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Australiens Geldpolitik wahrscheinlich in der Sommerpause


01.08.19 10:15
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die jährlichen Verbraucherpreise in Australien legten im zweiten Quartal mit 1,6 Prozent etwas stärker zu als erwartet, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Der Markt habe mit einem um 0,1 Prozentpunkte geringeren Anstieg gerechnet. Nichtsdestotrotz liege dieser Wert wiederum etwas unter der Erwartung der Reserve Bank of Australia (RBA), die in ihrem Inflationsausblick von 1,75 Prozent ausgegangen sei. Am Markt sei nach Veröffentlichung der Inflationsdaten die Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass die RBA den Leitzins im dritten Quartal auf dem derzeitigen Satz von 1,0 Prozent belassen werde. Die RBA folge in ihrer Geldpolitik bei der Inflation einer Zielmarke von zwei bis drei Prozent. Auch die von der Zentralbank bevorzugte Kerninflationsrate habe quartalsweise leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 0,4 Prozent gegenüber dem ersten Quartal zugelegt.

Zuletzt habe die Zentralbank in ihrer Argumentation für weitere geldpolitische Maßnahmen bemerkenswerterweise die Arbeitslosenquote in den Mittelpunkt gerückt und dabei einen Zielwert der Quote von 4,5 Prozent vorgegeben. Die jüngste Inflationsentwicklung lasse am Markt die Aussicht auf niedrigere Leitzinsen nun ebenfalls schwinden. Dies habe den Australischen Dollar gestärkt und ihn gegenüber dem Euro unmittelbar nach Bekanntwerden der Daten um rund 0,33 Prozent aufwerten lassen. (01.08.2019/alc/a/a)