Aktienanleihe Classic auf Volkswagen: Volkswagen startet neu durch - Anleiheanalyse


28.06.16 08:50
BNP Paribas

Paris (www.anleihencheck.de) - Die Analysten der BNP Paribas stellen in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly" eine Aktienanleihe Classic (ISIN DE000PB5PFQ1 / WKN PB5PFQ) auf die Vorzugsaktie von Volkswagen vor.

Langsam, aber sicher sei die Aktie von Volkswagen auf dem Weg nach oben. Auf der Hauptversammlung am 22. Juni habe Vorstandschef Matthias Müller die Investoren auf einen grundlegenden Wandel eingeschworen. "Wir haben den Startschuss gegeben für den größten Veränderungsprozess in der Geschichte von Volkswagen", habe Müller gesagt. Er wolle in den nächsten Jahren Milliardensummen in Elektroautos, neue Dienstleistungen und autonomes Fahren investieren und damit dem zunehmenden Wettbewerbsdruck in der Branche trotzen. Neben den Autobauern würden auch IT-Konzerne wie Google und Apple ins Auto-Geschäft drängen.

Den Abgasskandal habe die VW-Aktie offenbar abgehakt, zumal die Verkäufe der Marke VW im Mai nur um 0,7 Prozent unter dem Vorjahr gelegen hätten. Angetrieben von der Tochter Audi habe der Konzernabsatz insgesamt sogar um 1,6 Prozent zugelegt. Entsprechend hätten die Analysten in den vergangenen Monaten die Gewinnschätzungen für 2016 und 2017 deutlich erhöht. Das sei erfreulich und signalisiere, dass VW die Talsohle durchschritten habe. Für ausgelassenen Jubel sei es aber noch zu früh.

So habe BMW zuletzt gewarnt, dass der wichtige US-Markt im Jahr 2016 "bestenfalls stagnieren" werde. Auch wenn die Bewertung von VW mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) von sechs für 2017 sehr niedrig sei, könnte der Aufwärtsschwung der VW-Aktie allmählich etwas an Fahrt verlieren. Von einer Konsolidierung der Aktie könnten Anleger mit Aktienanleihen profitieren, etwa mit dem vergleichsweise defensiven Papier mit der WKN PB5PFQ.

Der Basispreis liege fast 20 Prozent unter dem aktuellen Kurs und dennoch könnten Anleger bis zum Verfall im März 2017 eine maximale Rendite von 5,7 Prozent erzielen. Diese attraktiven Konditionen seien durch die hohe Volatilität, sprich Schwankungsbreite, der Aktie möglich. Je höher sie ausfalle, desto besser seien die Konditionen. Auch wenn die Aktie mit ihrer zuletzt stabilen Wertentwicklung den Abgasskandal auspreise, spiegele die hohe Volatilität noch Nervosität wider. (Ausgabe vom 24.06.2016) (28.06.2016/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.