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Bank of England dürfte vorsichtig agieren


14.03.25 11:40
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Im Dezember wuchs das BIP mit 0,4% zum Vormonat unerwartet stark, so die Analysten von Postbank Research.

Damit habe auch ein negatives Wachstum in Q4/2024 verhindert werden können: Im Schlussquartal sei die britische Wirtschaft um 0,1 Prozent gewachsen.

Am Arbeitsmarkt sei der Lohndruck mit einem Anstieg um 6,0% zum Vorjahr im Dezember um weitere 0,4 Prozentpunkte gestiegen.

Der Gesamt-PMI sei im Februar marginal auf 50,5 Punkte gesunken, der Dienstleistungssektor mit einem leichten Anstieg auf 51,0 Punkten in der Expansionszone geblieben. Der Industrie-PMI sei hingegen moderat auf 46,9 gefallen. Der Bau-PMI sei von 48,1 auf 44,6 abgestürzt.

Die Inflationsrate sei im Januar unerwartet kräftig von 2,5 auf 3,0% gestiegen, die Kerninflationsrate von 3,2 auf 3,7% und die Dienstleistungsinflation von 4,4 auf 5,0% zurückgegangen.

Die Einzelhandelsumsätze seien im Januar kräftig gestiegen.

Die BoE habe im Februar den Leitzins um 25 bp auf 4,50% gesenkt. Overnight Index Swaps würden nun weitere Zinssenkungen in Höhe von kumuliert 54 Basispunkten bis zum Jahresende einpreisen - mit einem nächsten Zinsschritt im Juni.

Die Renditen zehnjähriger britischer Staatsanleihen (Gilts) hätten zuletzt relativ parallel zu denen der Bundesanleihen von 4,45% Ende Februar bis auf 4,79% am 6. März zugelegt, die der 30-jährigen seien bis auf 5,35% gestiegen. Auf Sicht von sechs Monaten dürften zehnjährige Gilts wieder niedriger bei etwa 4,20% notieren, sofern die Kurse sich von denen der Bunds abkoppeln könnten. (Zinsbulletin März 2025) (14.03.2025/alc/a/a)