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Anleihen aus den Schwellenländern im Plus
20.09.21 10:50
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Trotz leicht anziehender Renditen von US-Staatsanleihen, die im Zehnjahresbereich um neun Basispunkte auf 1,31 Prozent zulegten, tendierte der Markt für in US-Dollar und Euro denominierte EM (Emerging Markets)-Staatspapiere etwas freundlicher, so die Experten von Union Investment.
Auf Indexebene (J.P. Morgan EMBI Global Diversified-Index) hätten diese im August ein Plus von rund einem Prozent erzielt. Die Risikoaufschläge (Spreads) seien um zwölf auf 344 Basispunkte gefallen.
Dabei sei das Umfeld für risikoreiche Rentenanlagen von Unsicherheit geprägt gewesen. Der weltweite starke Anstieg der Delta-Neuinfektionen, vor allem in Asien, habe belastet. In China sei zudem die Unsicherheit im Zusammenhang mit der Regulierungswelle zum Tragen gekommen. Hiervon seien in erster Linie aber die Aktienmärkte belastet gewesen. Die Lage habe sich aber zum Monatsende entspannt, zumal der US-Notenbank-Vorsitzende Jerome Powell auf dem Finanzkongress im US-amerikanischen Jackson Hole das aktuelle Niedrigzinsumfeld bestätigt habe. Am Primärmarkt sei die Entwicklung im August sehr überschaubar gewesen. Aufgrund der Sommerpause seien kaum nennenswerte Neuemissionen zu verzeichnen gewesen.
Mit Blick auf die Zinspolitik der EM-Notenbanken sei im August eine klare Fortsetzung des Aufwärtstrends zu beobachten gewesen. Zahlreiche Zentralbanken hätten ihre Leitsätze erhöht, so etwa in Brasilien, Mexiko und Chile. Letztere habe zum Monatsschluss mit einer Anhebung der Monetary Policy Rate um 0,75 auf nun 1,5 Prozent in der Höhe die Marktteilnehmer überrascht. Auch in Osteuropa habe es weitere Zinsanhebungen gegeben. Neben Tschechien habe auch Ungarn ein weiteres Mal erhöht (0,3 Prozent) und liege jetzt bezüglich seiner Base Rate bei 1,5 Prozent. Zudem habe in Asien die Zentralbank in Südkorea deren Base Rate um 0,25 auf aktuell 0,75 Prozent angehoben.
Bei der Entwicklung der lokalen EM-Währungen hätten im August eindeutig die Gewinner überwogen. Zahlreiche Valuten hätten gegenüber dem Euro aufgewertet. Hierunter der Ungarische Forint, der im Rahmen der Zinserhöhung mit plus 2,7 Prozent zum Euro an der Spitze gelegen habe. Der Chilenische und der Mexikanische Peso hätten hingegen nicht an den Leitzinserhöhungen partizipieren können und 1,5 bzw. 0,5 Prozent gegenüber der Gemeinschaftswährung verloren. (Ausgabe vom 15.09.2021) (20.09.2021/alc/a/a)
Auf Indexebene (J.P. Morgan EMBI Global Diversified-Index) hätten diese im August ein Plus von rund einem Prozent erzielt. Die Risikoaufschläge (Spreads) seien um zwölf auf 344 Basispunkte gefallen.
Mit Blick auf die Zinspolitik der EM-Notenbanken sei im August eine klare Fortsetzung des Aufwärtstrends zu beobachten gewesen. Zahlreiche Zentralbanken hätten ihre Leitsätze erhöht, so etwa in Brasilien, Mexiko und Chile. Letztere habe zum Monatsschluss mit einer Anhebung der Monetary Policy Rate um 0,75 auf nun 1,5 Prozent in der Höhe die Marktteilnehmer überrascht. Auch in Osteuropa habe es weitere Zinsanhebungen gegeben. Neben Tschechien habe auch Ungarn ein weiteres Mal erhöht (0,3 Prozent) und liege jetzt bezüglich seiner Base Rate bei 1,5 Prozent. Zudem habe in Asien die Zentralbank in Südkorea deren Base Rate um 0,25 auf aktuell 0,75 Prozent angehoben.
Bei der Entwicklung der lokalen EM-Währungen hätten im August eindeutig die Gewinner überwogen. Zahlreiche Valuten hätten gegenüber dem Euro aufgewertet. Hierunter der Ungarische Forint, der im Rahmen der Zinserhöhung mit plus 2,7 Prozent zum Euro an der Spitze gelegen habe. Der Chilenische und der Mexikanische Peso hätten hingegen nicht an den Leitzinserhöhungen partizipieren können und 1,5 bzw. 0,5 Prozent gegenüber der Gemeinschaftswährung verloren. (Ausgabe vom 15.09.2021) (20.09.2021/alc/a/a)


