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Aktienanleihe Classic auf Bayer: Life-Science-Konzern bedient globale Trends - Anleiheanalyse
22.12.16 08:45
DZ BANK
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von Bayer eine Aktienanleihe Classic (ISIN DE000DGK55P7 / WKN DGK55P) mit dem Basiswert Bayer vor.
Es sei eine der aufsehenerregendsten Nachrichten dieses Jahres gewesen: Das milliardenschwere Übernahmeangebot von Bayer für Monsanto, einem US-amerikanischen Hersteller von Saatgut und Düngemitteln. Würden die Wettbewerbsbehörden die Übernahme genehmigen, würde Bayer zum Marktführer im Bereich Agrarwirtschaft aufsteigen.
Nach einigem Hin und Her hätten die Aktionäre von Monsanto dem nachgebesserten Übernahmeangebot von Bayer vergangene Woche auf einer außerordentlichen Hauptversammlung mit großer Mehrheit zugestimmt. Im Rahmen der Fusionsvereinbarung sollten die Monsanto-Aktionäre bei Abschluss der Transaktion 128 US-Dollar je Aktie in bar erhalten, womit Bayer die Transaktion insgesamt rund 66 Mrd. US-Dollar koste. Bayer-Chef Werner Baumann zufolge werde sich die Übernahme, mit deren Abschluss man Ende 2017 rechne, auch für die Bayer-Aktionäre lohnen. Er erwarte, dass die Kombination von Monsanto und der Bayer-Sparte Crop Science sehr ertragreich sein werde und ähnlich hohe Gewinnspannen erreiche wie der Pharma-Bereich. Durch bessere Konditionen im Einkauf und Konsolidierungen im Bereich Forschung und Entwicklung rechne der Vorstand mit Kostensynergien von 1,2 Mrd. USD jährlich nach drei Jahren.
Nach dem Abschluss der Übernahme werde der Bereich Agrarwirtschaft innerhalb des Konzerns an Bedeutung gewinnen. Aktuell sei es vor allem der Bereich Pharmaceuticals (Geschäft mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln), der dank neu entwickelter Medikamente mit einer starken Umsatz- und Ergebnisentwicklung zur erfolgreichen operativen Entwicklung des Konzerns beitrage. Auch Covestro (Kunststoffsparte) habe im dritten Quartal 2016 einen deutlichen Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen verbuchen können, während sich Crop Science (Agrargeschäft) in einem schwierigen Marktumfeld behaupten und das EBITDA vor Sondereinflüssen leicht habe steigern können.
Auf Konzernebene habe Bayer den Umsatz im dritten Quartal um 2,3% auf 11,3 Mrd. Euro gesteigert (Q3/2015: 11,0 Mrd. Euro). Nachteilige Auswirkungen durch negative Währungseffekte seien durch höhere Absatzmengen kompensiert worden. Das EBITDA vor Sondereinflüssen habe sich um 6,0% auf 2,7 Mrd. Euro verbessert (Q3/2015: 2,5 Mrd. Euro). Die weiteren Aussichten für das Gesamtjahr 2016 habe der Vorstand positiv beurteilt. Auf Konzernebene (inkl. Covestro) erwarte er weiterhin einen Umsatz von 46 bis 47 Mrd. Euro, das EBITDA vor Sondereinflüssen solle im oberen einstelligen Prozentbereich zulegen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft solle ebenfalls im oberen einstelligen Prozentbereich steigen.
Nehme die Monsanto-Übernahme auch die wettbewerbsrechtlichen Hürden, sähen die Analysten Chancen in der daraus resultierenden Marktführerschaft bei Saatgut und im Pflanzenschutz und den Synergien aus der Übernahme. Die Nachfrage in diesem Bereich sollte ihrer Ansicht nach aufgrund des globalen Trends einer wachsenden Weltbevölkerung und des damit einhergehenden Bedarfs an Lösungen für höhere Ernteerträge zu einer stabilen Entwicklung des Agrargeschäfts beitragen. Das Pharmageschäft wiederum dürfte weiterhin von der Alterung der Gesellschaften, insbesondere in den Industrieländern, und neu entwickelten Medikamenten profitieren.
Risiken sähen die Analysten in der ausstehenden Zustimmung der Wettbewerbsbehörden in den USA und der EU, die eine Übernahme noch verhindern oder Bayer die Veräußerung von Teilen des Geschäfts auferlegen könnten. Zudem werde die Verschuldung von Bayer durch die Übernahme steigen. Durch die sich abzeichnende Zinswende sei die Finanzierung der Transaktion laut Bayer-Chef Baumann allerdings nicht in Gefahr, da der Konzern keine Superniedrigzins-Kalkulation zugrunde gelegt habe, sondern mit einer durchschnittlichen Zinsbelastung von 3,5% plane. Darüber hinaus bestünden nach Erachten der Analysten die typischen Risiken des Pharmageschäfts (Rückschläge bei der Entwicklung von Medikamenten oder der Zulassung, Produkthaftung). Zudem könnten sich negative Währungseffekte verstärkt bemerkbar machen.
Bei der Aktie der Bayer AG sähen die Analysten aktuell die Chance auf eine Bodenbildung. Nach einem Rekordhoch bei 146,45 Euro habe sich im April 2015 im Chart ein Bearish-Engulfing-Candlestickmuster gebildet, das eine Korrektur der vorangegangenen Aufwärtsbewegung eingeleitet habe. Diese habe sich zu einer längeren Abwärtsbewegung ausgeweitet, in deren Verlauf die Aktie im Mai 2016 ein Tief bei 83,45 Euro markiert habe. Es sei eine Erholung auf 99,28 Euro gefolgt, ehe ab August nochmals schwächere Notierungen die Aktie auf 86,07/86,03 Euro geführt hätten. Das Tief vom Mai 2016 sei jedoch nicht mehr unterschritten worden. Seit zwei Wochen verzeichne die Bayer-Aktie wieder steigende Notierungen, wobei mit dem Anstieg über die 200-Tage-Linie ein bullisches Signal generiert worden sei.
Gelingt der Bayer-Aktie als Nächstes ein nachhaltiger Anstieg über 99,28 Euro, würde sie aus Sicht der Analysten der DZ BANK eine Trendumkehrformation in Gestalt eines doppelten Bodens vollenden. Dies ließe mittelfristig einen weiteren Anstieg bis in den Bereich um 115,00 Euro erwarten, wo zugleich das 50%-Retracement der vorangegangenen Abwärtsbewegung verlaufe. Unterstützungen für kurzfristige Rücksetzer der Kursnotierung würden mit dem letzten Zwischenhoch bei 94,99 Euro, der 200-Tage-Linie bei 94,15 Euro sowie bei 92,29/91,90 und 91,08 Euro verlaufen. Um das Szenario einer Bodenbildung nicht zu gefährden, sollte die Bayer-Aktie jedoch nicht mehr unter 86,03 Euro zurückfallen.
Als alternative Anlagemöglichkeit zur Direktanlage stünden verschiedene Aktienanleihen mit dem Basiswert Bayer zur Verfügung. Ein Beispiel sei eine Aktienanleihe mit einem Basispreis von 88,889 Euro und einer Zinszahlung von 5,50% p.a. Die Zinszahlung sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Bayer AG. Dividendenansprüche aus der Aktie stünden dem Anleger nicht zu.
Für die Rückzahlung der Aktienanleihe gebe es zwei Möglichkeiten: Notiere die Aktie am 16.06.2017 per Schlusskurs (Xetra) auf oder über dem Basispreis, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt. Notiere die Aktie am 16.06.2017 per Schlusskurs (Xetra) unter dem Basispreis, erfolge eine Rückzahlung durch Lieferung von Aktien entsprechend dem Bezugsverhältnis (11,25). Dementsprechend erhalte der Anleger 11 Aktien. Zusätzlich erhalte er für den Gegenwert von 0,25 Aktien eine Ausgleichszahlung. Der Gegenwert der Aktien zuzüglich Ausgleichszahlung werde in diesem Fall unter dem Nennbetrag liegen.
Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten zusätzlich anteilig aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 0,60 Euro belaufen. (Ausgabe vom 20.12.2016) (22.12.2016/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Es sei eine der aufsehenerregendsten Nachrichten dieses Jahres gewesen: Das milliardenschwere Übernahmeangebot von Bayer für Monsanto, einem US-amerikanischen Hersteller von Saatgut und Düngemitteln. Würden die Wettbewerbsbehörden die Übernahme genehmigen, würde Bayer zum Marktführer im Bereich Agrarwirtschaft aufsteigen.
Nach einigem Hin und Her hätten die Aktionäre von Monsanto dem nachgebesserten Übernahmeangebot von Bayer vergangene Woche auf einer außerordentlichen Hauptversammlung mit großer Mehrheit zugestimmt. Im Rahmen der Fusionsvereinbarung sollten die Monsanto-Aktionäre bei Abschluss der Transaktion 128 US-Dollar je Aktie in bar erhalten, womit Bayer die Transaktion insgesamt rund 66 Mrd. US-Dollar koste. Bayer-Chef Werner Baumann zufolge werde sich die Übernahme, mit deren Abschluss man Ende 2017 rechne, auch für die Bayer-Aktionäre lohnen. Er erwarte, dass die Kombination von Monsanto und der Bayer-Sparte Crop Science sehr ertragreich sein werde und ähnlich hohe Gewinnspannen erreiche wie der Pharma-Bereich. Durch bessere Konditionen im Einkauf und Konsolidierungen im Bereich Forschung und Entwicklung rechne der Vorstand mit Kostensynergien von 1,2 Mrd. USD jährlich nach drei Jahren.
Nach dem Abschluss der Übernahme werde der Bereich Agrarwirtschaft innerhalb des Konzerns an Bedeutung gewinnen. Aktuell sei es vor allem der Bereich Pharmaceuticals (Geschäft mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln), der dank neu entwickelter Medikamente mit einer starken Umsatz- und Ergebnisentwicklung zur erfolgreichen operativen Entwicklung des Konzerns beitrage. Auch Covestro (Kunststoffsparte) habe im dritten Quartal 2016 einen deutlichen Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen verbuchen können, während sich Crop Science (Agrargeschäft) in einem schwierigen Marktumfeld behaupten und das EBITDA vor Sondereinflüssen leicht habe steigern können.
Auf Konzernebene habe Bayer den Umsatz im dritten Quartal um 2,3% auf 11,3 Mrd. Euro gesteigert (Q3/2015: 11,0 Mrd. Euro). Nachteilige Auswirkungen durch negative Währungseffekte seien durch höhere Absatzmengen kompensiert worden. Das EBITDA vor Sondereinflüssen habe sich um 6,0% auf 2,7 Mrd. Euro verbessert (Q3/2015: 2,5 Mrd. Euro). Die weiteren Aussichten für das Gesamtjahr 2016 habe der Vorstand positiv beurteilt. Auf Konzernebene (inkl. Covestro) erwarte er weiterhin einen Umsatz von 46 bis 47 Mrd. Euro, das EBITDA vor Sondereinflüssen solle im oberen einstelligen Prozentbereich zulegen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft solle ebenfalls im oberen einstelligen Prozentbereich steigen.
Nehme die Monsanto-Übernahme auch die wettbewerbsrechtlichen Hürden, sähen die Analysten Chancen in der daraus resultierenden Marktführerschaft bei Saatgut und im Pflanzenschutz und den Synergien aus der Übernahme. Die Nachfrage in diesem Bereich sollte ihrer Ansicht nach aufgrund des globalen Trends einer wachsenden Weltbevölkerung und des damit einhergehenden Bedarfs an Lösungen für höhere Ernteerträge zu einer stabilen Entwicklung des Agrargeschäfts beitragen. Das Pharmageschäft wiederum dürfte weiterhin von der Alterung der Gesellschaften, insbesondere in den Industrieländern, und neu entwickelten Medikamenten profitieren.
Bei der Aktie der Bayer AG sähen die Analysten aktuell die Chance auf eine Bodenbildung. Nach einem Rekordhoch bei 146,45 Euro habe sich im April 2015 im Chart ein Bearish-Engulfing-Candlestickmuster gebildet, das eine Korrektur der vorangegangenen Aufwärtsbewegung eingeleitet habe. Diese habe sich zu einer längeren Abwärtsbewegung ausgeweitet, in deren Verlauf die Aktie im Mai 2016 ein Tief bei 83,45 Euro markiert habe. Es sei eine Erholung auf 99,28 Euro gefolgt, ehe ab August nochmals schwächere Notierungen die Aktie auf 86,07/86,03 Euro geführt hätten. Das Tief vom Mai 2016 sei jedoch nicht mehr unterschritten worden. Seit zwei Wochen verzeichne die Bayer-Aktie wieder steigende Notierungen, wobei mit dem Anstieg über die 200-Tage-Linie ein bullisches Signal generiert worden sei.
Gelingt der Bayer-Aktie als Nächstes ein nachhaltiger Anstieg über 99,28 Euro, würde sie aus Sicht der Analysten der DZ BANK eine Trendumkehrformation in Gestalt eines doppelten Bodens vollenden. Dies ließe mittelfristig einen weiteren Anstieg bis in den Bereich um 115,00 Euro erwarten, wo zugleich das 50%-Retracement der vorangegangenen Abwärtsbewegung verlaufe. Unterstützungen für kurzfristige Rücksetzer der Kursnotierung würden mit dem letzten Zwischenhoch bei 94,99 Euro, der 200-Tage-Linie bei 94,15 Euro sowie bei 92,29/91,90 und 91,08 Euro verlaufen. Um das Szenario einer Bodenbildung nicht zu gefährden, sollte die Bayer-Aktie jedoch nicht mehr unter 86,03 Euro zurückfallen.
Als alternative Anlagemöglichkeit zur Direktanlage stünden verschiedene Aktienanleihen mit dem Basiswert Bayer zur Verfügung. Ein Beispiel sei eine Aktienanleihe mit einem Basispreis von 88,889 Euro und einer Zinszahlung von 5,50% p.a. Die Zinszahlung sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Bayer AG. Dividendenansprüche aus der Aktie stünden dem Anleger nicht zu.
Für die Rückzahlung der Aktienanleihe gebe es zwei Möglichkeiten: Notiere die Aktie am 16.06.2017 per Schlusskurs (Xetra) auf oder über dem Basispreis, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt. Notiere die Aktie am 16.06.2017 per Schlusskurs (Xetra) unter dem Basispreis, erfolge eine Rückzahlung durch Lieferung von Aktien entsprechend dem Bezugsverhältnis (11,25). Dementsprechend erhalte der Anleger 11 Aktien. Zusätzlich erhalte er für den Gegenwert von 0,25 Aktien eine Ausgleichszahlung. Der Gegenwert der Aktien zuzüglich Ausgleichszahlung werde in diesem Fall unter dem Nennbetrag liegen.
Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten zusätzlich anteilig aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 0,60 Euro belaufen. (Ausgabe vom 20.12.2016) (22.12.2016/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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