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Belgien-Staatsanleihe: bietet "köngliche" Rendite von 2,39%
17.09.12 12:06
Anleihencheck Research
Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, hält die Anleihe (ISIN BE0000321308 / WKN A1GLKR) vom Königreich Belgien für eine sehr interessante Alternative für den Top-gerateten europäischen Staatsanleihen-Sektor.
Die Anleihe, emittiert vom westeuropäischen Staat Belgien, sei mit einem Kupon von 4,25% ausgestattet, laufe noch bis zum 28.09.2021 und weise eine Stückelung von 1,0 auf. Bei einem aktuellen Kurs von 114,36% biete das Papier eine jährliche Rendite von 2,39%. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent seien von der Ratingagentur Moody's mit "Aa3" bewertet, was Investmentgrade-Status und der zweithöchsten Einstufung entspreche.
Die Notenbanken hätten wie erwartet die Märkte mit weiter frischem Geld geflutet. Nachdem nun das Bundesverfassungsgericht grundsätzlich "Ja" zum ESM gesagt habe, sei der Weg für unbegrenzte Anleihekäufe der EZB geebnet worden. Damit sollte die Liquidität der angeschlagenen Euro-Länder vorerst gesichert sein. Doch es sei ein Spiel auf Zeit: Gelinge es den hoch verschuldeten Euro-Staaten sich aus dem Schulden-Sumpf zu ziehen, könnte auch diese Krise überwunden werden. Unterstützung erhalte Europa u.a. aus den USA und China, nicht zuletzt aus Eigeninteresse. Doch was passiere, wenn die Politiker mit ihren Rettungsversuchen scheitern würden? Daran wollten viele Marktteilnehmer wohl gar nicht denken: Die global-wirtschaftlichen Folgen dürften verheerend sein und es könnte zu einer langjährigen Rezessions-Phase kommen.
In den weiter unsicheren Zeiten seien vor allem Anleihen von Staaten mit guter Bonität gesucht. Hierzu zähle u.a. auch das Königreich Belgien.
Ende 2011 sei in Belgien die neue Regierung vorgestellt worden. Vorher sei das Königreich rund anderthalb Jahre ohne offizielle Regierung gewesen. Auf der neuen Regierung laste eine hohe Verantwortung, denn in 2011 habe die Staatsverschuldung bei rund 97% des BIPs gelegen. Auch sei Belgien durch die Verstaatlichung der Dexia Bank stark belastet worden und habe einen Vertrauensverlust erlitten. Daher habe die Ratingagentur Standard & Poor's Belgien Ende November 2011 von "AA+" auf "AA" bei einem negativen Ausblick heruntergestuft. Fitch sei Ende Januar 2012 mit einem Downgrade des Königsreichs von "AA+" auf "AA" gefolgt.
Sobald sich die Weltwirtschaft stabilisiere, dürfte Belgien die Rezession schnell hinter sich lassen. Das Land sei in der zweiten Jahreshälfte 2011 in die Rezession gerutscht, nachdem das BIP in 2010 noch um 2,4% zugelegt habe. Bei Belgiens wichtigstem Wirtschaftspartner, Deutschland, seien die mittelfristigen Indikatoren weiter aufwärts gerichtet. Für dieses Jahr erwarte die belgische Regierung ein Wirtschaftswachstum von knapp unter 1%, welches sich in 2013 auf etwa 1,5% erhöhen könnte. Doch wegen der anhaltenden Euro-Schuldenkrise sei auch ein Nullwachstum denkbar. Das Defizitziel der EU von maximal 3% des BIP wolle die Regierung mithilfe eines umfangreichen Sparpakets erreichen (Ziel: 2,8%). Damit wäre das Land ein Musterschüler in der EU.
Trotz der anhaltenden Euro-Schuldenkrise sehe es momentan nicht nach einer anhaltenden Rezession im kommenden Jahr in Europa aus, wobei dies aber mittlerweile nicht mehr gänzlich ausgeschlossen werden könne. Denn die jüngsten Wirtschaftsdaten für die Eurozone für das zweite Quartal hätten dem Markt zuletzt einen Dämpfer verpasst. So sei das Wirtschaftsklima in der Euro-Zone auf das niedrigste Niveau der letzten zweieinhalb Jahre gesunken. Somit könnte die Erwartung in einer Schrumpfung der Gesamtwirtschaft der Euro-Zone in 2012 um 0,6% noch zu optimistisch sein.
Vor dem Hintergrund der gegenwärtig hohen Unsicherheit an den Kapitalmärkten würden Investoren bevorzugt auf bonitätsstarke Schuldner setzen. Dazu zähle auch der Nachbar aus Belgien. Denn seit Ende 2011 hätten sich die Anleihekurse spürbar erholt - Tendenz weiter steigend. Das Land überzeuge durch kaufkräftige Verbraucher und eine robuste Wirtschaft.
Für sicherheitsbewusste Anleger, die auf der Suche nach Staatsanleihen mit Top-Ratings sind, könnte die o.a. Anleihe des Königreichs Belgien nach Einschätzung der Analysten von Anleihencheck Research durchaus interessant sein. Denn die Rendite liege immer noch gut 0,8 Prozentpunkt über der von vergleichbaren Bundesanleihen. (Analyse vom 17.09.2012)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen.
Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
(17.09.2012/alc/a/a)
Die Anleihe, emittiert vom westeuropäischen Staat Belgien, sei mit einem Kupon von 4,25% ausgestattet, laufe noch bis zum 28.09.2021 und weise eine Stückelung von 1,0 auf. Bei einem aktuellen Kurs von 114,36% biete das Papier eine jährliche Rendite von 2,39%. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent seien von der Ratingagentur Moody's mit "Aa3" bewertet, was Investmentgrade-Status und der zweithöchsten Einstufung entspreche.
Die Notenbanken hätten wie erwartet die Märkte mit weiter frischem Geld geflutet. Nachdem nun das Bundesverfassungsgericht grundsätzlich "Ja" zum ESM gesagt habe, sei der Weg für unbegrenzte Anleihekäufe der EZB geebnet worden. Damit sollte die Liquidität der angeschlagenen Euro-Länder vorerst gesichert sein. Doch es sei ein Spiel auf Zeit: Gelinge es den hoch verschuldeten Euro-Staaten sich aus dem Schulden-Sumpf zu ziehen, könnte auch diese Krise überwunden werden. Unterstützung erhalte Europa u.a. aus den USA und China, nicht zuletzt aus Eigeninteresse. Doch was passiere, wenn die Politiker mit ihren Rettungsversuchen scheitern würden? Daran wollten viele Marktteilnehmer wohl gar nicht denken: Die global-wirtschaftlichen Folgen dürften verheerend sein und es könnte zu einer langjährigen Rezessions-Phase kommen.
In den weiter unsicheren Zeiten seien vor allem Anleihen von Staaten mit guter Bonität gesucht. Hierzu zähle u.a. auch das Königreich Belgien.
Ende 2011 sei in Belgien die neue Regierung vorgestellt worden. Vorher sei das Königreich rund anderthalb Jahre ohne offizielle Regierung gewesen. Auf der neuen Regierung laste eine hohe Verantwortung, denn in 2011 habe die Staatsverschuldung bei rund 97% des BIPs gelegen. Auch sei Belgien durch die Verstaatlichung der Dexia Bank stark belastet worden und habe einen Vertrauensverlust erlitten. Daher habe die Ratingagentur Standard & Poor's Belgien Ende November 2011 von "AA+" auf "AA" bei einem negativen Ausblick heruntergestuft. Fitch sei Ende Januar 2012 mit einem Downgrade des Königsreichs von "AA+" auf "AA" gefolgt.
Trotz der anhaltenden Euro-Schuldenkrise sehe es momentan nicht nach einer anhaltenden Rezession im kommenden Jahr in Europa aus, wobei dies aber mittlerweile nicht mehr gänzlich ausgeschlossen werden könne. Denn die jüngsten Wirtschaftsdaten für die Eurozone für das zweite Quartal hätten dem Markt zuletzt einen Dämpfer verpasst. So sei das Wirtschaftsklima in der Euro-Zone auf das niedrigste Niveau der letzten zweieinhalb Jahre gesunken. Somit könnte die Erwartung in einer Schrumpfung der Gesamtwirtschaft der Euro-Zone in 2012 um 0,6% noch zu optimistisch sein.
Vor dem Hintergrund der gegenwärtig hohen Unsicherheit an den Kapitalmärkten würden Investoren bevorzugt auf bonitätsstarke Schuldner setzen. Dazu zähle auch der Nachbar aus Belgien. Denn seit Ende 2011 hätten sich die Anleihekurse spürbar erholt - Tendenz weiter steigend. Das Land überzeuge durch kaufkräftige Verbraucher und eine robuste Wirtschaft.
Für sicherheitsbewusste Anleger, die auf der Suche nach Staatsanleihen mit Top-Ratings sind, könnte die o.a. Anleihe des Königreichs Belgien nach Einschätzung der Analysten von Anleihencheck Research durchaus interessant sein. Denn die Rendite liege immer noch gut 0,8 Prozentpunkt über der von vergleichbaren Bundesanleihen. (Analyse vom 17.09.2012)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen.
Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
(17.09.2012/alc/a/a)


