogen habe. Diese beherrsche auch den Wochenauftakt. Die überverkaufte Marktlage und positive Divergenzen würden zudem einen fortgesetzten Anstieg möglich machen, der Abwärtsimpuls sei aber intakt und insofern die Gefahr eines erneuten Kursrücksetzers keinesfalls gebannt. Erste Widerstände seien um 166,49 zu finden. Das erste Retracement des jüngsten Abwärtsimpulses sei erst bei 166,93 zu finden. Unterstützungen lägen bei 165,03 und am Kontrakttief bei 164,37. (14.02.2022/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,3206 € | 125,717 € | -0,3964 € | -0,32% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


