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Bank of Japan bleibt locker
24.10.22 10:45
BNP Paribas
Paris (www.anleihencheck.de) - Während die wichtigsten Notenbanken ihre Leitzinsen bereits deutlich angehoben haben, will die japanische Notenbank davon nichts wissen, so die Experten der BNP Paribas in einer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
Erst am Montag habe Bank of Japan-Gouverneur Haruhiko Kuroda bekräftigt, dass dies auf absehbare Zeit auch so bleiben werde. Seine Begründung: Japan befinde sich mitten in der Erholung von Covid-19, die man nicht durch eine Zinsanhebung abwürgen wolle. Mit Blick auf die Inflation könne sich Kuroda seine lockere Geldpolitik sogar leisten. Zuletzt habe die Teuerungsrate im Land der aufgehenden Sonne mit 2,8 Prozent erheblich tiefer als in den anderen großen Industrienationen gelegen. An der Währungsfront würden sich derweil die negativen Auswirkungen der Niedrigzinspolitik offenbaren: Gegenüber dem Dollar sei der Yen am Donnerstag auf den tiefsten Stand seit 1990 gefallen.
Schwach zeige sich Nippons Leitwährung auch im Verhältnis zum Euro: In den vergangenen zwölf Monaten habe der Yen gegenüber der Gemeinschaftswährung mehr als zehn Prozent verloren. Um die Abwärtsbewegung zu stoppen, habe das japanische Finanzministerium Ende September erstmals seit 24 Jahren am Devisenmarkt interveniert und Yen gegen Dollar gekauft, für die Rekordsumme von knapp 20 Milliarden Dollar. Ein nachhaltiges Signal habe dieser Schritt aber bisher nicht gesendet. Im Gegenteil: Seit dem Eingriff sei der Yen gegenüber dem Euro um weitere 4% abgerutscht. Ein Ende der Talfahrt scheine derzeit nicht in Sicht. (Ausgabe vom 21.10.2022) (24.10.2022/alc/a/a)
Erst am Montag habe Bank of Japan-Gouverneur Haruhiko Kuroda bekräftigt, dass dies auf absehbare Zeit auch so bleiben werde. Seine Begründung: Japan befinde sich mitten in der Erholung von Covid-19, die man nicht durch eine Zinsanhebung abwürgen wolle. Mit Blick auf die Inflation könne sich Kuroda seine lockere Geldpolitik sogar leisten. Zuletzt habe die Teuerungsrate im Land der aufgehenden Sonne mit 2,8 Prozent erheblich tiefer als in den anderen großen Industrienationen gelegen. An der Währungsfront würden sich derweil die negativen Auswirkungen der Niedrigzinspolitik offenbaren: Gegenüber dem Dollar sei der Yen am Donnerstag auf den tiefsten Stand seit 1990 gefallen.
Schwach zeige sich Nippons Leitwährung auch im Verhältnis zum Euro: In den vergangenen zwölf Monaten habe der Yen gegenüber der Gemeinschaftswährung mehr als zehn Prozent verloren. Um die Abwärtsbewegung zu stoppen, habe das japanische Finanzministerium Ende September erstmals seit 24 Jahren am Devisenmarkt interveniert und Yen gegen Dollar gekauft, für die Rekordsumme von knapp 20 Milliarden Dollar. Ein nachhaltiges Signal habe dieser Schritt aber bisher nicht gesendet. Im Gegenteil: Seit dem Eingriff sei der Yen gegenüber dem Euro um weitere 4% abgerutscht. Ein Ende der Talfahrt scheine derzeit nicht in Sicht. (Ausgabe vom 21.10.2022) (24.10.2022/alc/a/a)


