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BoJ bleibt ihrer Linie treu - noch
28.04.23 12:15
BNP Paribas
Paris (www.anleihencheck.de) - Nach einer kurzen Zwischenerholung im März neigte der Japanische Yen im April wieder zur Schwäche, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
Knapp 5 Prozent habe die japanische Leitwährung in den vergangenen vier Wochen gegenüber dem Euro verloren. In dieser Woche habe die Bank of Japan (BoJ) erstmals unter der Leitung von Kazuo Ueda getagt. Der neue Notenbankchef hätte sich für seinen Einstand sicherlich ein günstigeres Umfeld gewünscht: Die Kerninflation habe im März mit 3,8 Prozent so hoch wie seit 1981 nicht mehr gelegen.
Devisenhändler würden sich fragen, wie dies mit der lockeren Geldpolitik vereinbar sei, die Ueda erst kürzlich in Aussicht gestellt habe. Die Inflationsprognosen müssten stark sein und die Teuerung im kommenden Jahr nahe 2 Prozent liegen, um an der Kontrolle der Zinskurve (Yield Curve Control) zu schrauben, habe der 71-Jährige dem japanischen Parlament gesagt. Bei der Yield Curve Control würden Zielmarken von minus 0,1 Prozent für die kurzfristigen Zinsen und 0 Prozent für die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen angepeilt.
Fast 90 Prozent der von Reuters befragten Volkswirte seien zuletzt davon ausgegangen, dass die BoJ diese Woche nicht von ihrem Kurs abweichen werde. Elf von 27 Ökonomen würden damit erst im Juni rechnen. Die Märkte scheinen die mögliche geldpolitische Wende - entgegen ihrer üblichen Funktion - nicht vorwegnehmen zu wollen, so die Analysten der BNP Paribas. Gut möglich also, dass die BoJ auch unter Kazuo Ueda den großen Strategiewechsel zunächst verschiebe. (28.04.2023/alc/a/a)
Knapp 5 Prozent habe die japanische Leitwährung in den vergangenen vier Wochen gegenüber dem Euro verloren. In dieser Woche habe die Bank of Japan (BoJ) erstmals unter der Leitung von Kazuo Ueda getagt. Der neue Notenbankchef hätte sich für seinen Einstand sicherlich ein günstigeres Umfeld gewünscht: Die Kerninflation habe im März mit 3,8 Prozent so hoch wie seit 1981 nicht mehr gelegen.
Devisenhändler würden sich fragen, wie dies mit der lockeren Geldpolitik vereinbar sei, die Ueda erst kürzlich in Aussicht gestellt habe. Die Inflationsprognosen müssten stark sein und die Teuerung im kommenden Jahr nahe 2 Prozent liegen, um an der Kontrolle der Zinskurve (Yield Curve Control) zu schrauben, habe der 71-Jährige dem japanischen Parlament gesagt. Bei der Yield Curve Control würden Zielmarken von minus 0,1 Prozent für die kurzfristigen Zinsen und 0 Prozent für die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen angepeilt.
Fast 90 Prozent der von Reuters befragten Volkswirte seien zuletzt davon ausgegangen, dass die BoJ diese Woche nicht von ihrem Kurs abweichen werde. Elf von 27 Ökonomen würden damit erst im Juni rechnen. Die Märkte scheinen die mögliche geldpolitische Wende - entgegen ihrer üblichen Funktion - nicht vorwegnehmen zu wollen, so die Analysten der BNP Paribas. Gut möglich also, dass die BoJ auch unter Kazuo Ueda den großen Strategiewechsel zunächst verschiebe. (28.04.2023/alc/a/a)


