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Bank of England legt Pause ein


12.06.19 11:15
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die britische Wirtschaft scheint an Fahrt zu verlieren, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Zwar habe sich die Beschäftigung im April weiterhin robust präsentiert, während die Arbeitslosenquote mit 3,8 Prozent den niedrigsten Stand seit 1974 erreicht habe. Doch sei das BIP im April mit einem Minus von 0,4 Prozent deutlich stärker als erwartet geschrumpft. Für dieses Jahr rechnet die Deutsche Bank AG daher mit keiner Leitzinsanhebung der Bank of England mehr. Auch gehe man davon aus, dass beim Leitzins im nächsten Jahr wahrscheinlich nur Spielraum für eine Anhebung bestehe.

Die negativen Implikationen aus dem globalen Handelsstreit sowie dem drohenden Brexit dürften das Wachstum der britischen Ökonomie in den kommenden drei Jahren um insgesamt 0,4 Prozentpunkte belasten. Das politische Risiko eines No-Deal-Brexits sei nach dem Rücktritt der Premierministerin und dem starken Abschneiden der Brexit Party bei der Europawahl ebenfalls wieder gestiegen. Einige der potenziellen Nachfolger von Theresa May hätten bereits mit einem ungeordneten Brexit gedroht, sollte es keine Nachverhandlungen mit der EU über den Austritt geben. Die guten Zahlen zum Arbeitsmarkt hätten dem Pfund zu etwas Auftrieb verholfen. Doch seit Anfang Mai habe das Pfund rund 4,5 Prozent an Wert gegenüber dem Euro verloren. (12.06.2019/alc/a/a)