Aktienanleihe Classic auf Volkswagen: VW verliert an Tempo - Anleiheanalyse


17.04.15 16:37
BNP Paribas

Paris (www.anleihencheck.de) - Die Analysten der BNP Paribas stellen in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly" eine Aktienanleihe Classic (ISIN DE000PS3UWJ7 / WKN PS3UWJ) auf die Vorzugsaktie von Volkswagen (VW) (ISIN DE0007664039 / WKN 766403) vor.

Volkswagen gehöre nicht nur zu den Top-Performern in diesem Jahr, sondern zähle auch zu den schwankungsintensivsten Aktien im DAX. Zuletzt hätten aber ein Führungsstreit um den Wechsel von VW-Chef Winterkorn in den Aufsichtsrat sowie rückläufige Absätze für Unruhe bei Volkswagen gesorgt. Im März seien die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozent gesunken - der sechste Monatsrückgang in Folge. Die Volkswagen-Aktie konsolidiere in der Nähe des Rekordhochs, das bei etwas über 262 Euro liege. Sollte dieser Trend anhalten, könnten Aktienanleihen eine gute Alternative zu einem Direktengagement sein. Das in dieser Woche ausgewählte Papier habe eine maximale Renditechance von rund 11 Prozent, Laufzeitende sei im März 2016. Allerdings müsse der Aktienkurs, um die maximale Rendite zu erzielen, bei Fälligkeit den Basispreis von 250 Euro mindestens erreichen. Aktuell liege der VW-Kurs knapp drei Prozent vom Basispreis entfernt. Den Kupon gebe es bei Fälligkeit in jedem Fall.

Beim Performance-Wettrennen zwischen den Aktien von VW, BMW und Daimler hätten die Konkurrenten des Wolfsburger Konzerns zuletzt oft nur die Rücklichter gesehen. Zumindest in diesem Jahr liege die Volkswagen-Aktie in Führung. Auch wenn die Papiere nur knapp unter dem Rekordhoch notieren würden und es keine bereits bestätigten Widerstände mehr geben könne, dürfte das Potenzial vorerst ausgeschöpft sein. Die Differenz von zuletzt bis zu 37 Prozent zur 200-Tage-Linie sei seit 2000 nur viermal kurz überboten worden. Eine Konsolidierung zwischen 235 und 263 Euro sei das wahrscheinlichste Szenario. Sollte allerdings auch der Gesamtmarkt korrigieren, sei auch ein Re-Test des Ausbruchsniveaus bei 200 Euro möglich. (Ausgabe 16/2015) (17.04.2015/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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