Erweiterte Funktionen
Der Anlauf zur Ablösung von Obamacare im Repräsentantenhaus war erfolgreich
05.05.17 09:30
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Nun kann die US-Administration ihren ersten größeren Erfolg verbuchen: Obamacare wurde mit einer Mehrheit von zwei Stimmen durch das Repräsentantenhaus nach zähen Verhandlungen gestern Nachmittag gekippt, so die Analysten der National-Bank AG.
Nun sei das Gesetz an den Senat weitergereicht worden, und die nächste Runde der Verhandlungen werde beginnen, denn im Senat sei die Ablehnung gegen den nun vorliegenden Entwurf aus den Reihen der Republikaner groß. Dementsprechend werde es wahrscheinlich noch Wochen, wenn nicht sogar Monate dauern, bis es zwischen beiden Kammern des Kongresses eine Einigung gebe. Immerhin dürfte nun die Hoffnung wieder aufleben, die Trump-Regierung könne vielleicht doch etwas von dem Versprochenen liefern, sodass die Investoren wieder auf mehr Risiko setzen würden.
Schließlich würden sich die politischen Risiken in Europa ebenfalls zu reduzieren scheinen. Nach den jüngsten Umfragen habe Emmanuel Macron seinen Vorsprung gegenüber Marine Le Pen halten können, sodass die Gefahr eines unerwünschten Ausgangs der Wahl zum neuen französischen Präsidenten gering sei. Auch das habe gestern bereits für entsprechende Reaktionen gesorgt: Bunds hätten kräftig Federn lassen müssen. Während die Aktienmärkte erheblich hätten zulegen können.
Heute würden neben der Vorbereitung auf die Präsidentschaftswahl in Frankreich, die ihren Schrecken verloren habe, vor allem die US-Arbeitsmarktdaten sowie die zahlreichen Aussagen der US-Notenbanker im Fokus stehen. Die Entwicklung von Produktivität und Lohnstückkosten in den USA würden durchaus die Prognose zulassen, dass der US-Arbeitsmarktbericht bei der Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne mit einer Überraschung aufwarten könne. Und das dürfte dann wieder die US-Notenbanker auf den Plan rufen.
Diese hätten heute sowieso eine sehr gute Gelegenheit, die Investoren auf das unvermeidlichen einzustimmen: Weitere Leitzinserhöhungen und sehr wahrscheinlich im Juni ein nächster Schritt. Zugleich könnte es vielleicht den einen oder anderen Hinweis geben, wie weit die Überlegungen zum Abbau der Notenbankbilanz vorangeschritten seien. Schließlich dürfte das Thema auf der letzten FOMC-Tagung gewesen sein, auch wenn sich davon nichts in der Presseerklärung wieder gefunden habe. Obwohl sich Janet Yellen anlässlich ihres Auftritts kaum mit volkswirtschaftlichen Themen beschäftigen werde, könnte sie die Gelegenheit dafür doch nutzen und zumindest einen kleinen Abstecher zu diesen Themen in ihrer Ansprache unternehmen.
Neben der Wahl in Frankreich könnte das Griechenlandthema von Interesse sein. Abgesehen von den reduzierten politischen Risiken wegen der stabilen Umfrageergebnisse von Macron dürfte die europäische Peripherie davon profitieren, dass es mit Griechenland eine Einigung gebe. In trockenen Tüchern sei diese jedoch nicht, denn der IWF sei finanziell nicht an Bord, und die griechische Regierung beharre nun als Gegenleistung auf Schuldenerleichterungen. Entsprechende Vorschläge sollten zwar erarbeitet worden sein. Das "nein" aus Deutschland und vermutlich nicht nur aus Deutschland stehe dazu jedoch. Die Hängepartie gehe weiter.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte wenig verändert in den Tag starten. Die Investoren dürften sich mit Blick auf den US-Arbeitsmarktbericht und den Reden der US-Notenbanker in Zurückhaltung üben. Im Tagesverlauf würden Verluste drohen, und der Bund-Future sollte sich zwischen 160,15 und 161,55 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,30 und 2,44% schwanken. (05.05.2017/alc/a/a)
Nun sei das Gesetz an den Senat weitergereicht worden, und die nächste Runde der Verhandlungen werde beginnen, denn im Senat sei die Ablehnung gegen den nun vorliegenden Entwurf aus den Reihen der Republikaner groß. Dementsprechend werde es wahrscheinlich noch Wochen, wenn nicht sogar Monate dauern, bis es zwischen beiden Kammern des Kongresses eine Einigung gebe. Immerhin dürfte nun die Hoffnung wieder aufleben, die Trump-Regierung könne vielleicht doch etwas von dem Versprochenen liefern, sodass die Investoren wieder auf mehr Risiko setzen würden.
Schließlich würden sich die politischen Risiken in Europa ebenfalls zu reduzieren scheinen. Nach den jüngsten Umfragen habe Emmanuel Macron seinen Vorsprung gegenüber Marine Le Pen halten können, sodass die Gefahr eines unerwünschten Ausgangs der Wahl zum neuen französischen Präsidenten gering sei. Auch das habe gestern bereits für entsprechende Reaktionen gesorgt: Bunds hätten kräftig Federn lassen müssen. Während die Aktienmärkte erheblich hätten zulegen können.
Diese hätten heute sowieso eine sehr gute Gelegenheit, die Investoren auf das unvermeidlichen einzustimmen: Weitere Leitzinserhöhungen und sehr wahrscheinlich im Juni ein nächster Schritt. Zugleich könnte es vielleicht den einen oder anderen Hinweis geben, wie weit die Überlegungen zum Abbau der Notenbankbilanz vorangeschritten seien. Schließlich dürfte das Thema auf der letzten FOMC-Tagung gewesen sein, auch wenn sich davon nichts in der Presseerklärung wieder gefunden habe. Obwohl sich Janet Yellen anlässlich ihres Auftritts kaum mit volkswirtschaftlichen Themen beschäftigen werde, könnte sie die Gelegenheit dafür doch nutzen und zumindest einen kleinen Abstecher zu diesen Themen in ihrer Ansprache unternehmen.
Neben der Wahl in Frankreich könnte das Griechenlandthema von Interesse sein. Abgesehen von den reduzierten politischen Risiken wegen der stabilen Umfrageergebnisse von Macron dürfte die europäische Peripherie davon profitieren, dass es mit Griechenland eine Einigung gebe. In trockenen Tüchern sei diese jedoch nicht, denn der IWF sei finanziell nicht an Bord, und die griechische Regierung beharre nun als Gegenleistung auf Schuldenerleichterungen. Entsprechende Vorschläge sollten zwar erarbeitet worden sein. Das "nein" aus Deutschland und vermutlich nicht nur aus Deutschland stehe dazu jedoch. Die Hängepartie gehe weiter.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte wenig verändert in den Tag starten. Die Investoren dürften sich mit Blick auf den US-Arbeitsmarktbericht und den Reden der US-Notenbanker in Zurückhaltung üben. Im Tagesverlauf würden Verluste drohen, und der Bund-Future sollte sich zwischen 160,15 und 161,55 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,30 und 2,44% schwanken. (05.05.2017/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,3206 € | 125,717 € | -0,3964 € | -0,32% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


