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Australien: Zinsschritt macht Aussie zu schaffen
07.10.22 14:49
BNP Paribas
Paris (www.anleihencheck.de) - Die Hüter des Australischen Dollar haben ihre Währung mit ihrer überraschend zaghaften Gangart unter Druck gesetzt, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
Innerhalb nur eines Handelstags habe der im Fachjargon so genannte Aussie rund 2 Prozent gegenüber dem Euro abgewertet. Die Reserve Bank of Australia (RBA) habe den Leitzins am Dienstag zwar um 25 Basispunkte auf 2,6 Prozent erhöht, doch von Reuters befragte Ökonomen hätten mit einer Anhebung um 50 Basispunkte gerechnet. Man wolle sich Zeit nehmen, die Aussichten für die Inflation und das Wirtschaftswachstum in Australien zu analysieren, habe Zentralbankchef, Philip Lowe, den moderaten Zinsschritt begründet.
Manche Marktbeobachter würden vermuten, dass die RBA auch auf stark verschuldete Haushalte Rücksicht nehme und die Gefahr eines finanziellen Kollapses durch signifikant steigende Hypothekenzinsen im Blick behalte. Zum schwächelnden Australischen Dollar habe sich eine europäische Gemeinschaftswährung gesellt, die von der zuversichtlicheren Stimmung an den Finanzmärkten profitiert habe. Zudem würden Investoren darauf spekulieren, dass die Europäische Zentralbank angesichts der hohen Inflation in der Eurozone von zuletzt 10 Prozent ihren Zinserhöhungszyklus fortsetzen werde und womöglich nochmals einen größeren Zinsschritt wage. Dies mache die Gemeinschaftswährung tendenziell attraktiver - und könnte den Aussie zunächst weiter belasten. (07.10.2022/alc/a/a)
Innerhalb nur eines Handelstags habe der im Fachjargon so genannte Aussie rund 2 Prozent gegenüber dem Euro abgewertet. Die Reserve Bank of Australia (RBA) habe den Leitzins am Dienstag zwar um 25 Basispunkte auf 2,6 Prozent erhöht, doch von Reuters befragte Ökonomen hätten mit einer Anhebung um 50 Basispunkte gerechnet. Man wolle sich Zeit nehmen, die Aussichten für die Inflation und das Wirtschaftswachstum in Australien zu analysieren, habe Zentralbankchef, Philip Lowe, den moderaten Zinsschritt begründet.
Manche Marktbeobachter würden vermuten, dass die RBA auch auf stark verschuldete Haushalte Rücksicht nehme und die Gefahr eines finanziellen Kollapses durch signifikant steigende Hypothekenzinsen im Blick behalte. Zum schwächelnden Australischen Dollar habe sich eine europäische Gemeinschaftswährung gesellt, die von der zuversichtlicheren Stimmung an den Finanzmärkten profitiert habe. Zudem würden Investoren darauf spekulieren, dass die Europäische Zentralbank angesichts der hohen Inflation in der Eurozone von zuletzt 10 Prozent ihren Zinserhöhungszyklus fortsetzen werde und womöglich nochmals einen größeren Zinsschritt wage. Dies mache die Gemeinschaftswährung tendenziell attraktiver - und könnte den Aussie zunächst weiter belasten. (07.10.2022/alc/a/a)


