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Anleihen: Chancen trotz Gegenwind!


15.11.13 10:49
StarCapital

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die letzten 30 Jahre bescherten den Besitzern von festverzinslichen Wertpapieren paradiesische Zustände, so die Experten von StarCapital in ihrer aktuellen Ausgabe von "StarInvest".

Neben einer recht üppigen Rendite dank des Coupons seien noch regelmäßig satte Kursgewinne aufgrund der sinkenden Zinsen hinzu gekommen. Doch diese Zeiten seien leider vorbei. Wenn nicht alles täuscht, liegt das Zinstief hinter uns, und wir befinden uns in einem neuen langfristigen Zyklus mit tendenziell steigenden Zinsen, so die Experten von StarCapital.

Dafür gebe es mehrere Ursachen. Zum einen hätten die Zinsen historische Tiefststände erreicht, die so nicht haltbar seien. So würden zum Beispiel fünfjährige Bundesanleihen nur noch eine magere Rendite von 0,7% pro Jahr bringen. Nach Steuern und Inflation bleibe eine negative Realrendite, die permanent die Kaufkraft des eingesetzten Kapitals verzehre. Zum anderen hätten die Staatsschulden in den meisten Ländern inzwischen ein Niveau erreicht, das die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) für untragbar halte. Immer mehr Staaten würden ihre gute Bonität verlieren und würden herunter geratet (wie zuletzt Frankreich).

Leider habe die lange Zeit, in der man mit Anleihen auf relativ sichere Art satte Renditen habe einfahren können, viele Anleger sorglos und bequem gemacht. Sie hätten ihre Rentenbestände kräftig aufgestockt und seien damit beängstigende Klumpenrisiken eingegangen. So hätten zum Beispiel die deutschen Versicherungen über 80% des ihnen anvertrauten Geldes in festverzinslichen "Wertpapieren" angelegt.

Auch viele Banken würden über extrem hohe Bestände an Staatsanleihen verfügen, die größtenteils über EZB-Kredite fremdfinanziert seien und die nicht wie bei anderen Anlagen mit Eigenkapitalreserven hinterlegt werden müssten. Staaten wie China und Japan hätten große Teile ihrer Währungsreserven in amerikanischen T-Bonds angelegt - und zwar weit über 2000 Mrd. Dollar. Dies alles sei fatal in einem Umfeld, in dem die ersten Anleger beginnen würden, ihre Anleihebestände abzubauen.

Den Anleiheinvestoren werde in den nächsten Jahren also der Wind ins Gesicht blasen. Mit dem gewohnten Anlageverhalten, nämlich gute Anleihen kaufen und auf Verfall zu halten, würden keine Gewinne mehr möglich sein. Zumal auch Unternehmensanleihen mit Investment-Grade keine nennenswerten Renditeaufschläge mehr aufweisen würden. Es sei keine Kunst, die Prognose zu wagen, dass deshalb auch die meisten Rentenfonds ein Problem bekommen würden.

Das Rentenmanagement von StarCapital sei spezialisiert auf die Bewältigung schwieriger Rentenmärkte. So hätten die Experten schon in den Baissejahren 1994 und 1998 für ihre Anleger größere Verluste vermeiden können. Wie die Experten arbeiten würden, wollten sie im Folgenden kurz umreißen.

Die Experten seien antizyklische Anleger, d. h., sie würden in Niedrigzinsphasen die durchschnittliche Restlaufzeit ihrer Anleihen um das Zinsänderungsrisiko reduzieren, möglichst klein zu halten.

Mit ihrem aktiven Durationsmanagement würden die Experten darüber hinaus Anleihebestände bei deutlich steigenden Zinsen über den Verkauf von Zinsfutures absichern. Auch dies verringere das Zinsänderungsrisiko.

Positive Renditen würden die Experten auch weiterhin mit dem Erwerb von "Fallen Angels" erwarten. Dies seien Unternehmensanleihen, die aus dem Investment-Grade-Bereich abgestuft würden auf ein BB-Rating. Hier würden sich oft günstige Einstiegschancen bieten, weil die meisten institutionellen Anleger aus gesetzlichen Gründen oder aufgrund ihrer Statuten solche Anleihen verkaufen müssten.

Da sich das Bonitätsniveau bei Staats- und Unternehmensanleihen in den letzten Jahren ohnehin um eine Stufe abgesenkt habe (es gebe kaum mehr AAA-Anleihen), würden Bonds mit einem BB-Rating immer noch über eine ausreichend gute Bonität verfügen und das Ausfallrisiko sei gering. Bei der Fallen-Angel-Strategie würden die Experten über langjährige Erfahrung verfügen.

Auch wenn einem der Wind an den Rentenmärkten ins Gesicht blase, würden festverzinsliche Wertpapiere für die meisten Anleger doch ein unverzichtbarer Baustein in ihrer Vermögensanlage bleiben, zumal viele das mit Aktien verbundene Risiko scheuen würden. Da die bevorstehende Erholung der Weltwirtschaft wahrscheinlich recht schwach ausfällt und wir in einem eher deflatorischen Umfeld leben, kann man mit Anleihen durchaus Geld verdienen, wenn man die richtigen Rentenfonds hat, so die Experten von StarCapital.

Die Experten würden in diesem Zusammenhang nochmals auf ihren defensiven Vermögensfonds "StarCap Winbonds+" verweisen, der überwiegend in Anleihen investiere, aber auch eine kleine Aktienquote (bis maximal 20%) beimischen dürfe. Nach einem Wertzuwachs von 14,2% in 2012 habe er auch im bisherigen Jahresverlauf mit einem Plus von 4,8% überzeugen können.

Wer ein reines Anleiheinvestment suche, der sei auf die internationalen Rentenfonds der Experten "StarCapital Argos" und "StarCapital Bondvalue UI" hingewiesen. Insbesondere der Argos verfüge über eine extrem hohe Flexibilität und habe sich auch dieses Jahr im Zinsmanagement wacker geschlagen. (Ausgabe November 2013) (15.11.2013/alc/a/a)