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Bank of England dürfte keine Zinssenkung vornehmen


16.12.24 16:00
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die heute in Großbritannien anstehenden Einkaufsmanagerindizes für Dezember dürften den seit August zu beobachtenden Abwärtstrend bestätigen, der sich zuletzt auch auf den Dienstleistungssektor ausgeweitet hat, so die Analysten von Postbank Research.

Am Dienstag würden Arbeitsmarktdaten einschließlich des Lohnwachstums bekanntgegeben, und am Mittwoch erhalte man Inflationsindikatoren. Mit einem Anstieg der Verbraucherpreise um 2,3% im Oktober seien erhebliche Fortschritte bei der Senkung der Gesamtinflationsraten erzielt worden. Sowohl das Lohnwachstum (durchschnittlicher Wochenverdienst im September 4,3% 3M/ggü. Vorjahr) als auch die Inflation im Dienstleistungssektor (5,0% ggü. Vorjahr im Oktober) seien rückläufig, befänden sich aber immer noch auf einem hohen Niveau.

Die jüngsten Energiepreiserhöhungen dürften die Inflationsindikatoren hoch halten, doch selbst wenn sie etwas besser ausfallen würden als erwartet, dürfte die Bank of England an ihrem Ansatz festhalten und den Leitzins unverändert lassen. Die vom Markt implizierten Wahrscheinlichkeiten für eine Zinssenkung in dieser Woche lägen unter 10%. Die nächste Zinssenkung werde im Februar erwartet und wäre im Einklang mit dem kürzlich von Gouverneur Andrew Bailey beschriebenen geldpolitischen Szenario, das vier 25 BP Zinssenkungen im Jahr 2025 vorsehe.

Fazit: Die Bank of England dürfte an ihrem schrittweisen geldpolitischen Ansatz festhalten und diese Woche keine Zinssenkung vornehmen. (16.12.2024/alc/a/a)