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Im Bann von Bankenkrise und Zinserhöhung


27.03.23 09:38
BNP Paribas

Paris (www.anleihencheck.de) - Am Mittwoch war es wieder so weit - die Vertreter der US-Notenbank kamen zusammen, so die Experten der BNP Paribas in einer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".

Es sei ein wahrer Drahtseilakt für die Währungshüter gewesen. Angesichts der mit 6 Prozent noch immer zu hohen Inflation wäre ein starkes Anziehen der Zinsschraube angebracht. Doch dies könnte zu einem Konjunkturabschwung und noch mehr Pleiten im Bankwesen führen. Die Gouverneure um FED-Chef Jerome Powell hätten sich letztlich für eine Anhebung um weitere 25 Basispunkte auf nun 5 Prozent entschieden und seien damit bei ihrem Tempo vom Januar geblieben. Ihr Hauptaugenmerk gelte der Inflation. Statt lehrbuchmäßig zu steigen, habe der Dollar die Pressekonferenz der Fed zunächst mit einem Minus quittiert.

Keine Kompromisse bei der EZB

Die möglichen Gründe für diese auf den ersten Blick atypische Reaktion: Die Akteure an den Devisenmärkten würden die Krise bei den US-Regionalbanken offenbar für noch nicht ausgestanden halten, während in Europa nach der Notübernahme der strauchelnden Schweizer Großbank Credit Suisse durch die UBS zumindest etwas Beruhigung an den Märkten eingekehrt sei. Zum anderen habe die Europäische Zentralbank weitere Zinserhöhungen signalisiert. "Wir werden für Preisstabilität sorgen, und die Rückführung der Inflation auf mittlere Sicht zu einem Wert von 2 Prozent ist nicht verhandelbar", habe EZB-Präsidentin Christine Lagarde betont. Ein weiter Weg: Im Februar habe die Teuerung in der Eurozone immerhin bei 8,5 Prozent gelegen. (27.03.2023/alc/a/a)