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Bondmärkte: Krim-Krise keine Gefahr
11.03.14 14:29
Swiss & Global AM
Zürich (www.anleihencheck.de) - So dramatisch die Lage in der Ukraine derzeit auch ist, für die internationalen Bond-Märkte dürfte sie sehr begrenzte Auswirkungen haben, so die Experten von Swiss & Global Asset Management.
Da die Ukraine schon seit längerem sehr schwache Fundamentaldaten aufweise, sei die Zahl der Investoren beschränkt. Das Gewicht der Ukraine am Finanzmarkt sei relativ gering, sodass bei einem drohenden Zahlungsausfall kaum weitreichenden Folgen zu befürchten seien. Russlands Gewicht sei größer, allerdings verfüge das Land auch über sehr gute Solvenz-Indikatoren - die Zahlungsfähigkeit des Landes dürfte nicht in Gefahr geraten. Die Krim-Krise bereite deshalb nicht so sehr dem globalen Bondmarkt, sondern vor allem der regionalen Wirtschaft Probleme.
Insgesamt stabilisiere sich die Situation bei Schwellenländer-Bonds. Während die Abflüsse zurückgehen würden, hätten Investoren, die nach günstigen Bewertungen suchen würden, bei Hartwährungsanleihen bereits wieder zugekauft, etwa bei indonesischen Staatsanleihen. Bei brasilianischen Anleihen in lokaler Währung, bei denen Renditen von bis zu 13% erreicht worden seien, sei die Verzinsung in den vergangenen Monaten um 70 bis 80 Basispunkte gesunken und die Währung habe leicht aufgewertet.
Vorsicht hingegen sei in Südafrika und angesichts der anstehenden Wahlen Ende des Monats bei türkischen Staatsanleihen geboten. Die jüngste Abwertung in China sollten Investoren vor dem Hintergrund der ökonomischen Transformation sehen, die das Land durchlaufe: China versuche, ein neues, stärker auf Binnenkonsum fußendes Gleichgewicht zu finden - wieder anziehende Kapitalzuflüsse wären in dieser Situation nicht hilfreich.
Amerikanische Treasuries würden sich noch immer in einer Normalisierungsphase befinden: Jedoch dürfte der bisherige Höhepunkt von 4,6 Prozent für fünfjährige Terminzinssätze in fünf Jahren in diesem Zyklus nicht mehr erreicht werden und sich von derzeit 4,1 Prozent eher weiter abwärts entwickeln. Auch von der anstehenden Sitzung des EZB-Rates sollten Anleiheinvestoren keine allzu großen Veränderungen erwarten, denn die jüngsten Wirtschaftsdaten aus der Eurozone seien ermutigend und hätten in einigen Punkten eher positiv überrascht. (11.03.2014/alc/a/a)
Da die Ukraine schon seit längerem sehr schwache Fundamentaldaten aufweise, sei die Zahl der Investoren beschränkt. Das Gewicht der Ukraine am Finanzmarkt sei relativ gering, sodass bei einem drohenden Zahlungsausfall kaum weitreichenden Folgen zu befürchten seien. Russlands Gewicht sei größer, allerdings verfüge das Land auch über sehr gute Solvenz-Indikatoren - die Zahlungsfähigkeit des Landes dürfte nicht in Gefahr geraten. Die Krim-Krise bereite deshalb nicht so sehr dem globalen Bondmarkt, sondern vor allem der regionalen Wirtschaft Probleme.
Vorsicht hingegen sei in Südafrika und angesichts der anstehenden Wahlen Ende des Monats bei türkischen Staatsanleihen geboten. Die jüngste Abwertung in China sollten Investoren vor dem Hintergrund der ökonomischen Transformation sehen, die das Land durchlaufe: China versuche, ein neues, stärker auf Binnenkonsum fußendes Gleichgewicht zu finden - wieder anziehende Kapitalzuflüsse wären in dieser Situation nicht hilfreich.
Amerikanische Treasuries würden sich noch immer in einer Normalisierungsphase befinden: Jedoch dürfte der bisherige Höhepunkt von 4,6 Prozent für fünfjährige Terminzinssätze in fünf Jahren in diesem Zyklus nicht mehr erreicht werden und sich von derzeit 4,1 Prozent eher weiter abwärts entwickeln. Auch von der anstehenden Sitzung des EZB-Rates sollten Anleiheinvestoren keine allzu großen Veränderungen erwarten, denn die jüngsten Wirtschaftsdaten aus der Eurozone seien ermutigend und hätten in einigen Punkten eher positiv überrascht. (11.03.2014/alc/a/a)


