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Anleihen: Sicherheit nicht mehr so wichtig
16.05.25 15:55
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der DAX erklimmt immer neue Hochs, da sind "sichere Häfen" nicht mehr erste Wahl, so die Deutsche Börse AG.
Im Wochenvergleich stünden die Renditen allerdings mehr oder weniger unverändert. "Zuletzt waren es eher politische Ereignisse und insbesondere die Hoffnungen auf Einigungen in Handelsstreitigkeiten mit den USA, die für Bewegung sorgten", bemerke Helaba-Analyst Ralf Umlauf. Nach der Zolleinigung mit China am vergangenen Wochenende seien Neuigkeiten aber ausgeblieben. "Derweil gibt es keinen Grund, an eine schnelle Friedenslösung im Ukraine-Krieg zu glauben."
Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen habe im Wochenverlauf 2,69 Prozent erreicht. Am Freitagmorgen seien es 2,58 Prozent – und damit so viel wie vor einer Woche.
Wegen des Inflationsrückgangs in der Eurozone werde am Markt fest von weiteren Zinssenkungen der EZB ausgegangen. "Da sich der Arbeitsmarkt gut hält und die Inflation nahe am Zielwert der EZB liegt, erwartet ich, dass die EZB die Leitzinsen im Juni und Juli jeweils um weitere 0,25 Prozentpunkte senken wird", erkläre etwa Tim Oechsner, der für die Steubing AG Anleihen handle.
In den USA sei die Lage weniger klar: Die US-Verbraucherpreise seien im April zwar nicht so stark gestiegen wie erwartet, wie am Dienstag dieser Woche bekannt geworden sei. Am Markt gerechnet werde wegen der immer noch steigenden Zölle nun aber mit einer anziehenden Inflation. "Zusammen mit den anderen Zöllen dürfte sich der Durchschnittszoll für alle US-Einfuhren jetzt auf etwa 17 Prozent belaufen", erläutere Commerzbank-Analyst Bernd Weidensteiner. Dies sei weniger, als zwischenzeitlich zu befürchtet, verglichen mit weniger als 3 Prozent vor Amtsantritt Trumps aber immer noch eine drastische Erhöhung. "Dies wird sich in den nächsten Monaten auf die Inflationsrate auswirken."
Für den Handel mit Staats- und staatsnahen Anleihen melde Ochsner gute Umsätze mit Papieren von Portugal mit Laufzeit bis 2032 (PTOTEYOE0031) und des Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM bis März 2026 (EU000A1U9944), die aktuell mit 2,49 und 1,81 Prozent rentieren würden.
Im Geschäft mit Unternehmensanleihen würden weiter die "alten Bekannten" ziehen, wie es Gregor Daniel von der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank formuliere. Ein Beispiel sei die 2031 fällige Mercedes-Benz-Anleihe (DE000A3LH6U5). Neu dabei: Fresenius Medical Care mit Fälligkeit 2028 (XS3036647694). Die Renditen lägen aktuell um 3 Prozent.
"Die Dauerbrenner sind gefragt", erkläre auch Steubing-Händler Oechsner. Als Beispiele nenne er Bonds von VW mit Fälligkeit 2031 (XS2694874533), Eon 2029 (XS2673536541), Siemens 2028 (DE000A1UDWN5) und Deutsche Post 2036 (XS2784415718). Zu aktuellen Kursen würden sich Renditen von 3,63 Prozent, 2,62 Prozent, 2,03 Prozent und 3,53 Prozent ergeben. Arthur Brunner von der ICF Bank berichte von guten Umsätzen in der neuen Anleihe des Berliner Finanzdienstleisters Smava. Diese sei variabel verzinst und läuft bis 2029 (NO0013531590).
Mit der sinkenden Unsicherheit würden sich auch wieder viele Unternehmen mit frischen Anleihen auf den Markt wagen. "Es gab jede Menge Neuemissionen", berichte Brunner. Neues sei diese Woche unter anderem von VW – allerdings mit Stückelung von 100.000 Euro – und BMW mit 1.000 Euro gekommen. Seit heute im Handel bei Walter Ludwig sei der 2031 fällige BMW-Bond mit Kupon von 3,25 Prozent (XS3075490188), wie Daniel melde. Außerdem gebe es eine Tranche bis 2034 und Kupon von 3,75 Prozent (XS3075490261) sowie 2028 und 2,625 Prozent (XS3075491152).
Homann Holzwerkstoffe habe heute die Zinsspanne für die neue, bis 2032 laufende Unternehmensanleihe (NO0013536169) auf 7 bis 7,5 Prozent eingegrenzt, zuvor seien es 6,5 bis 7,5 Prozent gewesen, wie außerdem Daniel erkläre. Die Zeichnungsfrist ende am kommenden Montag um 12.00 Uhr. (16.05.2025/alc/a/a)
Im Wochenvergleich stünden die Renditen allerdings mehr oder weniger unverändert. "Zuletzt waren es eher politische Ereignisse und insbesondere die Hoffnungen auf Einigungen in Handelsstreitigkeiten mit den USA, die für Bewegung sorgten", bemerke Helaba-Analyst Ralf Umlauf. Nach der Zolleinigung mit China am vergangenen Wochenende seien Neuigkeiten aber ausgeblieben. "Derweil gibt es keinen Grund, an eine schnelle Friedenslösung im Ukraine-Krieg zu glauben."
Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen habe im Wochenverlauf 2,69 Prozent erreicht. Am Freitagmorgen seien es 2,58 Prozent – und damit so viel wie vor einer Woche.
Wegen des Inflationsrückgangs in der Eurozone werde am Markt fest von weiteren Zinssenkungen der EZB ausgegangen. "Da sich der Arbeitsmarkt gut hält und die Inflation nahe am Zielwert der EZB liegt, erwartet ich, dass die EZB die Leitzinsen im Juni und Juli jeweils um weitere 0,25 Prozentpunkte senken wird", erkläre etwa Tim Oechsner, der für die Steubing AG Anleihen handle.
Für den Handel mit Staats- und staatsnahen Anleihen melde Ochsner gute Umsätze mit Papieren von Portugal mit Laufzeit bis 2032 (PTOTEYOE0031) und des Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM bis März 2026 (EU000A1U9944), die aktuell mit 2,49 und 1,81 Prozent rentieren würden.
Im Geschäft mit Unternehmensanleihen würden weiter die "alten Bekannten" ziehen, wie es Gregor Daniel von der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank formuliere. Ein Beispiel sei die 2031 fällige Mercedes-Benz-Anleihe (DE000A3LH6U5). Neu dabei: Fresenius Medical Care mit Fälligkeit 2028 (XS3036647694). Die Renditen lägen aktuell um 3 Prozent.
"Die Dauerbrenner sind gefragt", erkläre auch Steubing-Händler Oechsner. Als Beispiele nenne er Bonds von VW mit Fälligkeit 2031 (XS2694874533), Eon 2029 (XS2673536541), Siemens 2028 (DE000A1UDWN5) und Deutsche Post 2036 (XS2784415718). Zu aktuellen Kursen würden sich Renditen von 3,63 Prozent, 2,62 Prozent, 2,03 Prozent und 3,53 Prozent ergeben. Arthur Brunner von der ICF Bank berichte von guten Umsätzen in der neuen Anleihe des Berliner Finanzdienstleisters Smava. Diese sei variabel verzinst und läuft bis 2029 (NO0013531590).
Mit der sinkenden Unsicherheit würden sich auch wieder viele Unternehmen mit frischen Anleihen auf den Markt wagen. "Es gab jede Menge Neuemissionen", berichte Brunner. Neues sei diese Woche unter anderem von VW – allerdings mit Stückelung von 100.000 Euro – und BMW mit 1.000 Euro gekommen. Seit heute im Handel bei Walter Ludwig sei der 2031 fällige BMW-Bond mit Kupon von 3,25 Prozent (XS3075490188), wie Daniel melde. Außerdem gebe es eine Tranche bis 2034 und Kupon von 3,75 Prozent (XS3075490261) sowie 2028 und 2,625 Prozent (XS3075491152).
Homann Holzwerkstoffe habe heute die Zinsspanne für die neue, bis 2032 laufende Unternehmensanleihe (NO0013536169) auf 7 bis 7,5 Prozent eingegrenzt, zuvor seien es 6,5 bis 7,5 Prozent gewesen, wie außerdem Daniel erkläre. Die Zeichnungsfrist ende am kommenden Montag um 12.00 Uhr. (16.05.2025/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 92,382 € | 92,284 € | 0,098 € | +0,11% | 16.04./17:59 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| PTOTEYOE0031 | A3K4CV | 95,05 € | 90,41 € | |
Werte im Artikel




