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Aktienanleihe Classic 5,5% 2020/03 auf Unilever: Margenausweitung im Blick - Anleiheanalyse
18.02.19 09:15
DZ BANK
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von Unilever eine Aktienanleihe Classic 5,5% 2020/03 (ISIN DE000DDU40Y7 / WKN DDU40Y) mit dem Basiswert Unilever vor.
In Zeiten, in denen eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums erwartet werde, sähen sich Anleger verstärkt nach Unternehmen um, die über ein vergleichsweise konjunkturresistentes Geschäftsmodell verfügen würden. In diesem Zusammenhang würden oft Produzenten von Nahrungsmitteln, Getränken oder Verbrauchsgütern genannt, getreu dem Motto "Gegessen und getrunken werde immer", und auch auf Körperpflege werde nicht verzichtet. Vollständig immun gegen ein schwächeres wirtschaftliches Umfeld seien die Unternehmen gleichwohl nicht, wie ein Blick auf die Jahresergebnisse von Unilever zeige.
Der niederländisch-britische Konsumgüterproduzent habe im Geschäftsjahr 2018 mit seinen drei Geschäftsbereichen Beauty & Personal Care (u.a. Dove, Rexona), Foods & Refreshment (u.a. Knorr, Magnum) und Home Care (u.a. Coral, Domestos) insgesamt 51,0 Mrd. Euro umgesetzt - 5,1% weniger als im Vorjahr. Das Management habe die schwächere Umsatzentwicklung auf negative Währungseffekte und Probleme in lateinamerikanischen Märkten (Argentinien, Brasilien, Venezuela) zurückgeführt. Zudem sei der Rückgang auch durch den Verkauf des Geschäfts mit Brotaufstrichen (u.a. Rama, Becel) an den Finanzinvestor KKR bedingt. Bereinigt um Zu- und Verkäufe, Währungseffekte und die Auswirkungen der Hyperinflation in Argentinien und Venezuela habe Unilever ein organisches Umsatzwachstum von 3,1% erreicht.
Gut sei es in den Geschäftsbereichen Home Care (+4,2%) und Beauty & Personal Care (+3,1%) gelaufen, im Bereich Foods & Refreshment (+2,3%) seien die Zuwächse dagegen etwas schwächer ausgefallen. Beim Nettogewinn habe Unilever gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 51,2% auf 9,8 Mrd. Euro verbucht, begünstigt durch den Verkauf des Geschäfts mit Brotaufstrichen für rund 6,8 Mrd. Euro. Die operative Marge habe sich auf Konzernebene um 90 Basispunkte auf 18,4% verbessert.
Konzernchef Alan Jope, der seit Anfang des Jahres an der Spitze von Unilever stehe, habe mit Blick auf die Zukunft gesagt, dass die Beschleunigung des Wachstums oberste Priorität genieße. So solle das Programm für digitale Transformation dazu beitragen, ein höheres Maß an Geschwindigkeit und Flexibilität zu erreichen, während Sparprogramme die Produktivität verbessern und Möglichkeiten für weitere Zukäufe eröffnen sollten.
Für das laufende Jahr gehe Unilever von weiterhin schwierigen Marktbedingungen aus, insbesondere in Lateinamerika. Das zugrunde liegende Umsatzwachstum werde daher in der unteren Hälfte der mehrjährigen Spanne von 3% bis 5% liegen, wobei sich die zugrunde liegende operative Marge weiter verbessern und ein hoher freier Cashflow erzielt werden solle. Zugleich habe Jope bekräftigt, dass man weiterhin auf dem Weg zu den 2020-Zielen sei. Für das Jahr 2020 avisiere Unilever eine bereinigte operative Marge von 20%. Die im Zuge des Konzernumbaus angestrebte Verlagerung des Firmensitzes von London nach Rotterdam, mit der die Verwaltungsstruktur gestrafft und weitere Kosten eingespart werden sollten, sei vergangenes Jahr indes am Widerstand von institutionellen Anteilseignern gescheitert. Aufsichtsratschef Marijn Dekkers zufolge werde man nun über weitere Schritte beraten.
Nachdem wir infolge des schwierigen Geschäfts in Lateinamerika 2018 eine leicht enttäuschende Umsatzentwicklung sahen, dürfte es 2019 nach unserer Einschätzung wieder bergauf gehen, so das DZ BANK-Derivate-Team. So erwarte man ein weiterhin anziehendes Asien-Geschäft (Umsatzzuwachs 2018: +6,2%). Für zusätzlichen Auftrieb dürfte die Akquisition und Integration schnell wachsender Unternehmen sorgen. Darüber hinaus sprächen nach Erachten des DZ BANK-Derivate-Teams die positive Margenentwicklung, das konjunkturresistente Geschäftsmodell und die starke Marktposition in attraktiven Schwellenländern wie China und Indien sowie die im Peer-Group-Vergleich günstige Bewertung für Unilever.
Mögliche Risiken für die Geschäftsentwicklung sind unseres Erachtens anhaltend negative Währungseinflüsse, steigende Rohstoffkosten, die Schwäche in einigen lateinamerikanischen Märkten sowie eine stärkere Abschwächung der Weltwirtschaft infolge einer weiteren Verschärfung bestehender Handelskonflikte, so das DZ BANK-Derivate-Team.
Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage in die Aktie stünden verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der Unilever NV als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel sei eine Aktienanleihe Classic mit Fälligkeit am 25.03.2020 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 47,619 Euro und einer Zinszahlung von 5,50% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 25.03.2020, sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Unilever NV. Dividendenansprüche aus der Aktie stünden dem Anleger nicht zu.
Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Unilever NV. Am Rückzahlungstermin gebe es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:
1. Liege der Schlusskurs der Aktie der Unilever NV an der Börse Euronext Amsterdam am 18.03.2020 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 47,619 Euro, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.
2. Liege der Referenzpreis unter dem Basispreis, würden Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (21,00) bestimmte Anzahl von Aktien der Unilever NV. erhalten. Anleger würden einen Verlust erleiden, wenn der Wert der gelieferten Aktien der Unilever NV am Rückzahlungstermin zuzüglich der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liege.
Die vorliegend beschriebene Aktienanleihe richte sich somit an Anleger, die davon ausgehen würden, dass der Schlusskurs der Aktie der Unilever NV am 18.03.2020 auf oder über 47,619 Euro notieren werde. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 3,16 Euro belaufen. (Stand vom 15.02.2019) (18.02.2019/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
In Zeiten, in denen eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums erwartet werde, sähen sich Anleger verstärkt nach Unternehmen um, die über ein vergleichsweise konjunkturresistentes Geschäftsmodell verfügen würden. In diesem Zusammenhang würden oft Produzenten von Nahrungsmitteln, Getränken oder Verbrauchsgütern genannt, getreu dem Motto "Gegessen und getrunken werde immer", und auch auf Körperpflege werde nicht verzichtet. Vollständig immun gegen ein schwächeres wirtschaftliches Umfeld seien die Unternehmen gleichwohl nicht, wie ein Blick auf die Jahresergebnisse von Unilever zeige.
Der niederländisch-britische Konsumgüterproduzent habe im Geschäftsjahr 2018 mit seinen drei Geschäftsbereichen Beauty & Personal Care (u.a. Dove, Rexona), Foods & Refreshment (u.a. Knorr, Magnum) und Home Care (u.a. Coral, Domestos) insgesamt 51,0 Mrd. Euro umgesetzt - 5,1% weniger als im Vorjahr. Das Management habe die schwächere Umsatzentwicklung auf negative Währungseffekte und Probleme in lateinamerikanischen Märkten (Argentinien, Brasilien, Venezuela) zurückgeführt. Zudem sei der Rückgang auch durch den Verkauf des Geschäfts mit Brotaufstrichen (u.a. Rama, Becel) an den Finanzinvestor KKR bedingt. Bereinigt um Zu- und Verkäufe, Währungseffekte und die Auswirkungen der Hyperinflation in Argentinien und Venezuela habe Unilever ein organisches Umsatzwachstum von 3,1% erreicht.
Gut sei es in den Geschäftsbereichen Home Care (+4,2%) und Beauty & Personal Care (+3,1%) gelaufen, im Bereich Foods & Refreshment (+2,3%) seien die Zuwächse dagegen etwas schwächer ausgefallen. Beim Nettogewinn habe Unilever gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 51,2% auf 9,8 Mrd. Euro verbucht, begünstigt durch den Verkauf des Geschäfts mit Brotaufstrichen für rund 6,8 Mrd. Euro. Die operative Marge habe sich auf Konzernebene um 90 Basispunkte auf 18,4% verbessert.
Konzernchef Alan Jope, der seit Anfang des Jahres an der Spitze von Unilever stehe, habe mit Blick auf die Zukunft gesagt, dass die Beschleunigung des Wachstums oberste Priorität genieße. So solle das Programm für digitale Transformation dazu beitragen, ein höheres Maß an Geschwindigkeit und Flexibilität zu erreichen, während Sparprogramme die Produktivität verbessern und Möglichkeiten für weitere Zukäufe eröffnen sollten.
Für das laufende Jahr gehe Unilever von weiterhin schwierigen Marktbedingungen aus, insbesondere in Lateinamerika. Das zugrunde liegende Umsatzwachstum werde daher in der unteren Hälfte der mehrjährigen Spanne von 3% bis 5% liegen, wobei sich die zugrunde liegende operative Marge weiter verbessern und ein hoher freier Cashflow erzielt werden solle. Zugleich habe Jope bekräftigt, dass man weiterhin auf dem Weg zu den 2020-Zielen sei. Für das Jahr 2020 avisiere Unilever eine bereinigte operative Marge von 20%. Die im Zuge des Konzernumbaus angestrebte Verlagerung des Firmensitzes von London nach Rotterdam, mit der die Verwaltungsstruktur gestrafft und weitere Kosten eingespart werden sollten, sei vergangenes Jahr indes am Widerstand von institutionellen Anteilseignern gescheitert. Aufsichtsratschef Marijn Dekkers zufolge werde man nun über weitere Schritte beraten.
Mögliche Risiken für die Geschäftsentwicklung sind unseres Erachtens anhaltend negative Währungseinflüsse, steigende Rohstoffkosten, die Schwäche in einigen lateinamerikanischen Märkten sowie eine stärkere Abschwächung der Weltwirtschaft infolge einer weiteren Verschärfung bestehender Handelskonflikte, so das DZ BANK-Derivate-Team.
Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage in die Aktie stünden verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der Unilever NV als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel sei eine Aktienanleihe Classic mit Fälligkeit am 25.03.2020 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 47,619 Euro und einer Zinszahlung von 5,50% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 25.03.2020, sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Unilever NV. Dividendenansprüche aus der Aktie stünden dem Anleger nicht zu.
Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Unilever NV. Am Rückzahlungstermin gebe es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:
1. Liege der Schlusskurs der Aktie der Unilever NV an der Börse Euronext Amsterdam am 18.03.2020 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 47,619 Euro, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.
2. Liege der Referenzpreis unter dem Basispreis, würden Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (21,00) bestimmte Anzahl von Aktien der Unilever NV. erhalten. Anleger würden einen Verlust erleiden, wenn der Wert der gelieferten Aktien der Unilever NV am Rückzahlungstermin zuzüglich der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liege.
Die vorliegend beschriebene Aktienanleihe richte sich somit an Anleger, die davon ausgehen würden, dass der Schlusskurs der Aktie der Unilever NV am 18.03.2020 auf oder über 47,619 Euro notieren werde. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 3,16 Euro belaufen. (Stand vom 15.02.2019) (18.02.2019/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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