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Aktienanleihe Classic 6,75% 2020/09 auf RWE: Vom Saulus zum Paulus - Anleiheanalyse
26.08.19 09:15
DZ BANK
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Alexander Dickel, Leiter Produktmanagement Internet Plattformen bei der DZ BANK AG, stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von RWE eine Aktienanleihe Classic 6,75% 2020/09 (ISIN DE000DF3MJ59 / WKN DF3MJ5) mit dem Basiswert RWE vor.
Das erste Halbjahr 2019 sei für den in Essen ansässigen Energieversorgungskonzern sehr gut gelaufen. Trotz einer im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geringeren Stromerzeugung habe sich das bereinigte EBITDA um über 300 Mio. Euro auf 1,13 Mrd. Euro erhöht. Noch deutlicher falle das Plus beim Gewinn pro Aktie aus. So habe RWE das Ergebnis vom letzten Jahr auf 1,35 Euro pro Aktie verfünffachen können. Einen großen Anteil zu dem Gesamtergebnis habe der Energiehandel beigetragen. Aber auch im Segment Braunkohle- und Atomenergie sei trotz dem starken politischen Gegenwind mehr Gewinn als im Vorjahr erwirtschaftet worden.
In Erwartung guter Zahlen habe RWE bereits Ende Juli die Prognose für das laufende Jahr erhöht. Demnach rechne der Energieversorger mit einem bereinigten EBITDA zwischen 1,4 und 1,7 Mrd. Euro (ursprünglich 1,2 bis 1,5 Mrd. Euro) und einem bereinigten Nettoergebnis zwischen 500 und 800 Mio. Euro (ursprünglich 300 bis 600 Mio. Euro). Erfreulich für die Aktionäre sei zudem eine Erhöhung der Dividende um 10 Cent auf 0,80 Euro. Vorstand Rolf Martin Schmitz erhoffe sich durch das gute operative Ergebnis Rückenwind für die nächsten Monate, welche drastische Veränderungen für RWE bringen würden.
In den nächsten Wochen liege der Fokus von RWE auf der Transaktion mit E.ON. So wolle RWE im September das Netz- und Vertriebsgeschäft der Tochter innogy an den ebenfalls in Essen ansässigen Konkurrenten abgeben. Im Gegenzug solle das Erneuerbare-Energien-Geschäft von innogy und E.ON bei RWE zusammengeführt werden. Der bis dato gemessen am CO2-Ausstoß größte europäische Luftverschmutzer würde durch diesen Tausch zu einem der bedeutendsten Anbieter erneuerbarer Energien in Europa und quasi über Nacht zu einem "sauberen" Konzern. Aktuell stehe allerdings noch die Zusage der EU für diese Transaktion aus.
Aber nicht nur das neue Energieportfolio könnte für RWE lohnenswert sein, kurzfristig könnte der Konzern auch von Entschädigungszahlungen des Bundes für die Stilllegung der Braunkohlekraftwerke profitieren. Aktuell fordere RWE 1,2 bis 1,5 Mrd. Euro pro Gigawatt. Insgesamt werde der Energieversorger voraussichtlich rund 3 Gigawatt Kraftwerkskapazität abschalten müssen. Am 20. September sollten die Ergebnisse des Klimakabinetts bezüglich des Kohleausstiegs verkündet werden.
Alexander Dickel, Leiter Produktmanagement Internet Plattformen bei der DZ BANK AG, sehe den Konzernumbau bei RWE positiv. Vor allem langfristig könnte der Konzern von der neuen Ausrichtung profitieren. Allerdings rechne man damit, dass in den Ausbau der erneuerbaren Energien in den nächsten Jahren noch viel Geld fließen werde, was sich im Konzernergebnis widerspiegeln könnte. Kurz- bis mittelfristig erwarten wir zudem durch die sich verschlechternde wirtschaftliche Lage eine geringere Energienachfrage, so Alexander Dickel, Leiter Produktmanagement Internet Plattformen bei der DZ BANK AG, weiter.
Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage in die Aktie stünden verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der RWE AG als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel sei eine Aktienanleihe Classic mit Fälligkeit am 23.09.2020 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 23,256 Euro und einer Zinszahlung von 6,75% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 23.09.2020, sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der RWE AG. Dividendenansprüche aus der Aktie stünden dem Anleger nicht zu.
Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der RWE AG. Am Rückzahlungstermin gebe es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten: 1. Liege der Schlusskurs der Aktie der RWE AG an der Börse Xetra Frankfurt am 16.09.2020 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 23,256 Euro, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt. 2. Liege der Referenzpreis unter dem Basispreis, erhalte der Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (43,00) bestimmte Anzahl von Aktien der RWE AG. Der Anleger erleide einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien der RWE AG am Rückzahlungstermin zuzüglich der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liege. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 12,92 Euro belaufen. (Stand vom 23.08.2019) (26.08.2019/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Das erste Halbjahr 2019 sei für den in Essen ansässigen Energieversorgungskonzern sehr gut gelaufen. Trotz einer im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geringeren Stromerzeugung habe sich das bereinigte EBITDA um über 300 Mio. Euro auf 1,13 Mrd. Euro erhöht. Noch deutlicher falle das Plus beim Gewinn pro Aktie aus. So habe RWE das Ergebnis vom letzten Jahr auf 1,35 Euro pro Aktie verfünffachen können. Einen großen Anteil zu dem Gesamtergebnis habe der Energiehandel beigetragen. Aber auch im Segment Braunkohle- und Atomenergie sei trotz dem starken politischen Gegenwind mehr Gewinn als im Vorjahr erwirtschaftet worden.
In Erwartung guter Zahlen habe RWE bereits Ende Juli die Prognose für das laufende Jahr erhöht. Demnach rechne der Energieversorger mit einem bereinigten EBITDA zwischen 1,4 und 1,7 Mrd. Euro (ursprünglich 1,2 bis 1,5 Mrd. Euro) und einem bereinigten Nettoergebnis zwischen 500 und 800 Mio. Euro (ursprünglich 300 bis 600 Mio. Euro). Erfreulich für die Aktionäre sei zudem eine Erhöhung der Dividende um 10 Cent auf 0,80 Euro. Vorstand Rolf Martin Schmitz erhoffe sich durch das gute operative Ergebnis Rückenwind für die nächsten Monate, welche drastische Veränderungen für RWE bringen würden.
In den nächsten Wochen liege der Fokus von RWE auf der Transaktion mit E.ON. So wolle RWE im September das Netz- und Vertriebsgeschäft der Tochter innogy an den ebenfalls in Essen ansässigen Konkurrenten abgeben. Im Gegenzug solle das Erneuerbare-Energien-Geschäft von innogy und E.ON bei RWE zusammengeführt werden. Der bis dato gemessen am CO2-Ausstoß größte europäische Luftverschmutzer würde durch diesen Tausch zu einem der bedeutendsten Anbieter erneuerbarer Energien in Europa und quasi über Nacht zu einem "sauberen" Konzern. Aktuell stehe allerdings noch die Zusage der EU für diese Transaktion aus.
Alexander Dickel, Leiter Produktmanagement Internet Plattformen bei der DZ BANK AG, sehe den Konzernumbau bei RWE positiv. Vor allem langfristig könnte der Konzern von der neuen Ausrichtung profitieren. Allerdings rechne man damit, dass in den Ausbau der erneuerbaren Energien in den nächsten Jahren noch viel Geld fließen werde, was sich im Konzernergebnis widerspiegeln könnte. Kurz- bis mittelfristig erwarten wir zudem durch die sich verschlechternde wirtschaftliche Lage eine geringere Energienachfrage, so Alexander Dickel, Leiter Produktmanagement Internet Plattformen bei der DZ BANK AG, weiter.
Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage in die Aktie stünden verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der RWE AG als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel sei eine Aktienanleihe Classic mit Fälligkeit am 23.09.2020 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 23,256 Euro und einer Zinszahlung von 6,75% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 23.09.2020, sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der RWE AG. Dividendenansprüche aus der Aktie stünden dem Anleger nicht zu.
Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der RWE AG. Am Rückzahlungstermin gebe es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten: 1. Liege der Schlusskurs der Aktie der RWE AG an der Börse Xetra Frankfurt am 16.09.2020 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 23,256 Euro, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt. 2. Liege der Referenzpreis unter dem Basispreis, erhalte der Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (43,00) bestimmte Anzahl von Aktien der RWE AG. Der Anleger erleide einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien der RWE AG am Rückzahlungstermin zuzüglich der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liege. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 12,92 Euro belaufen. (Stand vom 23.08.2019) (26.08.2019/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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