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Anleihen: Die wichtigsten Sektoren von heute
21.09.23 11:15
Generali Investments
Köln (www.anleihencheck.de) - Mauro Ratto, Co-Chief Investment Officer bei Plenisfer Investments SGR (Managementeinheit von Generali Investment), stellt sich die Frage, wo angesichts des aktuell späten Konjunkturzyklus, einer zunehmenden Streuung der Wertentwicklungen bei Anleihen und der erwarteten Zunahme der Refinanzierungsaktivitäten von Unternehmen ab 2024 nach hohen Anleiherenditen gesucht werden sollte.
Betrachte man das gesamte Kreditspektrum und wähle einzelne Chancen auf globaler Ebene sorgfältig aus, dann könnten Unternehmensanleihen selbst bei moderatem Risiko attraktive Renditen erwirtschaften.
Es gebe insbesondere europäische und US-amerikanische Qualitätsemittenten mit einem nachhaltigen Verschuldungsniveau, die in der Lage seien, hohe Cashflows zu generieren. Somit sollte das kurz- bis mittelfristige Ende der Renditekurve bevorzugt werden, wo die Kreditspanne mit den höchsten Zinssätzen seit 15 Jahren zusammenfalle. Bei Ratings bedeute dies, sich auf den Crossover-Bereich zu konzentrieren, d.h. auf Unternehmensanleihen zwischen Triple B und Double B.
Zu den Sektoren, in denen man aktuell nach Qualitätsemittenten Ausschau halten solle, würden Energie, Finanzen und Telekommunikation sowie - wenn auch nur am Rande - Luftfahrt gehören.
Energie:
Energieunternehmen würden sich durch eine hohe Liquidität auszeichnen: Die Verringerung der Investitionen in traditionelle Energiequellen, die eine direkte Folge des erwarteten Übergangs zu alternativen Energiequellen sei, in Verbindung mit dem erwarteten Ölpreis konfiguriere ein Szenario mit starker Cash-Generierung für die nächsten drei bis fünf Jahre. In diesem Sektor seien Hybridanleihen besonders attraktiv.
Finanzen:
Im Finanzbereich seien die jüngsten Kursverwerfungen infolge der Credit-Suisse-Krise wieder aufgefangen worden. Die Zinssätze seien jedoch strukturell höher als in der Vergangenheit, was für Banken, die von höheren Zinsmargen profitieren würden, ein günstiges Umfeld darstelle. So bestünden weiterhin gute Möglichkeiten bei vorrangigen und nachrangigen Anleihen bei verschiedenen Instituten.
Telekommunikation:
Ähnliche Überlegungen würden für die Telekommunikation gelten: Wenn die ausgewählten Emittenten über ausgezeichnete Fundamentaldaten und stabile Investment-Grade-Ratings verfügen würden, ermögliche die Investition in hybride Wertpapiere, folglich nachrangig in der Kapitalstruktur, eine deutliche Verbesserung der Renditen, ohne das Ausfallrisiko des Portfolios zu erhöhen.
Luftfahrt:
Schließlich würden die Luftfahrtunternehmen nach Jahren der Krise und der jüngsten Pandemie auf eine deutliche Verbesserung ihrer Bilanzen setzen. Im Zuge der Kostenoptimierung in diesem Bereich seien die Tarife gestiegen, wodurch sich die Rentabilität der Betreiber erhöht habe. Der vorrangige Teil des Kapitals in diesem Sektor, in einigen Fällen abgesichert, biete interessante Möglichkeiten. Darüber hinaus befänden sich einige dieser Unternehmen in staatlichem Besitz, womit sich das Finanzierungsrisiko erheblich verringere.
Sondersituationen in Schwellenländern:
Auf den Schwellenländermärkten seien eine sorgfältige Titelauswahl und eine hohe geografische und sektorale Diversifizierung erforderlich. In dieser Phase scheinen die so genannten "Sondersituationen" in diesem Bereich von besonderem Interesse zu sein: In Ländern wie Mexiko und Argentinien könnten sich idiosynkratische Chancen ergeben, die sogar zweistellige Renditen bieten können, so Mauro Ratto, Co-Chief Investment Officer bei Plenisfer Investments SGR (Managementeinheit von Generali Investment). In jedem Fall sollte das Engagement in diesem Gebiet auch vor dem Hintergrund des damit verbundenen Länderrisikos bewertet werden. (21.09.2023/alc/a/a)
Betrachte man das gesamte Kreditspektrum und wähle einzelne Chancen auf globaler Ebene sorgfältig aus, dann könnten Unternehmensanleihen selbst bei moderatem Risiko attraktive Renditen erwirtschaften.
Es gebe insbesondere europäische und US-amerikanische Qualitätsemittenten mit einem nachhaltigen Verschuldungsniveau, die in der Lage seien, hohe Cashflows zu generieren. Somit sollte das kurz- bis mittelfristige Ende der Renditekurve bevorzugt werden, wo die Kreditspanne mit den höchsten Zinssätzen seit 15 Jahren zusammenfalle. Bei Ratings bedeute dies, sich auf den Crossover-Bereich zu konzentrieren, d.h. auf Unternehmensanleihen zwischen Triple B und Double B.
Zu den Sektoren, in denen man aktuell nach Qualitätsemittenten Ausschau halten solle, würden Energie, Finanzen und Telekommunikation sowie - wenn auch nur am Rande - Luftfahrt gehören.
Energie:
Energieunternehmen würden sich durch eine hohe Liquidität auszeichnen: Die Verringerung der Investitionen in traditionelle Energiequellen, die eine direkte Folge des erwarteten Übergangs zu alternativen Energiequellen sei, in Verbindung mit dem erwarteten Ölpreis konfiguriere ein Szenario mit starker Cash-Generierung für die nächsten drei bis fünf Jahre. In diesem Sektor seien Hybridanleihen besonders attraktiv.
Im Finanzbereich seien die jüngsten Kursverwerfungen infolge der Credit-Suisse-Krise wieder aufgefangen worden. Die Zinssätze seien jedoch strukturell höher als in der Vergangenheit, was für Banken, die von höheren Zinsmargen profitieren würden, ein günstiges Umfeld darstelle. So bestünden weiterhin gute Möglichkeiten bei vorrangigen und nachrangigen Anleihen bei verschiedenen Instituten.
Telekommunikation:
Ähnliche Überlegungen würden für die Telekommunikation gelten: Wenn die ausgewählten Emittenten über ausgezeichnete Fundamentaldaten und stabile Investment-Grade-Ratings verfügen würden, ermögliche die Investition in hybride Wertpapiere, folglich nachrangig in der Kapitalstruktur, eine deutliche Verbesserung der Renditen, ohne das Ausfallrisiko des Portfolios zu erhöhen.
Luftfahrt:
Schließlich würden die Luftfahrtunternehmen nach Jahren der Krise und der jüngsten Pandemie auf eine deutliche Verbesserung ihrer Bilanzen setzen. Im Zuge der Kostenoptimierung in diesem Bereich seien die Tarife gestiegen, wodurch sich die Rentabilität der Betreiber erhöht habe. Der vorrangige Teil des Kapitals in diesem Sektor, in einigen Fällen abgesichert, biete interessante Möglichkeiten. Darüber hinaus befänden sich einige dieser Unternehmen in staatlichem Besitz, womit sich das Finanzierungsrisiko erheblich verringere.
Sondersituationen in Schwellenländern:
Auf den Schwellenländermärkten seien eine sorgfältige Titelauswahl und eine hohe geografische und sektorale Diversifizierung erforderlich. In dieser Phase scheinen die so genannten "Sondersituationen" in diesem Bereich von besonderem Interesse zu sein: In Ländern wie Mexiko und Argentinien könnten sich idiosynkratische Chancen ergeben, die sogar zweistellige Renditen bieten können, so Mauro Ratto, Co-Chief Investment Officer bei Plenisfer Investments SGR (Managementeinheit von Generali Investment). In jedem Fall sollte das Engagement in diesem Gebiet auch vor dem Hintergrund des damit verbundenen Länderrisikos bewertet werden. (21.09.2023/alc/a/a)


