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Buffett bedauert Bond-Anleger


09.03.21 13:00
FONDS professionell

Wien (www.anleihencheck.de) - In seinem jährlichen Brief an Berkshire-Aktionäre warnt Warren Buffett vor Anleihen, so die Experten von "FONDS professionell".

Bond-Anlegern sage die lebende Investment-Legende eine trostlose Zukunft voraus.

Wer auf eine Einschätzung zur aktuellen Lage in der Coronakrise oder der Wahl Joe Bidens zum neuen US-Präsidenten gehofft habe, sei enttäuscht worden. In seinem jährlichen Brief an die Aktionäre seines Unternehmens Berkshire Hathaway habe Warren Buffet die Themen fast gänzlich ausgespart. Auch die dringliche Frage nach einer möglichen Nachfolge habe der mittlerweile über 90-jährige Börsen-Guru unbeantwortet gelassen. Stattdessen habe sich Buffett dem Online-Finanzportal "Finanzen.net" zufolge einem anderen Bereich gewidmet: Den Anleihemärkten.

Diese seien aktuell kein guter Ort für Investments, habe der Investor gewarnt und unter anderem auf die Entwicklungen am US-Bondmarkt verwiesen. "Können Sie sich vorstellen, dass das durch eine zehnjährige US-Staatsanleihe verfügbare Einkommen - die Rendite lag zum Jahresende bei 0,93 Prozent - seit September 1981 von damals 15,8 Prozent um 94 Prozent gesunken ist?", habe er geschrieben. Andere Länder wie Deutschland würden gar Negativrenditen zahlen. All dies spreche aus seiner Sicht für eine "trostlose Zukunft" für Anleger von festverzinslichen Wertpapieren.

Daneben habe sich Buffett zu den Aktienrückkäufen von Berkshire Hathaway geäußert. Im vergangenen Jahr habe der Börsen-Guru insgesamt 24,7 Milliarden US-Dollar für eigene Anteilsscheine ausgegeben - mehr als je zuvor. Als Begründung habe Buffett angeführt, den intrinsischen Wert Berkshires steigern zu wollen, um so einen Mehrwert für die Aktionären zu schaffen. "Diese Maßnahme hat Ihre Eigentümerschaft an jedem Unternehmen Berkshires um 5,2 Prozent gesteigert, ohne dass Sie Ihr Portemonnaie auch nur anfassen mussten", habe der Börsen-Guru in seinem Brief geschrieben. Ursprünglich habe Berkshire erklärt, 2020 das operative Ergebnis steigern sowie große und gut situierte Unternehmen übernehmen zu wollen. Beide Ziele seien nicht erreicht worden. (09.03.2021/alc/a/a)