Erweiterte Funktionen
Aktienanleihe Classic auf BMW: Führend bei E-Mobilität im Premiumsegment - Anleiheanalyse
22.01.18 09:00
DZ BANK
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von BMW eine Aktienanleihe Classic (ISIN DE000DD4GY52 / WKN DD4GY5) mit dem Basiswert BMW vor.
Pünktlich zur North American International Auto Show in Detroit, der ersten großen Automobilmesse des Jahres 2018, habe BMW die Absatzzahlen für 2017 präsentiert. Demnach habe der Konzern im vergangenen Jahr einen neuen Absatzrekord erzielt, es sei der siebte Jahresrekord in Folge gewesen. Um den Führungsanspruch in Sachen Elektromobilität zu untermauern, investiere der Vorstand kräftig. Die Analysten sähen bei BMW weiterhin leichte Wettbewerbsvorteile in Sachen E-Mobilität und Nachhaltigkeit.
Die BMW Group fokussiere sich mit ihren Marken BMW, MINI und Rolls-Royce ausschließlich auf das Premiumsegment. Neben Automobilen biete BMW auch Motorräder sowie Finanz- und Mobilitätsdienstleistungen an. Von seiner Kernmarke BMW habe das Unternehmen im vergangenen Jahr rund 2,1 Mio. Fahrzeuge abgesetzt, das seien 4,2% mehr als im Vorjahr gewesen. Mit der Konkurrenz liefere sich BMW seit Jahren ein Prestigeduell um den höchsten Absatz im Premiumsegment für Pkw. Je nach Sichtweise habe 2017 BMW bzw. Daimler die Nase vorn gehabt.
Betrachte man allein die Kernmarken Mercedes-Benz und BMW, so seien die Münchener hinter den Wettbewerbern aus Stuttgart zurückgeblieben, die rund 2,3 Mio. Fahrzeuge verkauft hätten. Beziehe man die weiteren Marken (MINI, Rolls-Royce bei BMW bzw. smart bei Daimler) mit ein, hätten die Münchener mit weltweit 2,46 Mio. ausgelieferten Fahrzeugen die Nase vorn gehabt (Daimler: 2,42 Mio. Fahrzeuge).
Für das Gesamtjahr 2017 strebe BMW bei den Auslieferungen im Segment Automobile leichte und beim Konzernergebnis vor Steuern solide Zuwächse auf jeweils neue Bestmarken an. Die EBIT-Marge im Automobilgeschäft werde in einem Zielkorridor von 8% bis 10% erwartet. Mit Blick auf 2018 habe sich BMW-Vertriebschef Pieter Nota zuversichtlich geäußert, dass der Absatz der Kernmarke auch im laufenden Jahr steige. Der Fokus liege dabei fest auf der Profitabilität.
Die Analysten der DZ BANK sehen bei BMW weiterhin leichte Wettbewerbsvorteile in Sachen E-Mobilität und Nachhaltigkeit. 2017 habe das Unternehmen mehr als 100.000 elektrifizierte Fahrzeuge an seine Kunden ausgeliefert - ein Anstieg um 65,6% gegenüber dem Vorjahr. Nach eigenen Angaben habe die BMW Group damit 2017 in Europa mehr elektrifizierte Fahrzeuge verkauft als jeder andere Premiumhersteller und ihre führende Position auf dem Gebiet der Elektromobilität im Premiumsegment unterstrichen. Auch in diesem Jahr erwarte der Vorstand beim elektrifizierten Absatz ein deutlich zweistelliges Wachstum.
Bis zum Jahr 2025 wolle BMW insgesamt 25 elektrifizierte Fahrzeuge im Angebot haben, zwölf Modelle davon sollten vollelektrisch betrieben werden. In den neuen Generationen des Elektroantriebs würden Elektromotor, Getriebe und Leistungselektronik in einer Komponente verschmelzen. Um in Sachen Elektromobilität weitere Fortschritte zu erzielen, investiere der Vorstand 200 Mio. Euro in ein Kompetenzzentrum zur Entwicklung und Produktion von Batteriezellen. Des Weiteren werde ein dreistelliger Millionenbetrag in den Bau eines Entwicklungsstandorts in der Tschechischen Republik fließen, an dem zukunftsweisende Technologien wie Elektrifizierung, Digitalisierung und automatisiertes Fahren erprobt würden.
In den kommenden Quartalen sollte BMW nach Einschätzung der Analysten von seiner Modelloffensive profitieren. BMW-Vorstandschef Harald Krüger zufolge werde die Modellarchitektur künftig so gestaltet, dass alle Antriebsvarianten gebaut werden könnten. Dadurch hätten potenzielle Käufer eine breite Auswahl an Modellen und Motorisierungen. Dem Publikum präsentiere der Konzern auf der derzeit laufenden North American International Auto Show in Detroit unter anderem den neuen X2 und einen weiterentwickelten i8 als Roadster mit offenem Verdeck sowie das i8 Coupé mit mehr Leistung und höherer Reichweite.
Mögliche Risiken für die Geschäftsentwicklung sehen die Analysten der DZ BANK in weiter rückläufigen Zulassungszahlen bei Dieselfahrzeugen und einer Sättigung des Marktes in den USA. Zudem könnten sich höhere Spritpreise und steigende Zinsen, die Kredite für Neuwagen teurer machen würden, nachteilig auf die Anschaffungsbereitschaft der Verbraucher auswirken.
Als alternative Anlagemöglichkeit zur Direktanlage stünden verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie BMW AG als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel sei die Aktienanleihe mit Fälligkeit am 25.07.2018 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 90,909 Euro und einer Zinszahlung von 12,50% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 25.07.2018, sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der BMW AG. Dividendenansprüche aus der Aktie stünden dem Anleger nicht zu.
Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der BMW AG. Für die Rückzahlung der Aktienanleihe gebe es zwei Möglichkeiten:
Notiere die Aktie am 18.07.2018 per Schlusskurs (Xetra) auf oder über dem Basispreis von 90,909 Euro, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.
Notiere die Aktie am 18.07.2018 per Schlusskurs (Xetra) unter dem Basispreis von 90,909 Euro, erhalte der Anleger Aktien der BMW AG in der durch das Bezugsverhältnis bestimmten Zahl. Das Bezugsverhältnis betrage 11,00. Dementsprechend erhalte der Anleger 11 Aktien. Der Gegenwert der Aktien werde in diesem Fall unter dem Nennbetrag (1.000,00 Euro) liegen.
Die Aktienanleihe Classic auf die Aktie von BMW richte sich somit an Anleger, die davon ausgehen würden, dass der Schlusskurs der Aktie der BMW AG am 18.07.2018 auf oder über 90,909 Euro notieren werde. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten zusätzlich anteilig aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 1,03 Euro belaufen. (Ausgabe vom 19.01.2018) (22.01.2018/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Pünktlich zur North American International Auto Show in Detroit, der ersten großen Automobilmesse des Jahres 2018, habe BMW die Absatzzahlen für 2017 präsentiert. Demnach habe der Konzern im vergangenen Jahr einen neuen Absatzrekord erzielt, es sei der siebte Jahresrekord in Folge gewesen. Um den Führungsanspruch in Sachen Elektromobilität zu untermauern, investiere der Vorstand kräftig. Die Analysten sähen bei BMW weiterhin leichte Wettbewerbsvorteile in Sachen E-Mobilität und Nachhaltigkeit.
Die BMW Group fokussiere sich mit ihren Marken BMW, MINI und Rolls-Royce ausschließlich auf das Premiumsegment. Neben Automobilen biete BMW auch Motorräder sowie Finanz- und Mobilitätsdienstleistungen an. Von seiner Kernmarke BMW habe das Unternehmen im vergangenen Jahr rund 2,1 Mio. Fahrzeuge abgesetzt, das seien 4,2% mehr als im Vorjahr gewesen. Mit der Konkurrenz liefere sich BMW seit Jahren ein Prestigeduell um den höchsten Absatz im Premiumsegment für Pkw. Je nach Sichtweise habe 2017 BMW bzw. Daimler die Nase vorn gehabt.
Betrachte man allein die Kernmarken Mercedes-Benz und BMW, so seien die Münchener hinter den Wettbewerbern aus Stuttgart zurückgeblieben, die rund 2,3 Mio. Fahrzeuge verkauft hätten. Beziehe man die weiteren Marken (MINI, Rolls-Royce bei BMW bzw. smart bei Daimler) mit ein, hätten die Münchener mit weltweit 2,46 Mio. ausgelieferten Fahrzeugen die Nase vorn gehabt (Daimler: 2,42 Mio. Fahrzeuge).
Für das Gesamtjahr 2017 strebe BMW bei den Auslieferungen im Segment Automobile leichte und beim Konzernergebnis vor Steuern solide Zuwächse auf jeweils neue Bestmarken an. Die EBIT-Marge im Automobilgeschäft werde in einem Zielkorridor von 8% bis 10% erwartet. Mit Blick auf 2018 habe sich BMW-Vertriebschef Pieter Nota zuversichtlich geäußert, dass der Absatz der Kernmarke auch im laufenden Jahr steige. Der Fokus liege dabei fest auf der Profitabilität.
Die Analysten der DZ BANK sehen bei BMW weiterhin leichte Wettbewerbsvorteile in Sachen E-Mobilität und Nachhaltigkeit. 2017 habe das Unternehmen mehr als 100.000 elektrifizierte Fahrzeuge an seine Kunden ausgeliefert - ein Anstieg um 65,6% gegenüber dem Vorjahr. Nach eigenen Angaben habe die BMW Group damit 2017 in Europa mehr elektrifizierte Fahrzeuge verkauft als jeder andere Premiumhersteller und ihre führende Position auf dem Gebiet der Elektromobilität im Premiumsegment unterstrichen. Auch in diesem Jahr erwarte der Vorstand beim elektrifizierten Absatz ein deutlich zweistelliges Wachstum.
Bis zum Jahr 2025 wolle BMW insgesamt 25 elektrifizierte Fahrzeuge im Angebot haben, zwölf Modelle davon sollten vollelektrisch betrieben werden. In den neuen Generationen des Elektroantriebs würden Elektromotor, Getriebe und Leistungselektronik in einer Komponente verschmelzen. Um in Sachen Elektromobilität weitere Fortschritte zu erzielen, investiere der Vorstand 200 Mio. Euro in ein Kompetenzzentrum zur Entwicklung und Produktion von Batteriezellen. Des Weiteren werde ein dreistelliger Millionenbetrag in den Bau eines Entwicklungsstandorts in der Tschechischen Republik fließen, an dem zukunftsweisende Technologien wie Elektrifizierung, Digitalisierung und automatisiertes Fahren erprobt würden.
Mögliche Risiken für die Geschäftsentwicklung sehen die Analysten der DZ BANK in weiter rückläufigen Zulassungszahlen bei Dieselfahrzeugen und einer Sättigung des Marktes in den USA. Zudem könnten sich höhere Spritpreise und steigende Zinsen, die Kredite für Neuwagen teurer machen würden, nachteilig auf die Anschaffungsbereitschaft der Verbraucher auswirken.
Als alternative Anlagemöglichkeit zur Direktanlage stünden verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie BMW AG als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel sei die Aktienanleihe mit Fälligkeit am 25.07.2018 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 90,909 Euro und einer Zinszahlung von 12,50% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 25.07.2018, sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der BMW AG. Dividendenansprüche aus der Aktie stünden dem Anleger nicht zu.
Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der BMW AG. Für die Rückzahlung der Aktienanleihe gebe es zwei Möglichkeiten:
Notiere die Aktie am 18.07.2018 per Schlusskurs (Xetra) auf oder über dem Basispreis von 90,909 Euro, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.
Notiere die Aktie am 18.07.2018 per Schlusskurs (Xetra) unter dem Basispreis von 90,909 Euro, erhalte der Anleger Aktien der BMW AG in der durch das Bezugsverhältnis bestimmten Zahl. Das Bezugsverhältnis betrage 11,00. Dementsprechend erhalte der Anleger 11 Aktien. Der Gegenwert der Aktien werde in diesem Fall unter dem Nennbetrag (1.000,00 Euro) liegen.
Die Aktienanleihe Classic auf die Aktie von BMW richte sich somit an Anleger, die davon ausgehen würden, dass der Schlusskurs der Aktie der BMW AG am 18.07.2018 auf oder über 90,909 Euro notieren werde. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten zusätzlich anteilig aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 1,03 Euro belaufen. (Ausgabe vom 19.01.2018) (22.01.2018/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Werte im Artikel




