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Anleihenkurse niedriger erwartet
12.05.15 16:49
Nordea
Stockholm (www.anleihencheck.de) - Die Renditen erstklassiger Staatsanleihen sind in den letzten beiden Wochen zwar gestiegen, aber nach wie vor sehr niedrig, so die Analysten der Nordea.
Die Dynamik habe ebenfalls eine Wende vollzogen und deute auf niedrigere Anleihenkurse in nächster Zeit hin, während das Anleihenkaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) zu höheren Inflationserwartungen geführt habe. Diese Faktoren würden es rechtfertigen, Anleihen in einem ausgewogenen Portfolio weiterhin unterzugewichten.
Im vergangenen Jahr verkauften die Analysten der Nordea ihre Position in Senior Loans, da die zugrunde liegende Nachfrage nach diesen Wertpapieren begrenzt war und sie in Erwartung der quantitativen Lockerung durch die EZB in Hochzinsanleihen aus der Eurozone mehr Wertpotenzial sahen. Die Nachfrage nach Senior Loans sei mittlerweile gestiegen, sodass sie nach der guten Wertentwicklung von Euro-Hochzinsanleihen das Engagement in Hochzinsanleihen reduziert und die Erlöse wieder in Senior Loans angelegt hätten. Neben der stärkeren Nachfrage würden sich Senior Loans durch eine attraktiv niedrige Sensitivität gegenüber Renditesteigerungen auszeichnen, seien sie doch zinsvariable Wertpapiere, deren Zinssätze regelmäßig an die jeweiligen Marktbedingungen angepasst würden. Außerdem sei in der Vergangenheit bei Senior Loans die Verwertungsrate nach einem Zahlungsausfall des Emittenten höher gewesen als bei hochverzinslichen Wertpapieren aus der Eurozone (rund 80% gegenüber 40%).
Zudem bestätigen die Analysten der Nordea ihre Anlageempfehlung für chinesische Anleihen. In der Vergangenheit hätten sie erklärt, dass strategische Anlagen in chinesischen Anleihen vorteilhaft seien, da Chinas Regierung einen gut funktionierenden Anleihenmarkt brauche, um die Währung zu liberalisieren, und weil der dortige Markt für chinesische Anleihen mit Bezug auf die begebenen Wertpapiere noch nicht ausreichend institutionalisiert sei. Dieses Argument treffe zwar immer noch zu, doch würden chinesische Anleihen auch ausgezeichnete Möglichkeiten zur Diversifizierung bieten, da sie mit einem ausgewogenen Portfolio, das in erster Linie auf den Euro ausgerichtet, aber global engagiert sei, im Großen und Ganzen nicht korrelieren würden.
Was die Vermögensallokation anbelangt, so sind die Analysten der Nordea in Anleihen untergewichtet, mit neutraler Duration. In dänischen Hypothekenanleihen, chinesischen Anleihen, Senior Loans aus den USA, europäischen/US Hochzinsanleihen und Investment Grade Unternehmensanleihen seien sie übergewichtet. In Staatsanleihen seien sei weiterhin untergewichtet. (Ausgabe Mai 2015) (12.05.2015/alc/a/a)
Die Dynamik habe ebenfalls eine Wende vollzogen und deute auf niedrigere Anleihenkurse in nächster Zeit hin, während das Anleihenkaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) zu höheren Inflationserwartungen geführt habe. Diese Faktoren würden es rechtfertigen, Anleihen in einem ausgewogenen Portfolio weiterhin unterzugewichten.
Zudem bestätigen die Analysten der Nordea ihre Anlageempfehlung für chinesische Anleihen. In der Vergangenheit hätten sie erklärt, dass strategische Anlagen in chinesischen Anleihen vorteilhaft seien, da Chinas Regierung einen gut funktionierenden Anleihenmarkt brauche, um die Währung zu liberalisieren, und weil der dortige Markt für chinesische Anleihen mit Bezug auf die begebenen Wertpapiere noch nicht ausreichend institutionalisiert sei. Dieses Argument treffe zwar immer noch zu, doch würden chinesische Anleihen auch ausgezeichnete Möglichkeiten zur Diversifizierung bieten, da sie mit einem ausgewogenen Portfolio, das in erster Linie auf den Euro ausgerichtet, aber global engagiert sei, im Großen und Ganzen nicht korrelieren würden.
Was die Vermögensallokation anbelangt, so sind die Analysten der Nordea in Anleihen untergewichtet, mit neutraler Duration. In dänischen Hypothekenanleihen, chinesischen Anleihen, Senior Loans aus den USA, europäischen/US Hochzinsanleihen und Investment Grade Unternehmensanleihen seien sie übergewichtet. In Staatsanleihen seien sei weiterhin untergewichtet. (Ausgabe Mai 2015) (12.05.2015/alc/a/a)


