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Anleihen 2026: Bundrenditen rauf, US-Renditen runter
05.01.26 09:21
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Die EZB dürfte die Leitzinsen für eine längere Phase unverändert lassen, die Argumente für Zinserhöhungen und Zinssenkungen halten sich derzeit die Waage, so die Analysten der NORD/LB in ihrer aktuellen Ausgabe von "NORD/LB am Morgen".
Angesichts der deutschen Fiskalwende dürfte sich der neutrale Zins nach oben verschieben. Marktspekulationen auf eine Zinserhöhung bereits im zweiten Halbjahr würden die Analysten der NORD/LB jedoch für übertrieben halten. Für die Kapitalmarktzinsen (10J Bund) würden sie mittelfristig eine Fortsetzung der Aufwärtstendenz erwarten. Auch wegen der Auswirkungen der niederländischen Pensionsreform auf die Bond- und Swapmärkte - insbesondere bei langen Laufzeiten - dürfte sich die Zinskurve weiter versteilern. Für Ende 2026 würden die Analysten der NORD/LB mit Bundrenditen (10J) um 3,00% rechnen, trotz der erwarteten Abwärtstendenz bei US-Zinsen. Allerdings würden im Jahresverlauf auch neue politische Unwägbarkeiten lauern (US-Midterms, deutsche Landtagswahlen, Vorwahlkampf Frankreich). Daher sei auch mit einer Phase erhöhter Volatilität und möglicherweise temporären Effekten auf Safe-Haven-Assets zu rechnen.
Trotz der positiven BIP-Zahlen für Q3 2025 dürfte die Fed auch 2026 unter Zugzwang stehen. Die US-Ökonomie profitiere zwar weiter vom KI-Boom, doch die Notenbanker in Washington würden sich zunehmend um den Arbeitsmarkt sorgen und "makroökonomisches Risikomanagement" betreiben. Angesichts des drohenden Inflationsanstiegs sollte die Strategie kleiner Zinssenkungen beibehalten werden. Mit neuem Notenbankchef und Beruhigung an der Preisfront könnte die obere Grenze der Fed Funds Target Rate bis Q3 2026 auf 3,00% fallen. Die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen lägen derzeit knapp über der Marke von 4,00%; mit sinkenden Leitzinsen dürfte dieser Wert 2026 unterschritten werden. Niedrigere Kapitalmarktzinsen könnten vor allem die Stimmung am US-Immobilienmarkt stützen. (05.01.2026/alc/a/a)
Angesichts der deutschen Fiskalwende dürfte sich der neutrale Zins nach oben verschieben. Marktspekulationen auf eine Zinserhöhung bereits im zweiten Halbjahr würden die Analysten der NORD/LB jedoch für übertrieben halten. Für die Kapitalmarktzinsen (10J Bund) würden sie mittelfristig eine Fortsetzung der Aufwärtstendenz erwarten. Auch wegen der Auswirkungen der niederländischen Pensionsreform auf die Bond- und Swapmärkte - insbesondere bei langen Laufzeiten - dürfte sich die Zinskurve weiter versteilern. Für Ende 2026 würden die Analysten der NORD/LB mit Bundrenditen (10J) um 3,00% rechnen, trotz der erwarteten Abwärtstendenz bei US-Zinsen. Allerdings würden im Jahresverlauf auch neue politische Unwägbarkeiten lauern (US-Midterms, deutsche Landtagswahlen, Vorwahlkampf Frankreich). Daher sei auch mit einer Phase erhöhter Volatilität und möglicherweise temporären Effekten auf Safe-Haven-Assets zu rechnen.
Trotz der positiven BIP-Zahlen für Q3 2025 dürfte die Fed auch 2026 unter Zugzwang stehen. Die US-Ökonomie profitiere zwar weiter vom KI-Boom, doch die Notenbanker in Washington würden sich zunehmend um den Arbeitsmarkt sorgen und "makroökonomisches Risikomanagement" betreiben. Angesichts des drohenden Inflationsanstiegs sollte die Strategie kleiner Zinssenkungen beibehalten werden. Mit neuem Notenbankchef und Beruhigung an der Preisfront könnte die obere Grenze der Fed Funds Target Rate bis Q3 2026 auf 3,00% fallen. Die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen lägen derzeit knapp über der Marke von 4,00%; mit sinkenden Leitzinsen dürfte dieser Wert 2026 unterschritten werden. Niedrigere Kapitalmarktzinsen könnten vor allem die Stimmung am US-Immobilienmarkt stützen. (05.01.2026/alc/a/a)


