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Australiens Zentralbankchef warnt vor Grenzen der Geldpolitik
25.06.19 13:45
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In seiner gestrigen Rede zeigte sich der Chef der Australischen Zentralbank, Philip Lowe, verwundert, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Es sei ihm rätselhaft, wie die Märkte eine Rettung der globalen Konjunktur durch eine stärkere Lockerung der weltweiten Geldpolitik erwarten könnten, ohne sich Sorgen über zunehmende Kreditrisiken zu machen. Zusätzlich sei der üblicherweise stimulierende Effekt eines niedrigeren Wechselkurses aufgrund einer Leitzinssenkung dadurch aufgehoben, dass die Geldpolitik simultan in mehreren Ländern gelockert werde.
Zwischenzeitlich habe der Australische Dollar aufgrund dieser Kommentare gegenüber dem Euro um 0,4 Prozent aufgewertet und sei dadurch auf ein Zweiwochenhoch gestiegen. Von einer strafferen Geldpolitik in Australien sei allerdings nicht auszugehen. Im Gegenteil: In Down Under werde bereits die Möglichkeit unkonventioneller Maßnahmen wie beispielsweise eine quantitative Lockerung im Falle eines externen Schocks diskutiert, auch wenn sich die Zentralbank an diesen Diskussionen noch nicht beteilige. Zusätzlich werde nach der ersten Leitzinssenkung seit drei Jahren zu Beginn dieses Monats eine weitere Leitzinssenkung im Juli, gemessen an Terminkontrakten, am Markt derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent eingepreist. (25.06.2019/alc/a/a)
Es sei ihm rätselhaft, wie die Märkte eine Rettung der globalen Konjunktur durch eine stärkere Lockerung der weltweiten Geldpolitik erwarten könnten, ohne sich Sorgen über zunehmende Kreditrisiken zu machen. Zusätzlich sei der üblicherweise stimulierende Effekt eines niedrigeren Wechselkurses aufgrund einer Leitzinssenkung dadurch aufgehoben, dass die Geldpolitik simultan in mehreren Ländern gelockert werde.
Zwischenzeitlich habe der Australische Dollar aufgrund dieser Kommentare gegenüber dem Euro um 0,4 Prozent aufgewertet und sei dadurch auf ein Zweiwochenhoch gestiegen. Von einer strafferen Geldpolitik in Australien sei allerdings nicht auszugehen. Im Gegenteil: In Down Under werde bereits die Möglichkeit unkonventioneller Maßnahmen wie beispielsweise eine quantitative Lockerung im Falle eines externen Schocks diskutiert, auch wenn sich die Zentralbank an diesen Diskussionen noch nicht beteilige. Zusätzlich werde nach der ersten Leitzinssenkung seit drei Jahren zu Beginn dieses Monats eine weitere Leitzinssenkung im Juli, gemessen an Terminkontrakten, am Markt derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent eingepreist. (25.06.2019/alc/a/a)


