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Australien: RBA leitet (verhaltene) Zinswende ein
28.02.25 10:15
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Der australische Arbeitsmarkt startete gut ins neue Jahr: Die Zahl der Erwerbstätigen stieg um 44.000 und damit deutlich stärker als erwartet (+20.000), so die Analysten von Postbank Research.
Die Arbeitslosenquote habe sich dennoch erwartungsgemäß leicht auf 4,1 Prozent erhöht.
Das Lohnwachstum habe sich weiter auf 3,2 Prozent verlangsamt.
Die Verbraucherpreise seien im Schlussquartal 2024 so langsam gestiegen wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Die jährliche Inflationsrate sei von 2,8 auf 2,4 Prozent gesunken und habe damit das zweite Quartal in Folge innerhalb des Zielkorridors der Notenbank von 1 bis 3 Prozent gelegen. Auch das von der RBA bevorzugte Inflationsmaß - die getrimmte durchschnittliche Inflation - sei von 3,6 auf 3,2 Prozent gesunken.
Die Fortschritte bei der Inflationsrückführung hätten den Währungshütern die Tür für die lang erwartete Zinswende geöffnet. Die RBA habe im Februar erstmals seit vier Jahren den Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,1 Prozent gesenkt. Gouverneurin Bullock habe jedoch übertriebenen Hoffnungen auf weitere Lockerungen entgegengetreten. An den Terminmärkten werde eine nächste Zinssenkung um 25 Basispunkte nicht vor der Augustsitzung erwartet, bis Ende des Jahres seien kumuliert 40 Basispunkte eingepreist.
Bis Ende Juni könnte der australische Dollar leicht in Richtung EUR/AUD 1,67 abwerten - einerseits sei die EZB bei der geldpolitischen Lockerung weit voraus, andererseits könnten US-Zölle gegen China auch Australiens Rohstoffexporte treffen. (Währungsbulletin März 2025) (28.02.2025/alc/a/a)
Die Arbeitslosenquote habe sich dennoch erwartungsgemäß leicht auf 4,1 Prozent erhöht.
Die Verbraucherpreise seien im Schlussquartal 2024 so langsam gestiegen wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Die jährliche Inflationsrate sei von 2,8 auf 2,4 Prozent gesunken und habe damit das zweite Quartal in Folge innerhalb des Zielkorridors der Notenbank von 1 bis 3 Prozent gelegen. Auch das von der RBA bevorzugte Inflationsmaß - die getrimmte durchschnittliche Inflation - sei von 3,6 auf 3,2 Prozent gesunken.
Die Fortschritte bei der Inflationsrückführung hätten den Währungshütern die Tür für die lang erwartete Zinswende geöffnet. Die RBA habe im Februar erstmals seit vier Jahren den Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,1 Prozent gesenkt. Gouverneurin Bullock habe jedoch übertriebenen Hoffnungen auf weitere Lockerungen entgegengetreten. An den Terminmärkten werde eine nächste Zinssenkung um 25 Basispunkte nicht vor der Augustsitzung erwartet, bis Ende des Jahres seien kumuliert 40 Basispunkte eingepreist.
Bis Ende Juni könnte der australische Dollar leicht in Richtung EUR/AUD 1,67 abwerten - einerseits sei die EZB bei der geldpolitischen Lockerung weit voraus, andererseits könnten US-Zölle gegen China auch Australiens Rohstoffexporte treffen. (Währungsbulletin März 2025) (28.02.2025/alc/a/a)


