Aktienanleihe Classic 5,5% 2020/03 auf LVMH: Lust auf Luxus ungebrochen - Anleiheanalyse


29.04.19 08:45
DZ BANK

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von LVMH eine Aktienanleihe Classic 5,5% 2020/03 (ISIN DE000DF2C3T7 / WKN DE000DF2C3T7) mit dem Basiswert LVMH vor.

Die Lust auf Luxus sei ungebrochen. Sie beschere den Produzenten von hochwertigen sowie exklusiven Gütern steigende Umsätze und Gewinne. Trends, die den Markt für Luxusgüter maßgeblich prägen würden, seien die zunehmende Zahl an Menschen, die sich Waren im Hochpreissegment leisten könnten und auch gönnen würden. Vor allem in Asien, insbesondere in China, wo Luxusgüter auch verstärkt von der jungen Generation nachgefragt würden, sähen Konzerne wie LVMH Wachstumspotenzial. Dieses biete neben dem Vertrieb über den stationären Handel mit auf Hochglanz polierten Flagship-Stores auch der Online-Handel. Die Werbung über Social-Media-Kanäle und der Verkauf über das Internet werde für die Branche immer wichtiger, gerade wenn es darum gehe, die jüngeren Käuferschichten rund um den Globus für exklusive Markenerlebnisse zu begeistern.

Der weltweit größte Luxusgüterkonzern sei LVMH. Die Franzosen würden die Segmente Weine & Spirituosen (Anteil am Konzernumsatz 2018: 11%), Mode & Lederwaren (39%), Parfüm & Kosmetik (13%), Uhren & Schmuck (9%) sowie Selektiver Einzelhandel und andere Aktivitäten (28%) bedienen. Dabei könnten sie auf ein starkes Markenportfolio zurückgreifen, zu dem unter anderem Top-Marken wie Louis Vuitton (Mode, Handtaschen), Moët & Chandon (Champagner), Hennessy (Cognac), Dior (Parfüm, Mode), TAG Heuer (Uhren) oder Bulgari (Schmuck) zählen würden.

Im ersten Quartal 2019 habe LVMH in allen Regionen (Europa, USA, Japan, Asien, andere Märkte) eine anhaltend starke Nachfrage nach Luxusgütern verzeichnet. Der Umsatz habe sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16% auf 12,5 Mrd. Euro erhöht, wobei das Wachstum aus eigener Kraft (organisch) bei 11% gelegen habe. Besonders stark sei der Umsatzzuwachs mit 20% im Segment Mode & Lederwaren ausgefallen. Hier sei die Umgestaltung des Vertriebsnetzes mit Neueröffnungen u.a. in Florenz, London, Monaco und Schanghai erfolgreich fortgesetzt worden. Außerdem sei in Frankreich eine neue Lederwerkstatt eröffnet worden, um die starke Nachfrage bedienen zu können. Die übrigen Segmente hätten ebenfalls erfreuliche Umsatzzuwächse verzeichnet (Weine & Spirituosen +13%, Parfüm & Kosmetik +12%, Uhren und Schmuck +9%).

Im laufenden Jahr wolle der Vorstand die globale Führungsposition von LVMH bei Luxusgütern stärken. Dazu werde man sich weiterhin auf die Entwicklung der Marken konzentrieren, in Qualität und Innovationen der Produkte investieren und darüber hinaus eine strikte Kostenkontrolle verfolgen. In regionaler Hinsicht bleibe vor allem die Region Asien (exklusive Japan) im Fokus, die mit einem Umsatzanteil von 29% und dynamischen Zuwachsraten der wichtigste Markt für den Luxusgüterkonzern sei. Mit der im April abgeschlossenen Übernahme von Belmond habe sich LVMH zudem im Bereich der sonstigen Aktivitäten verstärkt. Belmond besitze und betreibe 45 Luxushotels, Restaurants, Bahn- und Flusskreuzfahrten.

Mit seinem breiten Produktangebot und den starken Luxusmarken sollte LVMH unseres Erachtens langfristig von der weltweit steigenden Zahl an wohlhabenden Konsumenten profitieren, so das DZ BANK-Derivate-Team. Vor allem das Segment Mode & Lederwaren sei im ersten Quartal kräftig gewachsen, was das DZ BANK-Derivate-Team für besonders positiv halte, stelle es doch den wichtigsten Geschäftsbereich bei LVMH dar. Trotz der sehr ermutigenden Entwicklung im ersten Quartal sei die Aktie nach Einschätzung des DZ BANK-Derivate-Teams inzwischen im Vergleich zur Peer Group angemessen bewertet.

Unwägbarkeiten für die künftige Entwicklung würden aus Sicht des DZ BANK-Derivate-Teams von einer Abschwächung des weltweiten Wirtschaftswachstums sowie dem Handelskonflikt zwischen den USA und China ausgehen, da dadurch das Kaufverhalten der Verbraucher im Bereich der Luxusgüter bzw. die Kaufkraft der chinesischen Kunden beeinträchtigt werden könnte.

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage in die Aktie stünden verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der LVMH SE als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel sei eine Aktienanleihe Classic mit Fälligkeit am 25.03.2020 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 333,333 Euro und einer Zinszahlung von 5,50% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 25.03.2020, sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der LVMH SE. Dividendenansprüche aus der Aktie stünden dem Anleger nicht zu.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der LVMH SE. Am Rückzahlungstermin gebe es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Liege der Schlusskurs der Aktie der LVMH SE an der Börse Euronext Paris am 18.03.2020 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 333,333 Euro, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.

2. Liege der Referenzpreis unter dem Basispreis, würden Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (3,00) bestimmte Anzahl von Aktien der LVMH SE erhalten. Der Anleger erleide einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien der LVMH SE am Rückzahlungstermin zuzüglich der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liege.

Die vorliegend beschriebene Aktienanleihe richte sich somit an Anleger, die davon ausgehen würden, dass der Schlusskurs der Aktie der LVMH SE am 18.03.2020 auf oder über 333,333 Euro notieren werde. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 0,45 Euro belaufen. (Stand vom 26.04.2019) (29.04.2019/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.