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Anleihen: "Bund-Renditen in etablierter Spanne"
08.08.25 16:20
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Viel Bewegung am Aktien-, wenig Bewegung am Anleihemarkt - der Trend der Vorwoche setzt sich fort, so die Deutsche Börse AG.
"Die Renditen treten auf der Stelle", berichte Anleihehändler Arthur Brunner von der ICF Bank. Die Umsätze seien dünn. "Anleger halten sich wegen der geopolitischen Unsicherheiten zurück."
Am Freitagmittag liege die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen bei 2,65 Prozent - nach 2,72 Prozent vor einer Woche. "Die Renditen an den europäischen Staatsanleihemärkten seien zuletzt zwar wieder leicht gefallen, bewegten sich jedoch weiterhin aufgrund des dünnen Datenkalenders in der seit Wochen etablierten Spanne zwischen 2,6 und 2,7 Prozent", stelle Commerzbank-Analyst Bernd Weidensteiner fest. "Dies dürfte sich kommende Woche fortsetzen, da im Euroraum nur wenige Datenpunkte auf der Agenda stünden", ergänze er.
In den USA würden kommende Woche hingegen die neuesten Inflationszahlen veröffentlicht, die Signale bezüglich der weiteren Leitzinsentwicklung liefern könnten. "Die Märkte stellen sich immer mehr auf eine Zinssenkung im September ein", erkläre Brunner. Das zeige auch der deutliche Rückgang der Renditen für zweijährige Treasuries von 3,95 Prozent Anfang August auf jetzt 3,73 Prozent. Commerzbank-Analyst Weidensteiner zufolge würden nach den schwachen US-Arbeitsmarktdaten immer mehr US-Notenbankmitglieder auf Zinssenkungskurs einschwenken. Zwei Gouverneure hätten bereits auf der letzten Sitzung für Zinssenkungen plädiert. Nun hätten sich drei weitere besorgt über die Lage am Arbeitsmarkt gezeigt.
Auch bezüglich der Zinsen im Euroraum würden die Spekulationen weiter gehen. Die DekaBank erwarte keine weiteren Senkungen bei den Sitzungen im September und Oktober. "Bei ihrer Ratssitzung am 24. Juli hat die EZB die Leitzinsen unverändert gelassen und die Hürden für weitere Zinsschritte deutlich höher gelegt", erkläre Analyst Joachim Schallmayer. Erst im Dezember dürfte die EZB mit einer weiteren Senkung auf den nachlassenden Preisauftrieb und das schwache Wachstum reagieren.
Im Handel mit Unternehmensanleihen kämen Bonds von Mercedes-Benz (ISIN DE000A3LH6U5) und MTU Aero Engines (ISIN XS2887896574) gut an, wie Gregor Daniel von der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank melde. Beide seien 2031 fällig, die Renditen lägen aktuell um 3 Prozent. Auch der schon im November fällige Bond des Wiener Immobilienentwicklers UBM Development (ISIN AT0000A2AX04) - aktuelle Rendite 5,53 Prozent - sei beliebt. Ge- und verkauft werde die im April 2026 fällige Otto-Anleihe mit aktuell 2,52 Prozent (ISIN XS1979274708).
Auf den Verkaufslisten stehe dem Händler zufolge hingegen die im Juli emittierte Anleihe des Biosimilar-Entwicklers Formycon. Diese laufe bis 2029 und werfe aktuell 9,35 Prozent ab (ISIN NO0013586024). "Nachrichten dazu gibt es nicht", bemerke der Händler. Brunner melde Käufe für Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig mit Laufzeit bis 2027 und aktuell 8 Prozent (ISIN DE000A30VUP4) und Hörmann Industries bis 2028 und 4,04 Prozent (ISIN NO0012938325). Zwischenzeitlich unter Druck geraten seien Bonds des Entwicklers von Erneuerbare-Energien-Projekten SoWiTec mit Fälligkeit 2028 und aktuell 15,2 Prozent (ISIN DE000A30V6L2).
Am Neuemissionsmarkt sei es jahreszeitbedingt ruhig. Katjes International habe diese Woche erfolgreich ihre bestehende, 2028 fällige Unternehmensanleihe (ISIN NO0012888769) um 70 Millionen aufgestockt, wie ICF-Händler Brunner berichte. Die Mittel würden der Finanzierung der 60 Prozent-Beteiligung an der Willy Bogner GmbH dienen. "Scheitert der Deal, wird die Aufstockung zurückgezahlt", erkläre Brunner. Die neue Tranche werde temporär unter einer separaten ISIN (ISIN NO0013627927) geführt und mit Abschluss der Bogner-Transaktion mit der bestehenden Anleihe zusammengeführt, voraussichtlich in der ersten Septemberhälfte. Die "alte" Anleihe werde aktuell zu 106,45 Prozent gehandelt. (08.08.2025/alc/a/a)
"Die Renditen treten auf der Stelle", berichte Anleihehändler Arthur Brunner von der ICF Bank. Die Umsätze seien dünn. "Anleger halten sich wegen der geopolitischen Unsicherheiten zurück."
Am Freitagmittag liege die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen bei 2,65 Prozent - nach 2,72 Prozent vor einer Woche. "Die Renditen an den europäischen Staatsanleihemärkten seien zuletzt zwar wieder leicht gefallen, bewegten sich jedoch weiterhin aufgrund des dünnen Datenkalenders in der seit Wochen etablierten Spanne zwischen 2,6 und 2,7 Prozent", stelle Commerzbank-Analyst Bernd Weidensteiner fest. "Dies dürfte sich kommende Woche fortsetzen, da im Euroraum nur wenige Datenpunkte auf der Agenda stünden", ergänze er.
Auch bezüglich der Zinsen im Euroraum würden die Spekulationen weiter gehen. Die DekaBank erwarte keine weiteren Senkungen bei den Sitzungen im September und Oktober. "Bei ihrer Ratssitzung am 24. Juli hat die EZB die Leitzinsen unverändert gelassen und die Hürden für weitere Zinsschritte deutlich höher gelegt", erkläre Analyst Joachim Schallmayer. Erst im Dezember dürfte die EZB mit einer weiteren Senkung auf den nachlassenden Preisauftrieb und das schwache Wachstum reagieren.
Im Handel mit Unternehmensanleihen kämen Bonds von Mercedes-Benz (ISIN DE000A3LH6U5) und MTU Aero Engines (ISIN XS2887896574) gut an, wie Gregor Daniel von der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank melde. Beide seien 2031 fällig, die Renditen lägen aktuell um 3 Prozent. Auch der schon im November fällige Bond des Wiener Immobilienentwicklers UBM Development (ISIN AT0000A2AX04) - aktuelle Rendite 5,53 Prozent - sei beliebt. Ge- und verkauft werde die im April 2026 fällige Otto-Anleihe mit aktuell 2,52 Prozent (ISIN XS1979274708).
Auf den Verkaufslisten stehe dem Händler zufolge hingegen die im Juli emittierte Anleihe des Biosimilar-Entwicklers Formycon. Diese laufe bis 2029 und werfe aktuell 9,35 Prozent ab (ISIN NO0013586024). "Nachrichten dazu gibt es nicht", bemerke der Händler. Brunner melde Käufe für Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig mit Laufzeit bis 2027 und aktuell 8 Prozent (ISIN DE000A30VUP4) und Hörmann Industries bis 2028 und 4,04 Prozent (ISIN NO0012938325). Zwischenzeitlich unter Druck geraten seien Bonds des Entwicklers von Erneuerbare-Energien-Projekten SoWiTec mit Fälligkeit 2028 und aktuell 15,2 Prozent (ISIN DE000A30V6L2).
Am Neuemissionsmarkt sei es jahreszeitbedingt ruhig. Katjes International habe diese Woche erfolgreich ihre bestehende, 2028 fällige Unternehmensanleihe (ISIN NO0012888769) um 70 Millionen aufgestockt, wie ICF-Händler Brunner berichte. Die Mittel würden der Finanzierung der 60 Prozent-Beteiligung an der Willy Bogner GmbH dienen. "Scheitert der Deal, wird die Aufstockung zurückgezahlt", erkläre Brunner. Die neue Tranche werde temporär unter einer separaten ISIN (ISIN NO0013627927) geführt und mit Abschluss der Bogner-Transaktion mit der bestehenden Anleihe zusammengeführt, voraussichtlich in der ersten Septemberhälfte. Die "alte" Anleihe werde aktuell zu 106,45 Prozent gehandelt. (08.08.2025/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 39,20 € | 36,729 € | - € | 0,00% | 17.04./08:15 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE000A30V6L2 | A30V6L | 91,00 € | 27,00 € | |
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