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Brexit sorgt für neuen Black Friday
27.06.16 09:35
BNP Paribas
Paris (www.anleihencheck.de) - "Wenn alle Spieler auf eine angeblich todsichere Sache spekulieren, geht es fast immer schief." Das sagte der große André Kostolany und er sollte damit auch beim Thema Brexit recht behalten, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
Rund um den Globus hätten die wenigsten Investoren mit diesem Paukenschlag gerechnet, ganz im Gegenteil. Nachdem englische Buchmacher nach und nach die Wahrscheinlichkeit eines Verbleibs Großbritanniens in der EU angehoben hätten, hätten die Indices in den vergangenen Tagen eine rasante Rally gestartet. Der DAX zum Beispiel sei in den Tagen vor dem Referendum bereits um rund 900 Punkte geklettert und auch die großen Indices in den USA und Asien seien in Feierlaune ob des bevorstehenden Sieges des "Bremain"-Lagers gewesen. Doch diese Party ziehe nun heute einen heftigen Kater nach sich.
In der Nacht zum Freitag sei die Stimmung mit den immer neuen Hochrechnungen der britischen Medien gekippt. Das Britische Pfund falle gegenüber dem US-Dollar auf den tiefsten Stand seit über 30 Jahren, der Ölpreis sacke um fünf Prozent ab. Die Märkte in Asien seien um acht Prozent eingebrochen und auch der Start in Deutschland sei tiefrot gewesen: Der DAX habe direkt zum Handelsauftakt rund acht Prozent verloren. Dadurch seien die Anleger gezwungen deutliche tiefere Zielmarken ins Visier zu nehmen.
Aus charttechnischer Perspektive rücke nun das Jahrestief von Mitte Februar in den Mittelpunkt - das habe bei rund 8.700 Punkten gelegen. Auch wenn mit dem Brexit ein Unsicherheitsfaktor aus dem Markt sei, könnte die Nervosität der Anleger bleiben. Das wäre gleichbedeutend mit einer anhaltend hohen Volatilität an den Märkten - besonders bei den Devisen. Gesucht seien vor allem Schweizer Franken und der Yen. Die Bank of Japan habe bereits ihre Bereitschaft angedeutet gegen eine zu starke Aufwertung des Yen zu intervenieren. Es sei nicht die einzige Notenbank, die nun in den Mittelpunkt rücke.
Hilfesuchend würden die Blicke der Anleger hierzulande nun wieder in Richtung der EZB gehen. Deren Chef Mario Draghi habe bereits im Vorfeld verlauten lassen, dass er gut gerüstet sei für den Fall eines Brexit. Diesen Worten müsse er nun Taten folgen lassen. Die Reaktionen der Investoren seien eindeutig: Sie würden aus Aktien in sichere Häfen fliehen und somit unter anderem den Goldpreis um etwa fünf Prozent in die Höhe treiben. Für investierte Aktienanleger sei mal wieder ein schwarzer Freitag. (Ausgabe vom 24.06.2016) (27.06.2016/alc/a/a)
Rund um den Globus hätten die wenigsten Investoren mit diesem Paukenschlag gerechnet, ganz im Gegenteil. Nachdem englische Buchmacher nach und nach die Wahrscheinlichkeit eines Verbleibs Großbritanniens in der EU angehoben hätten, hätten die Indices in den vergangenen Tagen eine rasante Rally gestartet. Der DAX zum Beispiel sei in den Tagen vor dem Referendum bereits um rund 900 Punkte geklettert und auch die großen Indices in den USA und Asien seien in Feierlaune ob des bevorstehenden Sieges des "Bremain"-Lagers gewesen. Doch diese Party ziehe nun heute einen heftigen Kater nach sich.
Aus charttechnischer Perspektive rücke nun das Jahrestief von Mitte Februar in den Mittelpunkt - das habe bei rund 8.700 Punkten gelegen. Auch wenn mit dem Brexit ein Unsicherheitsfaktor aus dem Markt sei, könnte die Nervosität der Anleger bleiben. Das wäre gleichbedeutend mit einer anhaltend hohen Volatilität an den Märkten - besonders bei den Devisen. Gesucht seien vor allem Schweizer Franken und der Yen. Die Bank of Japan habe bereits ihre Bereitschaft angedeutet gegen eine zu starke Aufwertung des Yen zu intervenieren. Es sei nicht die einzige Notenbank, die nun in den Mittelpunkt rücke.
Hilfesuchend würden die Blicke der Anleger hierzulande nun wieder in Richtung der EZB gehen. Deren Chef Mario Draghi habe bereits im Vorfeld verlauten lassen, dass er gut gerüstet sei für den Fall eines Brexit. Diesen Worten müsse er nun Taten folgen lassen. Die Reaktionen der Investoren seien eindeutig: Sie würden aus Aktien in sichere Häfen fliehen und somit unter anderem den Goldpreis um etwa fünf Prozent in die Höhe treiben. Für investierte Aktienanleger sei mal wieder ein schwarzer Freitag. (Ausgabe vom 24.06.2016) (27.06.2016/alc/a/a)


