Arbeitslosigkeit und Inflation in Deutschland mit Anstiegen


06.01.20 09:15
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Zum Jahresende hat die zuletzt lahmende Inflationsdynamik in Deutschland noch einmal zulegen können, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Gemäß der Vorabschätzung am vergangenen Freitag seien sowohl der nationale Verbraucherpreisindex (CPI) als auch der für europäische Zwecke genutzte HVPI im Dezember um 0,5% bzw. 0,6% gg. Vm. angestiegen. Dies habe zusammen mit positiven Basiseffekten bei den Energiepreisen dazu beigetragen, dass sich die Jahresraten für die beiden Indices von 1,1% bzw. 1,2% auf jeweils 1,5% erhöht hätten und gleichzeitig das über den Jahresverlauf zu beobachtende Auseinanderlaufen der Inflationsmaße überwunden zu sein scheine.

Auch für die kommenden Monate sei aufgrund weiterhin unterstützender Basiseffekte mit leicht steigenden Inflationsraten zu rechnen. Gleichwohl fehle für einen nachhaltigen Anstieg über die 2%-Marke der konjunkturelle Rückenwind. Dies habe sich nicht zuletzt in den ebenfalls am Freitag veröffentlichten Arbeitsmarktdaten gezeigt. So habe der saisonbereinigte Anstieg um 8.000 Stellen im Dezember für den ersten Gesamtjahreszuwachs bei den Arbeitslosenzahlen seit 2013 gesorgt. Dennoch weise die nahe des Wiedervereinigungstiefs bei 5,0% verharrende Arbeitslosenquote trotz der anhaltenden Schwäche im Industriesektor auf eine hohe Widerstandsfähigkeit des deutschen Arbeitsmarktes hin.

Weder die Arbeitsmarktdaten noch die Inflationszahlen hätten am Freitag signifikante Kursbewegungen an den Finanzmärkten nach sich gezogen. (06.01.2020/alc/a/a)