Erweiterte Funktionen
BoE vor größtem Zinsschritt seit 1995
25.07.22 10:30
BNP Paribas
Paris (www.anleihencheck.de) - Die Verbraucherpreise in Großbritannien sind im Juni so stark gestiegen wie seit 1982 nicht mehr, so die Experten der BNP Paribas in einer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
Waren und Dienstleistungen hätten auf der Insel im Schnitt 9,4 Prozent mehr als vor einem Jahr gekostet. Und: In der Bank of England (BoE) wachse die Sorge, dass sich die höheren Preise als viel beharrlicher erweisen könnten als lange erwartet. Die Hüter des Pfundes würden daher erwägen, der rasanten Teuerung mit einer deutlichen Zinserhöhung Paroli zu bieten. Eine Reduzierung der Inflation habe laut BoE-Gouverneur Andrew Bailey "absolute Priorität", ein Anstieg um einen halben Prozentpunkt gehöre beim nächsten Treffen der Notenbanker im August zu den Optionen. Dies wäre der größte Anstieg seit 1995 und würde den Zinssatz auf 1,75 Prozent heben - den höchsten Stand seit Dezember 2008.
Im Vergleich zum Euro strotze das Britische Pfund derzeit dennoch nicht vor Kraft. Dies dürfte zum einen der politischen Krise in Großbritannien geschuldet sein, die mit der Ankündigung von Regierungschef Boris Johnson begonnen habe, als Parteichef zurückzutreten. Hinzu kämen die trüben wirtschaftlichen Perspektiven: Das Verbrauchervertrauen im Vereinigten Königreich sei im Mai auf den tiefsten Stand seit Beginn der Erhebungen vor 48 Jahren gefallen. Und: Da nun auch die EZB den Zinserhöhungszyklus gestartet habe - und zwar resoluter als gedacht -, könnte der Euro zum Pfund weiterhin Boden gutmachen. (Ausgabe vom 22.07.2022) (25.07.2022/alc/a/a)
Waren und Dienstleistungen hätten auf der Insel im Schnitt 9,4 Prozent mehr als vor einem Jahr gekostet. Und: In der Bank of England (BoE) wachse die Sorge, dass sich die höheren Preise als viel beharrlicher erweisen könnten als lange erwartet. Die Hüter des Pfundes würden daher erwägen, der rasanten Teuerung mit einer deutlichen Zinserhöhung Paroli zu bieten. Eine Reduzierung der Inflation habe laut BoE-Gouverneur Andrew Bailey "absolute Priorität", ein Anstieg um einen halben Prozentpunkt gehöre beim nächsten Treffen der Notenbanker im August zu den Optionen. Dies wäre der größte Anstieg seit 1995 und würde den Zinssatz auf 1,75 Prozent heben - den höchsten Stand seit Dezember 2008.
Im Vergleich zum Euro strotze das Britische Pfund derzeit dennoch nicht vor Kraft. Dies dürfte zum einen der politischen Krise in Großbritannien geschuldet sein, die mit der Ankündigung von Regierungschef Boris Johnson begonnen habe, als Parteichef zurückzutreten. Hinzu kämen die trüben wirtschaftlichen Perspektiven: Das Verbrauchervertrauen im Vereinigten Königreich sei im Mai auf den tiefsten Stand seit Beginn der Erhebungen vor 48 Jahren gefallen. Und: Da nun auch die EZB den Zinserhöhungszyklus gestartet habe - und zwar resoluter als gedacht -, könnte der Euro zum Pfund weiterhin Boden gutmachen. (Ausgabe vom 22.07.2022) (25.07.2022/alc/a/a)


