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Bank of Japan: Aggressive Äußerungen von Naoki Tamura
12.09.24 15:32
XTB
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Japanische Yen verliert gegenüber dem Dollar trotz der aggressiven Äußerungen von Naoki Tamura von der Bank of Japan, so die Experten von XTB.
Der Banker habe darauf hingewiesen, dass die Zinssätze in Japan bald von derzeit 0,25% auf 1% steigen sollten. Seiner Ansicht nach sei die Inflation in Japan auf dem besten Weg, ein Wachstum von 2% zu erreichen, was den Prognosen entspräche. Der derzeitige Dreijahreszeitraum für die Wachstums- und Inflationsprognosen der BOJ erstrecke sich auf den Zeitraum zwischen dem Geschäftsjahr 2024 und März 2027. Tamuras Äußerungen könnten von einigen als "Stimme der Vernunft" interpretiert werden, die im Zuge des (sehr langsamen) Ausstiegs der BoJ aus der jüngsten Politik ertöne.
- Tamura zufolge würden die Märkte ein sehr ruhiges Tempo der BoJ-Zinserhöhungen einpreisen, und wenn die Banker sich dazu entschließen würden, würden sie riskieren, die Zinsen zu schnell anzuheben, und würden wahrscheinlich gezwungen sein, die Zinsen später drastisch anzuheben. Tamura sei für seine hawkishe Haltung zur Bankpolitik bekannt. Tamura habe eingeschätzt, dass der Trend des Lohnwachstums in der Wirtschaft stabil sei, während die japanischen Unternehmen die Kosten, die durch Importe entstünden, stärker als üblich an die Verbraucher weitergeben würden.
- Tamura zufolge sei das Land mit einem Arbeitskräftemangel auf dem Arbeitsmarkt konfrontiert, was zusätzlichen Inflationsdruck erzeuge. Die heute veröffentlichten Daten der BOJ würden zeigen, dass sich der Anstieg der Unternehmenspreise in Japan zum ersten Mal seit acht Monaten verlangsamt habe. Die japanischen Unternehmenspreise für Waren seien im August um 2,5% im Jahresvergleich gestiegen, während sie im Juli noch bei 3,0% gelegen hätten.
Der USD/JPY sei über Nacht nach den Äußerungen von Naoki Tamura um fast 600 Punkte von 142,9 auf 142,3 zurückgefallen, doch diese Bewegung sei inzwischen vollständig ausgelöscht worden, und das Paar steige weiterhin um fast 0,3%. Die Aufwärtsdynamik habe sich nach den gestrigen VPI-Daten aus den USA beschleunigt, die den Dollar gestärkt hätten. Heute könnte sich die Volatilität des USD/JPY gegen 14:30 Uhr dt. Zeit beschleunigen, wenn die US-Leistungsanträge (der Markt erwarte einen leichten Anstieg von 227.000 auf 230.000) und die PPI-Inflation veröffentlicht würden, bei der ein starker Rückgang von 2,2% auf 1,8% im Jahresvergleich erwartet werde. Eine positive Überraschung könnte einen weiteren Aufwärtsimpuls bei dieser Paarung in Richtung 144 auslösen. Das Potenzial für eine kurzfristige Erholung scheine vorhanden zu sein, obwohl fundamentale Faktoren (Kürzungen der FED, erwartete Zinserhöhungen in Japan) an den oberen Grenzen des Abwärtskanals ansetzen könnten. Das Paar werde deutlich unter dem EMA200 auf dem Tageschart gehandelt, was eine Umkehr des Abwärtstrends signalisiere. (12.09.2024/alc/a/a)
Der Banker habe darauf hingewiesen, dass die Zinssätze in Japan bald von derzeit 0,25% auf 1% steigen sollten. Seiner Ansicht nach sei die Inflation in Japan auf dem besten Weg, ein Wachstum von 2% zu erreichen, was den Prognosen entspräche. Der derzeitige Dreijahreszeitraum für die Wachstums- und Inflationsprognosen der BOJ erstrecke sich auf den Zeitraum zwischen dem Geschäftsjahr 2024 und März 2027. Tamuras Äußerungen könnten von einigen als "Stimme der Vernunft" interpretiert werden, die im Zuge des (sehr langsamen) Ausstiegs der BoJ aus der jüngsten Politik ertöne.
- Tamura zufolge sei das Land mit einem Arbeitskräftemangel auf dem Arbeitsmarkt konfrontiert, was zusätzlichen Inflationsdruck erzeuge. Die heute veröffentlichten Daten der BOJ würden zeigen, dass sich der Anstieg der Unternehmenspreise in Japan zum ersten Mal seit acht Monaten verlangsamt habe. Die japanischen Unternehmenspreise für Waren seien im August um 2,5% im Jahresvergleich gestiegen, während sie im Juli noch bei 3,0% gelegen hätten.
Der USD/JPY sei über Nacht nach den Äußerungen von Naoki Tamura um fast 600 Punkte von 142,9 auf 142,3 zurückgefallen, doch diese Bewegung sei inzwischen vollständig ausgelöscht worden, und das Paar steige weiterhin um fast 0,3%. Die Aufwärtsdynamik habe sich nach den gestrigen VPI-Daten aus den USA beschleunigt, die den Dollar gestärkt hätten. Heute könnte sich die Volatilität des USD/JPY gegen 14:30 Uhr dt. Zeit beschleunigen, wenn die US-Leistungsanträge (der Markt erwarte einen leichten Anstieg von 227.000 auf 230.000) und die PPI-Inflation veröffentlicht würden, bei der ein starker Rückgang von 2,2% auf 1,8% im Jahresvergleich erwartet werde. Eine positive Überraschung könnte einen weiteren Aufwärtsimpuls bei dieser Paarung in Richtung 144 auslösen. Das Potenzial für eine kurzfristige Erholung scheine vorhanden zu sein, obwohl fundamentale Faktoren (Kürzungen der FED, erwartete Zinserhöhungen in Japan) an den oberen Grenzen des Abwärtskanals ansetzen könnten. Das Paar werde deutlich unter dem EMA200 auf dem Tageschart gehandelt, was eine Umkehr des Abwärtstrends signalisiere. (12.09.2024/alc/a/a)


