Erweiterte Funktionen
Anleihen der EU-Krisenländer weiter gut gesucht
18.01.13 09:09
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Gute Zahlen aus dem Immobiliensektor und vom Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten halten die Risikofreude bei den Anlegern weiter hoch, so die Analysten der Helaba.
Die Stimmungseintrübung bei der Industrie in der Region Philadelphia mit negativen Implikationen für den in der kommenden Woche anstehenden ISM-Index habe nicht gestört. Während Aktienmärkte kräftige Zuwächse verbucht hätten, seien die Kurse qualitativ hochwertiger Staatsanleihen in die Knie gegangen. Am stärksten unter Druck hätten ausgehend von der anhaltenden Schwäche am Euribor-Strip kurze und mittlere Fälligkeiten gestanden. Vor dem Hintergrund zunehmender Risikobereitschaft seien die Versteigerungen spanischer und französischer Staatsanleihen reibungslos verlaufen.
Anleihen der EU-Krisenländer seien mit Ausnahme spanischer Papiere (5,10%/+3 BP) weiter gut gesucht gewesen. Der Zinsvorsprung zehnjähriger italienischer (4,19%) und portugiesischer Titel (6,12%) hätten sich gegenüber deutschen Staatsanleihen um 6 bzw.18 BP ermäßigt. Staatspapiere aus Frankreich (2,175%) und Belgien (2,26%) hätten 1 bzw. 2 BP höher als Bunds rentiert. US-Treasuries hätten ebenfalls Kursverluste verbucht, die heute in Fernost angesichts sehr fester Aktiennotierungen nochmals ausgeweitet würden.
Der Bund-Kontrakt (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) (142,64) habe 76 Stellen verloren, Bobl (ISIN DE0009652651 / WKN 965265) (125,93) und Schatz (110,315) seien 62 bzw. 21 Ticks niedriger aus dem Markt gegangen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sei auf 1,61% gestiegen, der Renditeabstand zwischen zwei- und zehnjährigen Bundesanleihen habe sich auf 139 BP ermäßigt.
Zehnjährige US-Treasuries würden bei 1,88% rentieren, der JGB-Future (144,22) verliere infolge des Anstieges des Nikkei-Index um mehr als 2% 16 Ticks. Wie Reuters melde, wolle die Bank von Japan bei ihrem Treffen in der nächsten Woche den Boden für den Leitzins bei 0,1% aufheben und möglicherweise Banken keine Zinsen mehr für ihre Einlagen bei der Zentralbank zahlen. Der Euro klettere auf 1,3380 US-Dollar, der Preis für das Barrel Öl steige auf 95,60 US-Dollar.
Zum Wochenschluss stünden hierzulande keine marktrelevanten Daten zur Veröffentlichung an. Aus Großbritannien würden die Einzelhandelsumsätze im Dezember (+0,2%/1%) über die Ticker laufen, in den Vereinigten Staaten gebe die Umfrage der University of Michigan Aufschluss über die Stimmung bei den Verbrauchern im Januar (75 nach 72,9). Gute Zahlen kämen auch aus China. So sei das Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartalgegenüber dem Vorjahr um 7,9% gestiegen, die Industrieproduktion habe im Dezember mit einem Plus von 10,3% über den Erwartungen gelegen.
Am Primärmarkt stünden heute keine Transaktionen staatlicher europäischer Schuldner auf der Agenda. Auch in der kommenden Woche würden einzig die Niederlande eine Aufstockung der im Januar 2018 fälligen DSL um 1,5 bis 2,5 Mrd. Euro planen. Großbritannien versteigere zehnjährige Gilts, das amerikanische Schatzamt zehnjährige TIPS.
Die EIB habe eine fünfeinhalbjährige Anleihe im Volumen von 5 Mrd. Euro bei Midswap -1 BP platziert.
BBVA (ISIN ES0113211835 / WKN 875773) habe zehnjährige Cèdulas Hipotecarias im Volumen von 1 Mrd. Euro bei Midswap +215 BP am Markt untergebracht. Das Land NRW habe eine Anleihe mit Fälligkeit September 2022 um 300 Mio. Euro bei Midswap +18 BP aufgestockt. Die Deutsche Kreditbank komme in Kürze mit einem fünfjährigen Öffentlichen Pfandbrief im Volumen von 500 Mio. Euro. (18.01.2013/alc/a/a)
Die Stimmungseintrübung bei der Industrie in der Region Philadelphia mit negativen Implikationen für den in der kommenden Woche anstehenden ISM-Index habe nicht gestört. Während Aktienmärkte kräftige Zuwächse verbucht hätten, seien die Kurse qualitativ hochwertiger Staatsanleihen in die Knie gegangen. Am stärksten unter Druck hätten ausgehend von der anhaltenden Schwäche am Euribor-Strip kurze und mittlere Fälligkeiten gestanden. Vor dem Hintergrund zunehmender Risikobereitschaft seien die Versteigerungen spanischer und französischer Staatsanleihen reibungslos verlaufen.
Anleihen der EU-Krisenländer seien mit Ausnahme spanischer Papiere (5,10%/+3 BP) weiter gut gesucht gewesen. Der Zinsvorsprung zehnjähriger italienischer (4,19%) und portugiesischer Titel (6,12%) hätten sich gegenüber deutschen Staatsanleihen um 6 bzw.18 BP ermäßigt. Staatspapiere aus Frankreich (2,175%) und Belgien (2,26%) hätten 1 bzw. 2 BP höher als Bunds rentiert. US-Treasuries hätten ebenfalls Kursverluste verbucht, die heute in Fernost angesichts sehr fester Aktiennotierungen nochmals ausgeweitet würden.
Der Bund-Kontrakt (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) (142,64) habe 76 Stellen verloren, Bobl (ISIN DE0009652651 / WKN 965265) (125,93) und Schatz (110,315) seien 62 bzw. 21 Ticks niedriger aus dem Markt gegangen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sei auf 1,61% gestiegen, der Renditeabstand zwischen zwei- und zehnjährigen Bundesanleihen habe sich auf 139 BP ermäßigt.
Zum Wochenschluss stünden hierzulande keine marktrelevanten Daten zur Veröffentlichung an. Aus Großbritannien würden die Einzelhandelsumsätze im Dezember (+0,2%/1%) über die Ticker laufen, in den Vereinigten Staaten gebe die Umfrage der University of Michigan Aufschluss über die Stimmung bei den Verbrauchern im Januar (75 nach 72,9). Gute Zahlen kämen auch aus China. So sei das Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartalgegenüber dem Vorjahr um 7,9% gestiegen, die Industrieproduktion habe im Dezember mit einem Plus von 10,3% über den Erwartungen gelegen.
Am Primärmarkt stünden heute keine Transaktionen staatlicher europäischer Schuldner auf der Agenda. Auch in der kommenden Woche würden einzig die Niederlande eine Aufstockung der im Januar 2018 fälligen DSL um 1,5 bis 2,5 Mrd. Euro planen. Großbritannien versteigere zehnjährige Gilts, das amerikanische Schatzamt zehnjährige TIPS.
Die EIB habe eine fünfeinhalbjährige Anleihe im Volumen von 5 Mrd. Euro bei Midswap -1 BP platziert.
BBVA (ISIN ES0113211835 / WKN 875773) habe zehnjährige Cèdulas Hipotecarias im Volumen von 1 Mrd. Euro bei Midswap +215 BP am Markt untergebracht. Das Land NRW habe eine Anleihe mit Fälligkeit September 2022 um 300 Mio. Euro bei Midswap +18 BP aufgestockt. Die Deutsche Kreditbank komme in Kürze mit einem fünfjährigen Öffentlichen Pfandbrief im Volumen von 500 Mio. Euro. (18.01.2013/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,717 € | 125,3577 € | 0,3593 € | +0,29% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |
Werte im Artikel




