Erweiterte Funktionen

Bank of England braucht ab Februar einen neuen Chef


28.05.19 09:15
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Im Vereinigten Königreich wurde die Brexit-Party mit 32 Prozent der Stimmen stärkste Kraft, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Ein klares Votum der Briten zu einem "No Deal" sei hier dennoch nicht zu erkennen. Rechne man nämlich das fragmentierte Lager der Bremain-Parteien zusammen, kämen diese auf rund 40 Prozent und damit auf mehr als die insgesamt 35 Prozent von Brexit-Party und UKIP. Die Abstrafung von Labour (14 Prozent) und Tories (9 Prozent) lege derweil die Vermutung nahe, dass die Briten eher Parteien unterstützt hätten, die eine klare Position zum Brexit bezogen hätten. Der Stimmenzuwachs der Brexit-Party werde den Nachfolger von Premierministerin May jedenfalls unter Druck setzten. Der "No Deal" sei in den Diskussionen wieder auf dem Tisch. Aber auch Neuwahlen im Vereinigten Königreich erscheinen nicht mehr ganz unwahrscheinlich, so die Deutsche Bank AG.

Weitere Unsicherheit komme vonseiten der Bank of England. Diese brauche ab Februar einen neuen Chef. Die Bewerbungsfrist laufe am 5. Juni aus, zwei Tage vor Mays Rücktritt. Wer es werden könnte, aber auch wer darüber entscheide, sei somit unklar.

Das Britische Pfund habe sich gestern unbeeindruckt gezeigt und gegenüber dem Euro kaum bewegt. (28.05.2019/alc/a/a)