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Anleihenmarkt im März etwas entspannt


25.04.17 10:45
Bankhaus Carl Spängler & Co

Salzburg (www.anleihencheck.de) - Nachdem Anleihen mit Kursabschlägen, die die Renditen 10-jähriger deutscher Staatsanleihen auf 0,40% steigen ließen, ins neue Jahr gestartet sind, hat sich die Situation im März wieder etwas entspannt, so die Analysten vom Bankhaus Carl Spängler & Co.

Ausschlaggebend dafür seien die zuletzt veröffentlichten Inflationszahlen für die Eurozone gewesen, welche mit 1,5% wieder unter der von der EZB angepeilten Marke von 2% zurückgefallen seien. Zudem hätten Anleger sicheren Hafen der deutschen Bundesanleihen gesucht. Auch für das Jahr 2017 werde keine Zinserhöhung erwartet. Allerdings werde das Tapering der EZB im laufenden Jahr zunehmend in den Mittelpunkt rücken.

In den USA habe sich, trotz der Erwartung von drei bis vier Zinserhöhungen im laufenden Jahr, der Zinsanstieg am Kapitalmarkt nicht weiter fortgesetzt. Zuletzt sei etwas Skepsis hinsichtlich der konjunkturellen Erholung in den USA aufgetaucht, da die so genannten "harten Konjunkturdaten" die zum Teil euphorischen Vorlauf- und Stimmungsindikatoren nicht mehr zur Gänze bestätigt hätten.

In ihrer Anlagestrategie bleiben die Analysten vom Bankhaus Carl Spängler & Co in den Kernmärkten weiter bei einer verkürzten Laufzeitenstruktur, da der Weg für Zinsen tendenziell nach oben zeigt. Ein Ende der Niedrigzinsära, vor allem in Europa, sei allerdings nicht in Sicht. Europäische und amerikanische High Yield-Anleihen würden die Analysten im aktuellen konjunkturellen Umfeld weiterhin als interessant einstufen. Hier würden sie ein enges Monitoring als unumgänglich erachten, da die Kreditaufschläge historisch betrachtet bereits sehr niedrig seien. Dagegen würden Schwellenländeranleihen auch im langfristigen Vergleich noch attraktive Aufschläge bieten. (Ausgabe Q2/2017) (25.04.2017/alc/a/a)