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Bank of England wohl vor Zinssenkung - EZB bleibt abwartend


18.12.25 08:58
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Inflation in der Eurozone ist vor der letzten Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) im auslaufenden Jahr nicht weiter gestiegen, so die Analysten der NORD/LB in ihrer aktuellen Ausgabe von "NORD/LB am Morgen".

Im November hätten sich die Preise für Waren und Dienstleistungen gegenüber dem Vorjahresmonat erneut um durchschnittlich 2,1% erhöht, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitgeteilt habe. Zuvor sei in einer ersten Schätzung noch ein Anstieg auf 2,2% erwartet worden.

Heute seien aller guten Dinge drei. Zunächst stünden gleich zwei Termine bei wichtigen Notenbanken an, nämlich der Bank of England und kurz darauf bei der EZB. Die Briten dürften aller Voraussicht nach den Leitzins senken, denn ähnlich wie in den USA kühle der Arbeitsmarkt in Großbritannien zunehmend ab.

Bei der Sitzung der Notenbanker in Frankfurt würden die Analysten der NORD/LB dahingegen davon ausgehen, dass die Zinsseite nicht angepasst werden dürfte. Die Pressekonferenz von Christine Lagarde werde möglicherweise noch weitere geldpolitische Impulse setzen können.

Die dritte wichtige Nachricht des Tages sei rund 6.547 km weiter westlich zu erwarten, denn die zuständige Statistikbehörde aus Washington werde heute die CPIs für den November präsentieren. Hier würden die Analysten der NORD/LB allenfalls von einer maßvollen Entwicklung ausgehen, welche die FOMC-Entscheidung ex Post nicht in ein anderes Licht rücken sollte. (18.12.2025/alc/a/a)