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Anleihen: Neuer Kalter Krieg wird Märkte langfristig in Schach halten
25.06.19 14:00
OFI Asset Management
Paris (www.anleihencheck.de) - Am 28./29. Juni treffen sich US-Präsident Trump und der chinesische Präsident Xi anlässlich des G20-Gipfels in Japan und wollen erneut einen Versuch unternehmen, den Handelskonflikt zu lösen - Jean-Marie Mercadal, CIO beim französischen Asset Manager OFI, gebe seine Einschätzung zum möglichen Ausgang des Treffens, zu einem neuen Kalten Krieg, einer erwarteten Zinssenkung der FED und deren Auswirkungen auf den US-Anleihemarkt.
Es sei zwar schwer vorherzusagen, wie sich US-Präsident Trump auf dem G20-Gipfel letztendlich verhalten werde. Unterm Strich würden die Experten von OFI Asset Management jedoch davon ausgehen, dass die Verhandlungen um den Zollkonflikt eher positiv verlaufen würden und die Kommunikation zwischen den Präsidenten Trump und Xi einen freundlichen Tonfall haben werde. Denn beide würden ein günstiges Ergebnis brauchen: Trump habe seine Wahlkampagne begonnen und brauche eine starke Wirtschaft sowie starke Finanzmärkte. Chinas Wirtschaft auf der anderen Seite habe an Momentum verloren. Zudem stehe im Oktober dieses Jahres das 70-jährige Jubiläum des kommunistischen Regimes an. Deshalb wolle auch Xi, dass sich Chinas Wirtschaftskraft im besten Licht der Welt präsentiere.
Langfristig gesehen werde der Handelskrieg aus unserer Sicht wohl nicht beigelegt werden. Die Märkte sollten sich auf eine Neuauflage des Kalten Krieges einstellen. Denn beim Zollstreit gehe es im Grunde um die weltweite Vormachtstellung und Einflusssphären, um Wirtschafts- und Finanzkraft, Währungshoheit und technologische Dominanz.
Vor diesem Hintergrund würden die Experten von OFI Asset Management davon ausgehen, dass die US-Notenbank FED die Zinsen im Juli um 25 Basispunkte senken werde. Dies werde weltweit ein positives Signal senden, da die meisten Länder Schuldenberge aufgetürmt hätten. Zinsen auf sehr niedrigem Niveau seien für diese Staaten hilfreich und würden sie davor bewahren, zu straffe haushaltspolitische Zügel anzulegen.
Der Einfluss einer Zinssenkung werde auf die Finanzmärkte aus Sicht der Experten jedoch kaum Auswirkungen haben, da dieser Schritt bereits in die Kurse eingepreist sei. Die Experten von OFI Asset Management würden daher erwarten, dass sich 10-jährige US-Staatsanleihen bei einer Rendite von 2 bis 2,5 Prozent einpendeln würden. Falls die FED die Zinsen wider Erwarten jedoch nicht senken werde, könnte das für die Märkte schmerzhaft werden, und die Renditen von Staatsanleihen könnten steigen.
Von der EZB würden die Experten von OFI Asset Management keinerlei Veränderung des Zinslevels in den kommenden Monaten erwarten. Wenn sich das Wirtschaftswachstum der Eurozone wieder abschwäche, würden die Experten eine Neuauflage des Anleihekaufprogramms, wie EZB-Chef Mario Draghi kürzlich gesagt habe, für möglich halten. Letztendlich hänge diese Entscheidung jedoch vom zukünftigen EZB-Chef ab. (25.06.2019/alc/a/a)
Es sei zwar schwer vorherzusagen, wie sich US-Präsident Trump auf dem G20-Gipfel letztendlich verhalten werde. Unterm Strich würden die Experten von OFI Asset Management jedoch davon ausgehen, dass die Verhandlungen um den Zollkonflikt eher positiv verlaufen würden und die Kommunikation zwischen den Präsidenten Trump und Xi einen freundlichen Tonfall haben werde. Denn beide würden ein günstiges Ergebnis brauchen: Trump habe seine Wahlkampagne begonnen und brauche eine starke Wirtschaft sowie starke Finanzmärkte. Chinas Wirtschaft auf der anderen Seite habe an Momentum verloren. Zudem stehe im Oktober dieses Jahres das 70-jährige Jubiläum des kommunistischen Regimes an. Deshalb wolle auch Xi, dass sich Chinas Wirtschaftskraft im besten Licht der Welt präsentiere.
Vor diesem Hintergrund würden die Experten von OFI Asset Management davon ausgehen, dass die US-Notenbank FED die Zinsen im Juli um 25 Basispunkte senken werde. Dies werde weltweit ein positives Signal senden, da die meisten Länder Schuldenberge aufgetürmt hätten. Zinsen auf sehr niedrigem Niveau seien für diese Staaten hilfreich und würden sie davor bewahren, zu straffe haushaltspolitische Zügel anzulegen.
Der Einfluss einer Zinssenkung werde auf die Finanzmärkte aus Sicht der Experten jedoch kaum Auswirkungen haben, da dieser Schritt bereits in die Kurse eingepreist sei. Die Experten von OFI Asset Management würden daher erwarten, dass sich 10-jährige US-Staatsanleihen bei einer Rendite von 2 bis 2,5 Prozent einpendeln würden. Falls die FED die Zinsen wider Erwarten jedoch nicht senken werde, könnte das für die Märkte schmerzhaft werden, und die Renditen von Staatsanleihen könnten steigen.
Von der EZB würden die Experten von OFI Asset Management keinerlei Veränderung des Zinslevels in den kommenden Monaten erwarten. Wenn sich das Wirtschaftswachstum der Eurozone wieder abschwäche, würden die Experten eine Neuauflage des Anleihekaufprogramms, wie EZB-Chef Mario Draghi kürzlich gesagt habe, für möglich halten. Letztendlich hänge diese Entscheidung jedoch vom zukünftigen EZB-Chef ab. (25.06.2019/alc/a/a)


