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Alles normal in den USA
11.09.24 13:00
MFS Investment Management
Boston (www.anleihencheck.de) - Die jüngsten Korrekturen an den Börsen haben zwar handfeste Gründe, Anlass zu Panik sind sie dennoch nicht, sagt Benoit Anne, Anleiheexperte bei MFS Investment Management.
Schlechte Daten würden inzwischen wieder als schlechte Nachrichten wahrgenommen - die Zahlen vom US-Arbeitsmarkt seien nur mittelmäßig gewesen, und der Markt habe reagiert. Das Drehbuch sei bekannt: Anleger würden befürchten, Zinssenkungen der FED könnten zu spät kommen, oder neudeutsch, hinter der Kurve bleiben. Die bislang ausbleibende Reaktion der Geldpolitik werde dahingehend gedeutet, die USA könnten doch noch in eine Rezession abrutschen. In der Folge sahen wir eine Minikorrektur bei risikoreichen Anlagen und eine erhöhte Marktvolatilität, so die Experten von MFS Investment Management.
Ein Grund zur Panik sei das jedoch nicht. Natürlich befinde sich der US-Arbeitsmarkt im Anpassungsmodus, aber er zeige keine Anzeichen ernsthafter Belastung, die eine bevorstehende Rezession nahelegen könnten. Außerdem würden die meisten Indikatoren darauf hindeuten, dass es Verbrauchern und Konsum weiterhin gut gehe. Die Fundamentaldaten der Unternehmen seien nach wie vor mehr als ausreichend, auch unter dem Gesichtspunkt der Gewinndynamik.
Außerdem habe sich die US-Zinsstrukturkurve wieder umgekehrt und weise eine positive Steigung auf - zum ersten Mal seit Anfang Juli 2022. Das sei eine gute Nachricht, denn eine positiv geneigte Zinsstrukturkurve sei der Normalfall und jedes Anzeichen einer Normalisierung sei willkommen. Es signalisiere, dass der Markt eine Lockerung der Geldpolitik erwarte und/oder zuversichtlicher in Bezug auf die makroökonomischen Aussichten sei. Die Experten könnten insgesamt also nach wie vor von einer weichen Landung der US-Konjunktur ausgehen. Das sei das beste Makroszenario sowohl für festverzinsliche als auch für risikoreiche Anlagen.
Für Anleiheinvestoren sei von besonderer Bedeutung, dass eine normalisierte Zinsstrukturkurve erhebliche Auswirkungen auf die Kurvenpositionierung habe, da die Bewertung des längeren Endes auf relativer Basis gegenüber dem vorderen Ende wiederhergestellt werde. Mit anderen Worten: Der Renditevorteil des vorderen Endes sei verschwunden. (11.09.2024/alc/a/a)
Schlechte Daten würden inzwischen wieder als schlechte Nachrichten wahrgenommen - die Zahlen vom US-Arbeitsmarkt seien nur mittelmäßig gewesen, und der Markt habe reagiert. Das Drehbuch sei bekannt: Anleger würden befürchten, Zinssenkungen der FED könnten zu spät kommen, oder neudeutsch, hinter der Kurve bleiben. Die bislang ausbleibende Reaktion der Geldpolitik werde dahingehend gedeutet, die USA könnten doch noch in eine Rezession abrutschen. In der Folge sahen wir eine Minikorrektur bei risikoreichen Anlagen und eine erhöhte Marktvolatilität, so die Experten von MFS Investment Management.
Außerdem habe sich die US-Zinsstrukturkurve wieder umgekehrt und weise eine positive Steigung auf - zum ersten Mal seit Anfang Juli 2022. Das sei eine gute Nachricht, denn eine positiv geneigte Zinsstrukturkurve sei der Normalfall und jedes Anzeichen einer Normalisierung sei willkommen. Es signalisiere, dass der Markt eine Lockerung der Geldpolitik erwarte und/oder zuversichtlicher in Bezug auf die makroökonomischen Aussichten sei. Die Experten könnten insgesamt also nach wie vor von einer weichen Landung der US-Konjunktur ausgehen. Das sei das beste Makroszenario sowohl für festverzinsliche als auch für risikoreiche Anlagen.
Für Anleiheinvestoren sei von besonderer Bedeutung, dass eine normalisierte Zinsstrukturkurve erhebliche Auswirkungen auf die Kurvenpositionierung habe, da die Bewertung des längeren Endes auf relativer Basis gegenüber dem vorderen Ende wiederhergestellt werde. Mit anderen Worten: Der Renditevorteil des vorderen Endes sei verschwunden. (11.09.2024/alc/a/a)


