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Aktienanleihe Classic auf Zalando: Auf Wachstum fokussiert - Anleiheanalyse
06.10.16 09:30
DZ BANK
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von Zalando eine Aktienanleihe Classic (ISIN DE000DGM4AE7 / WKN DGM4AE) mit dem Basiswert Zalando vor.
Zwei Jahre sei es her, dass Zalando den Gang an die Börse gewagt habe. Bekannt geworden sei der Online-Händler nicht nur durch sein breites Angebot an Mode, Schuhen, Accessoires und Beauty-Produkten, sondern auch durch seine Werbespots mit einer vor Begeisterung schreienden Kundschaft. An der Börse habe sich die Begeisterung für die Aktie zunächst in Grenzen gehalten. Doch die jüngsten Quartalszahlen und ein angehobener Ausblick seien auch bei Investoren gut angekommen.
Im zweiten Quartal 2016 habe Zalando gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Anstieg der Umsätze um 25% auf 916,4 Mio. Euro (Q2/2015: 733,0 Mio. Euro) verbucht. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sei von 30,2 auf 80,9 Mio. Euro geklettert, die bereinigte EBIT-Marge habe sich von 4,1% auf 8,8% verbessert. Ausschlaggebend für die sehr gute Entwicklung seien einerseits effizientere Abläufe im Unternehmen sowie Kosteneinsparungen gewesen. Zudem seien im Vergleich zum Vorjahr geringere Kosten für Mahnungen angefallen und es habe weniger Zahlungsausfälle gegeben. Andererseits erfreue sich Zalando anhaltender Beliebtheit: Die Zahl der aktiven Kunden sei von April bis Juni 2016 auf 18,8 Mio. gestiegen (Q2/2015: 16,4 Mio.).
Damit dies so bleibe, investiere der Vorstand fleißig in den Ausbau seiner Logistik und Technologie, rund 200 Mio. Euro allein im laufenden Jahr. Ein Teil davon fließe in den Ausbau des internationalen Logistiknetzwerks mit neuen Standorten in Frankreich und Polen. Zudem sei das Sortiment um attraktive Marken erweitert worden. Für das Gesamtjahr 2016 sei die Prognose bereits im Juli 2016 angehoben worden. Der Vorstand gehe nun von einem Anstieg der bereinigten EBIT-Marge auf 4,0% bis 5,5% aus (2015: 3,6%). Der Umsatz werde im oberen Bereich des Wachstumskorridors von 20% bis 25% erwartet.
Mithilfe des stetig wachsenden Online-Handels (der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland erwarte 2016 ein Wachstum des Online-Handels von 11,9%) und der Ausweitung des Produktangebots von derzeit 150.000 bis 200.000 auf rund 1 Mio. Artikel wolle der Vorstand in ein paar Jahren den Umsatz auf 20 Mrd. Euro steigern. Der Online-Handel biete allerdings nicht nur Wachstumschancen. Die Branche sei zugleich durch einen starken Wettbewerb gekennzeichnet. Immerhin müsse sich Zalando hier gegen den Branchenprimus Amazon behaupten.
Um die Expansion seiner Eigenmarken voranzutreiben, kooperiere Zalando allerdings mit Amazon oder dem britischen Online-Anbieter Asos, um die Produkte über deren Plattformen zu vertreiben. Um die Kunden stärker an sich zu binden, arbeite Zalando zugleich daran, Bestellungen noch am gleichen Tag auszuliefern und Retouren noch einfacher zu gestalten. Die Retouren seien ein weiterer Risikofaktor. Rund die Hälfte der Waren werde bei Zalando zurückgeschickt, was dem Konzern Kosten verursache, die es im Griff zu behalten gelte. Um die Zahl der Retouren zu reduzieren, arbeite man weiter daran, die Produkte so gut wie möglich darzustellen und zu beschreiben.
Positive Impulse für die Aktie könnten von der angestrebten Aufnahme in den DAX ausgehen. In diesem Fall würde die Aktie einem noch größeren Publikum bekannt, zudem müssten zahlreiche Fonds, die die Wertentwicklung des DAX abbilden würden, die Aktie in ihr Portfolio aufnehmen. Finanzchef Ritter zufolge habe Zalando das Potenzial dazu. Immerhin sei das Unternehmen gemessen an der Marktkapitalisierung inzwischen schwerer als die Deutsche Lufthansa oder die Commerzbank.
Auch das charttechnische Bild der Aktie habe sich zuletzt aufgehellt. Unmittelbar nach der Emission habe die Notierung im Oktober 2014 ein Tief bei 17,01 Euro markiert. Nachdem sich dieses einen Monat später als Unterstützung bewährt habe, sei eine längere Aufwärtsbewegung gestartet, die die Aktie bis Dezember 2015 auf 36,63 Euro geführt habe. Anschließend habe die Aktie korrigiert, wobei sie Ende Juni 2016 ein Tief bei 22,81 Euro markiert habe.
Von diesem Tief aus sei eine neue Aufwärtsbewegung gestartet, in deren Verlauf die Notierung Mitte August 2016 ein neues Rekordhoch bei 37,65 Euro erreicht habe. Vor zwei Wochen sei der bisherige Rekordstand auf 37,83 Euro gesteigert worden. Der Ausbruch auf ein neues Rekordhoch habe der Aktie mittelfristig Potenzial in Richtung 40,39 Euro eröffnet. Um das bullische Bild nicht zu gefährden, sollte die Unterstützung bei 34,00 Euro nicht mehr nachhaltig unterschritten werden.
Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage in die Aktie stünden verschiedene Aktienanleihen mit dem Basiswert Zalando SE zur Verfügung. Ein Beispiel sei die Aktienanleihe mit einem Basispreis von 35,714 Euro und einer Zinszahlung von 12,25% p.a. Die Zinszahlung sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Zalando SE. Dividendenansprüche aus der Aktie stünden dem Anleger nicht zu.
Für die Rückzahlung der Aktienanleihe gebe es zwei Möglichkeiten: Notiere die Aktie am 21.04.2017 per Schlusskurs (Xetra) auf oder über dem Basispreis, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt. Notiere die Aktie unter dem Basispreis, erfolge eine Rückzahlung durch Lieferung von Aktien entsprechend dem Bezugsverhältnis (28,00). Dementsprechend erhalte der Anleger 28 Aktien der Zalando SE. Deren Gegenwert werde in diesem Fall unter dem Nennbetrag liegen.
Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten zusätzlich anteilig aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 2,35 Euro belaufen. (Ausgabe vom 04.10.2016) (06.10.2016/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Zwei Jahre sei es her, dass Zalando den Gang an die Börse gewagt habe. Bekannt geworden sei der Online-Händler nicht nur durch sein breites Angebot an Mode, Schuhen, Accessoires und Beauty-Produkten, sondern auch durch seine Werbespots mit einer vor Begeisterung schreienden Kundschaft. An der Börse habe sich die Begeisterung für die Aktie zunächst in Grenzen gehalten. Doch die jüngsten Quartalszahlen und ein angehobener Ausblick seien auch bei Investoren gut angekommen.
Im zweiten Quartal 2016 habe Zalando gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Anstieg der Umsätze um 25% auf 916,4 Mio. Euro (Q2/2015: 733,0 Mio. Euro) verbucht. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sei von 30,2 auf 80,9 Mio. Euro geklettert, die bereinigte EBIT-Marge habe sich von 4,1% auf 8,8% verbessert. Ausschlaggebend für die sehr gute Entwicklung seien einerseits effizientere Abläufe im Unternehmen sowie Kosteneinsparungen gewesen. Zudem seien im Vergleich zum Vorjahr geringere Kosten für Mahnungen angefallen und es habe weniger Zahlungsausfälle gegeben. Andererseits erfreue sich Zalando anhaltender Beliebtheit: Die Zahl der aktiven Kunden sei von April bis Juni 2016 auf 18,8 Mio. gestiegen (Q2/2015: 16,4 Mio.).
Damit dies so bleibe, investiere der Vorstand fleißig in den Ausbau seiner Logistik und Technologie, rund 200 Mio. Euro allein im laufenden Jahr. Ein Teil davon fließe in den Ausbau des internationalen Logistiknetzwerks mit neuen Standorten in Frankreich und Polen. Zudem sei das Sortiment um attraktive Marken erweitert worden. Für das Gesamtjahr 2016 sei die Prognose bereits im Juli 2016 angehoben worden. Der Vorstand gehe nun von einem Anstieg der bereinigten EBIT-Marge auf 4,0% bis 5,5% aus (2015: 3,6%). Der Umsatz werde im oberen Bereich des Wachstumskorridors von 20% bis 25% erwartet.
Mithilfe des stetig wachsenden Online-Handels (der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland erwarte 2016 ein Wachstum des Online-Handels von 11,9%) und der Ausweitung des Produktangebots von derzeit 150.000 bis 200.000 auf rund 1 Mio. Artikel wolle der Vorstand in ein paar Jahren den Umsatz auf 20 Mrd. Euro steigern. Der Online-Handel biete allerdings nicht nur Wachstumschancen. Die Branche sei zugleich durch einen starken Wettbewerb gekennzeichnet. Immerhin müsse sich Zalando hier gegen den Branchenprimus Amazon behaupten.
Um die Expansion seiner Eigenmarken voranzutreiben, kooperiere Zalando allerdings mit Amazon oder dem britischen Online-Anbieter Asos, um die Produkte über deren Plattformen zu vertreiben. Um die Kunden stärker an sich zu binden, arbeite Zalando zugleich daran, Bestellungen noch am gleichen Tag auszuliefern und Retouren noch einfacher zu gestalten. Die Retouren seien ein weiterer Risikofaktor. Rund die Hälfte der Waren werde bei Zalando zurückgeschickt, was dem Konzern Kosten verursache, die es im Griff zu behalten gelte. Um die Zahl der Retouren zu reduzieren, arbeite man weiter daran, die Produkte so gut wie möglich darzustellen und zu beschreiben.
Auch das charttechnische Bild der Aktie habe sich zuletzt aufgehellt. Unmittelbar nach der Emission habe die Notierung im Oktober 2014 ein Tief bei 17,01 Euro markiert. Nachdem sich dieses einen Monat später als Unterstützung bewährt habe, sei eine längere Aufwärtsbewegung gestartet, die die Aktie bis Dezember 2015 auf 36,63 Euro geführt habe. Anschließend habe die Aktie korrigiert, wobei sie Ende Juni 2016 ein Tief bei 22,81 Euro markiert habe.
Von diesem Tief aus sei eine neue Aufwärtsbewegung gestartet, in deren Verlauf die Notierung Mitte August 2016 ein neues Rekordhoch bei 37,65 Euro erreicht habe. Vor zwei Wochen sei der bisherige Rekordstand auf 37,83 Euro gesteigert worden. Der Ausbruch auf ein neues Rekordhoch habe der Aktie mittelfristig Potenzial in Richtung 40,39 Euro eröffnet. Um das bullische Bild nicht zu gefährden, sollte die Unterstützung bei 34,00 Euro nicht mehr nachhaltig unterschritten werden.
Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage in die Aktie stünden verschiedene Aktienanleihen mit dem Basiswert Zalando SE zur Verfügung. Ein Beispiel sei die Aktienanleihe mit einem Basispreis von 35,714 Euro und einer Zinszahlung von 12,25% p.a. Die Zinszahlung sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Zalando SE. Dividendenansprüche aus der Aktie stünden dem Anleger nicht zu.
Für die Rückzahlung der Aktienanleihe gebe es zwei Möglichkeiten: Notiere die Aktie am 21.04.2017 per Schlusskurs (Xetra) auf oder über dem Basispreis, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt. Notiere die Aktie unter dem Basispreis, erfolge eine Rückzahlung durch Lieferung von Aktien entsprechend dem Bezugsverhältnis (28,00). Dementsprechend erhalte der Anleger 28 Aktien der Zalando SE. Deren Gegenwert werde in diesem Fall unter dem Nennbetrag liegen.
Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten zusätzlich anteilig aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 2,35 Euro belaufen. (Ausgabe vom 04.10.2016) (06.10.2016/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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