Bund-Future: Abwärtsimpuls intakt


23.02.22 09:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Finanzmärkte werden von den Nachrichten über den Russland-Ukraine-Konflikt bestimmt, während fundamentale Faktoren eine nur untergeordnete Rolle spielen, so die Analysten der Helaba.

Immerhin hätten der Abgabedruck am Aktienmarkt und die Aufwertungstendenz des US-Dollars im Tagesverlauf nachgelassen, ebenso wie die von Gold und Öl. Staatsanleihen hätten ihre anfänglichen Gewinne nicht halten können und die Zinserwartungen seien aufgrund anhaltender Inflationssorgen recht ausgeprägt.

Die Renditen seien letztlich kräftig gestiegen, nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA. Dort sei die Kurve flacher geworden. Der Renditespread zwischen 10- und 2-jährigen US-Anleihen sei mit unter 40 BP auf den tiefsten Stand seit dem Sommer 2020 gefallen, während die Bundkurve trotz des jüngsten Rückgangs noch vergleichsweise steil sei. Mit dem kräftigen Renditeanstieg in Deutschland sei die Ausweitung der Peripheriespreads zunächst zum Erliegen gekommen. Italienische Bonds mit 10-jähriger Laufzeit lägen aber immer noch etwa 170 BP über vergleichbaren Bundesanleihen.

Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe zunächst zugelegt, das erste Retracement des Januar-Abwärtsimpulses bei 166,91 und die 21-Tagelinie, die heute bei 166,73 verlaufe, aber nur kurzzeitig überschreiten können. Daraufhin sei es zu einer Korrektur gekommen. Der Abwärtsimpuls sei intakt - ungeachtet des etwas aufgehellten Indikatorenbildes. Die nächsten Unterstützungen würden die Analysten unverändert bei 165,00 und 164,34/37 lokalisieren. (23.02.2022/alc/a/a)




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