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Aktienanleihe Classic auf BMW: Elektrifiziert in die Zukunft - Anleiheanalyse
20.10.16 08:50
DZ BANK
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von BMW eine Aktienanleihe Classic (ISIN DE000DGL6268 / WKN DGL626) mit dem Basiswert BMW vor.
Deutschlands Autobauer stünden seit geraumer Zeit unter Beobachtung. Neben den Problemen rund um den Abgasskandal von Volkswagen drohe ihnen vor allem der US-Hersteller Tesla mit innovativen Fahrzeugen und Techniken im Bereich der E-Mobilität davonzueilen. BMW versuche dieser Entwicklung mit einem Strategiewechsel entgegenzuwirken.
Die Zukunft dürfte aller Voraussicht nach der Elektromobilität gehören - zumindest würden derzeit viele Zeichen darauf hindeuten. Nicht nur, dass die Bundesregierung seit einigen Monaten den Kauf eines reinen E-Autos mit 4.000 Euro bezuschusse, jüngst sei auch darüber diskutiert worden, dass ab 2030 nur noch emissionsfreie Fahrzeuge neu auf die Straßen dürften.
Obwohl die Entwicklung hin zur Elektromobilität von der Politik gefördert werde, finde sie derzeit ohne große Beteiligung der deutschen Automobilhersteller statt. Zwar biete beispielsweise BMW mit dem i3 ein sehr innovatives Fahrzeug an, doch nach wie vor sei der US-Hersteller Tesla Marktführer bei elektrischen Premiummodellen. Um näher an den Branchenprimus heranzurücken, habe BMW-Vorstandschef Harald Krüger vor wenigen Tagen eine neue Strategie verkündet: Zukünftig wolle BMW elektrische Versionen seiner gesamten Fahrzeugpalette anbieten. Den Start solle im Jahr 2019 der Kleinwagen Mini machen und ein Jahr später solle der erste BMW-SUV mit Elektroantrieb beim Händler stehen.
Ebenfalls vorantreiben wolle BMW die Entwicklung des autonomen Autos. Aus diesem Grund hätten die Münchener vor kurzem eine technologische Partnerschaft mit dem US-Chiphersteller Intel und dem israelischen Hersteller von Systemen für selbstfahrende Autos Mobileye bekannt gegeben. Krüger plane, bereits 2021 das erste serienreife autonome Auto anzubieten.
Vergangenen Donnerstag habe BMW seine Absatzzahlen für den Monat September und das 3. Quartal 2016 bekannt gegeben. Diese könnten sich nach Meinung der Analysten sehen lassen. So habe der bayerische Automobilhersteller einen neuen Absatzrekord verzeichnet. Ausschlaggebend hierfür sei die große Nachfrage in Europa und China gewesen. Die Kernmarke BMW habe im September ein Wachstum von 9,4% im Vergleich zum Vormonat verbuchen können. Dies entspreche 197.419 Auslieferungen.
Zusammen mit den Marken Mini und Rolls-Royce falle das Plus noch größer aus - 10,5% oder 238.000 verkaufte Autos. Bezogen auf die ersten neun Monate des Jahres ergebe das einen Anstieg um 6,2% auf 1,75 Millionen Fahrzeuge - so viele wie noch nie zuvor. Lediglich die Zahlen aus den USA seien enttäuschend. Sowohl im September als auch in den ersten drei Quartalen seien deutlich weniger Autos verkauft worden als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Eine positive Entwicklung gebe es bei den Elektrofahrzeugen. Seit dem Verkaufsstart der 94Ah-Variante des i3 mit deutlich gesteigerter Reichweite sei auch hier ein Anstieg der Absatzzahlen zu beobachten. Mit 511 Fahrzeugen seien allein im September 2016 fast 30% aller i3 des laufenden Jahres verkauft worden. Im Vergleich zu den konventionellen Modellreihen seien diese Zahlen allerdings nach wie vor gering.
Charttechnisch betrachtet sähen die Analysten die BMW-Aktie derzeit in einer mehr oder weniger neutralen Position. Nach den Tiefs im Anschluss an die Brexit-Entscheidung habe sich die Aktie des Autobauers relativ zügig wieder erholen können. Seitdem schwanke der Titel zwischen 72 und 80 Euro. Sollte BMW der Sprung über die 80-Euro-Marke gelingen, würden die Analysten einen weiteren Anstieg in Richtung 85 Euro für möglich halten. Darüber würden bereits die alten Höchststände warten. Bei einem Abrutschen unter die Unterstützung bei rund 72 Euro sehen die Analysten der DZ BANK allerdings das Risiko, dass die Bären wieder das Ruder übernehmen. In diesem Fall würden sie Abgaben bis zu den Tiefs bei ungefähr 63 Euro für denkbar halten.
Als alternative Anlagemöglichkeit zur Direktanlage stünden verschiedene Aktienanleihen mit dem Basiswert BMW AG zur Verfügung. Ein Beispiel sei die Aktienanleihe Classic mit einem Basispreis von 71,429 Euro und einer Zinszahlung von 6,70% p.a. Die Zinszahlung sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der BMW AG. Dividendenansprüche aus der Aktie stünden dem Anleger nicht zu.
Für die Rückzahlung der Aktienanleihe gebe es zwei Möglichkeiten: Notiere die Aktie am 13.09.2017 per Schlusskurs (Xetra) auf oder über dem Basispreis, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt. Notiere die Aktie am 13.09.2017 per Schlusskurs (Xetra) unter dem Basispreis, erfolge eine Rückzahlung durch Lieferung von Aktien entsprechend dem Bezugsverhältnis (14,00). Dementsprechend erhalte der Anleger 14 Aktien der BMW AG. Der Gegenwert der Aktien werde in diesem Fall unter dem Nennbetrag von 1.000,00 EUR liegen. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten zusätzlich anteilig aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 8,25 Euro belaufen. (Ausgabe vom 17.10.2016) (20.10.2016/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Deutschlands Autobauer stünden seit geraumer Zeit unter Beobachtung. Neben den Problemen rund um den Abgasskandal von Volkswagen drohe ihnen vor allem der US-Hersteller Tesla mit innovativen Fahrzeugen und Techniken im Bereich der E-Mobilität davonzueilen. BMW versuche dieser Entwicklung mit einem Strategiewechsel entgegenzuwirken.
Die Zukunft dürfte aller Voraussicht nach der Elektromobilität gehören - zumindest würden derzeit viele Zeichen darauf hindeuten. Nicht nur, dass die Bundesregierung seit einigen Monaten den Kauf eines reinen E-Autos mit 4.000 Euro bezuschusse, jüngst sei auch darüber diskutiert worden, dass ab 2030 nur noch emissionsfreie Fahrzeuge neu auf die Straßen dürften.
Obwohl die Entwicklung hin zur Elektromobilität von der Politik gefördert werde, finde sie derzeit ohne große Beteiligung der deutschen Automobilhersteller statt. Zwar biete beispielsweise BMW mit dem i3 ein sehr innovatives Fahrzeug an, doch nach wie vor sei der US-Hersteller Tesla Marktführer bei elektrischen Premiummodellen. Um näher an den Branchenprimus heranzurücken, habe BMW-Vorstandschef Harald Krüger vor wenigen Tagen eine neue Strategie verkündet: Zukünftig wolle BMW elektrische Versionen seiner gesamten Fahrzeugpalette anbieten. Den Start solle im Jahr 2019 der Kleinwagen Mini machen und ein Jahr später solle der erste BMW-SUV mit Elektroantrieb beim Händler stehen.
Ebenfalls vorantreiben wolle BMW die Entwicklung des autonomen Autos. Aus diesem Grund hätten die Münchener vor kurzem eine technologische Partnerschaft mit dem US-Chiphersteller Intel und dem israelischen Hersteller von Systemen für selbstfahrende Autos Mobileye bekannt gegeben. Krüger plane, bereits 2021 das erste serienreife autonome Auto anzubieten.
Zusammen mit den Marken Mini und Rolls-Royce falle das Plus noch größer aus - 10,5% oder 238.000 verkaufte Autos. Bezogen auf die ersten neun Monate des Jahres ergebe das einen Anstieg um 6,2% auf 1,75 Millionen Fahrzeuge - so viele wie noch nie zuvor. Lediglich die Zahlen aus den USA seien enttäuschend. Sowohl im September als auch in den ersten drei Quartalen seien deutlich weniger Autos verkauft worden als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Eine positive Entwicklung gebe es bei den Elektrofahrzeugen. Seit dem Verkaufsstart der 94Ah-Variante des i3 mit deutlich gesteigerter Reichweite sei auch hier ein Anstieg der Absatzzahlen zu beobachten. Mit 511 Fahrzeugen seien allein im September 2016 fast 30% aller i3 des laufenden Jahres verkauft worden. Im Vergleich zu den konventionellen Modellreihen seien diese Zahlen allerdings nach wie vor gering.
Charttechnisch betrachtet sähen die Analysten die BMW-Aktie derzeit in einer mehr oder weniger neutralen Position. Nach den Tiefs im Anschluss an die Brexit-Entscheidung habe sich die Aktie des Autobauers relativ zügig wieder erholen können. Seitdem schwanke der Titel zwischen 72 und 80 Euro. Sollte BMW der Sprung über die 80-Euro-Marke gelingen, würden die Analysten einen weiteren Anstieg in Richtung 85 Euro für möglich halten. Darüber würden bereits die alten Höchststände warten. Bei einem Abrutschen unter die Unterstützung bei rund 72 Euro sehen die Analysten der DZ BANK allerdings das Risiko, dass die Bären wieder das Ruder übernehmen. In diesem Fall würden sie Abgaben bis zu den Tiefs bei ungefähr 63 Euro für denkbar halten.
Als alternative Anlagemöglichkeit zur Direktanlage stünden verschiedene Aktienanleihen mit dem Basiswert BMW AG zur Verfügung. Ein Beispiel sei die Aktienanleihe Classic mit einem Basispreis von 71,429 Euro und einer Zinszahlung von 6,70% p.a. Die Zinszahlung sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der BMW AG. Dividendenansprüche aus der Aktie stünden dem Anleger nicht zu.
Für die Rückzahlung der Aktienanleihe gebe es zwei Möglichkeiten: Notiere die Aktie am 13.09.2017 per Schlusskurs (Xetra) auf oder über dem Basispreis, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt. Notiere die Aktie am 13.09.2017 per Schlusskurs (Xetra) unter dem Basispreis, erfolge eine Rückzahlung durch Lieferung von Aktien entsprechend dem Bezugsverhältnis (14,00). Dementsprechend erhalte der Anleger 14 Aktien der BMW AG. Der Gegenwert der Aktien werde in diesem Fall unter dem Nennbetrag von 1.000,00 EUR liegen. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten zusätzlich anteilig aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 8,25 Euro belaufen. (Ausgabe vom 17.10.2016) (20.10.2016/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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