Aktienanleihe Classic 5% 2022/03 auf SUSE: Auf digitale Transformation setzen - Anleiheanalyse


31.05.21 10:00
DZ BANK

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Autor: Marcus Landau, Derivate-Sales-Experte bei der DZ BANK

Mit SUSE ist seit vergangener Woche ein weiterer Softwareanbieter am deutschen Aktienmarkt notiert. Eine hohe Bruttomarge sowie der positive operative Cashflow zeugen von der Tragfähigkeit des Geschäftsmodells, das auf den Zukunftstrend digitale Transformation setzt.

Führender Anbieter von Open-Source-Software

Die SUSE S.A. hatte in der vergangenen Woche ihr Börsendebüt. Das in Luxemburg ansässige Unternehmen mit deutschen Wurzeln gehört zu den Pionieren im Linux-Universum. Es entwickelt und vertreibt Software auf Basis des freien (Open Source) Betriebssystemkerns Linux. Dazu gehören eigene Betriebssysteme sowie Anwendungssoftware. Die Gesellschaft zählt sich dabei selbst zu den führenden Anbietern von geschäftskritischer Open-Source-Software. Zu ihren Spezialitäten gehören insbesondere Linux-Betriebssysteme für den Einsatz in Unternehmen (SUSE Linux Enterprise). Ebenfalls an kommerzielle Nutzer richtet sich die SUSE-Rancher-Produktfamilie, die sogenannte Container-Verwaltungslösungen für Geschäftsanwendungen anbietet. Damit lassen sich Anwendungen und Services leichter bereitstellen, verwalten und skalieren.

Die Linux-Betriebssysteme sowie die als Container as a Service (CaaS) zur Verfügung gestellten Plattformen werden von den Firmenkunden als Basis für ihre digitale Transformationsstrategie genutzt. Die Softwarelösungen von SUSE ermöglichen demnach, sämtliche geschäftskritischen traditionellen, herkömmlichen, modernen und cloudbasierten Anwendungen über eine hybride Cloud-Infrastruktur zuverlässig und sicher zu nutzen. Der Vertrieb von Software und Diensten erfolgt dabei über Abo-Modelle. Damit ist das Geschäftsmodell von regelmäßig wiederkehrenden Umsätzen geprägt, was zu einer gewissen Stabilität und damit Planbarkeit auf der Einnahmenseite führt.

Operativer Cashflow positiv

SUSE hat im Geschäftsjahr 2019/20 (bis Ende Oktober) Umsätze von 447,4 Mio. US-Dollar erzielt (Vorjahr: 246,4 Mio. US-Dollar). Inklusive des im November abgeschlossenen Zukaufs der US-Firma Rancher Labs waren es rund 503 Mio. US-Dollar. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITDA) lag bei 151,7 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 44,8 Mio. US-Dollar). Unter dem Strich schreibt das Unternehmen rote Zahlen. So auch in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2020/21. Dafür maßgeblich verantwortlich sind die Abschreibungen und Finanzierungskosten im Zuge der durch Zukäufe forcierten Wachstumsstrategie. Die hohe Bruttogewinnmarge von zuletzt rund 94% sowie der positive operative Cashflow zeugen unserer Einschätzung nach jedoch von der Tragfähigkeit des Geschäftsmodells.

Perspektivisch bieten globale Megatrends wie Big Data, eine zunehmende Cloud-Nutzung sowie der wachsende Stellenwert von Zukunftsthemen wie dem Internet of Things (IoT) oder dem Edge-Computing Wachstumschancen. Denn die zunehmende Digitalisierung führt zu weltweit steigenden Datenmengen und damit zu der Notwendigkeit einer mitwachsenden IT-Infrastruktur. Gerade Unternehmen müssen deshalb ihre digitale Transformation beschleunigen, um sich dieser Entwicklung zu stellen. Gleichzeitig werden bestehende und neue Anwendungen in hybride und über mehrere Cloud-Anbieter verteilte Umgebungen verlagert. SUSE profitiert mit seinen Lösungen und Diensten von dieser Notwendigkeit einer grundlegend erneuerten IT-Infrastruktur, u.a. auch, weil die Marktentwicklungen zu einer deutlich steigenden Popularität und Verbreitung von Open-Source-Technologien führen. Der von der Gesellschaft adressierte und bediente Markt dürfte deshalb in den nächsten Jahren kräftig wachsen.

Um die sich bietenden Geschäftschancen zu nutzen, hat die Gesellschaft in den vergangenen Jahren mit Übernahmen wichtige strategische Weichenstellungen vollzogen, zuletzt mit Rancher Labs. Die Firma ist auf das Kubernetes-Management (Container-Anwendungen) spezialisiert. Finanziert wurden diese und andere Übernahmen auch durch die Aufnahme von Fremdkapital. Dadurch hat sich die Verschuldung auf ein relativ hohes Maß erhöht. Deshalb sollen die im Rahmen des jüngsten Börsengangs eingenommenen frischen Geldmittel für den Schuldenabbau verwendet werden. SUSE hatte 18,3 Mio. neue Aktien zu einem Angebotspreis von 30 Euro je Papier platziert. Daraus ergibt sich ein Bruttoerlös von 549 Mio. Euro. Insgesamt hatte das Unternehmen 37,3 Mio. Aktien bei dem IPO angeboten, wovon 19 Mio. Stück (inklusive Mehrzuteilungsoptionen) aus dem Bestand des Einzelaktionärs EQT stammten.

Zu den zentralen Risiken für die Geschäftsentwicklung von SUSE gehört ein hoher Wettbewerb in der Branche für Unternehmenssoftware, die zudem von einem schnellen Wandel geprägt ist. Die Wachstumsstrategie basierte zuletzt auch auf einer externen Komponente (Übernahmen), was mit den damit entsprechenden Risiken in Bezug auf Integration, Finanzierung und den erwarteten Synergie- und Wachstumspotenzialen einhergeht.

Produktidee: Aktienanleihe Classic auf SUSE

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage stehen Anlegern verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der SUSE S.A. als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel ist eine Aktienanleihe mit Fälligkeit am 25.03.2022 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 30,00 Euro und einer Zinszahlung von 5,00% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 25.03.2022, ist unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der SUSE S.A. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssen aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell belaufen sich die Stückzinsen auf 0,96 Euro. Anleger erhalten während der Laufzeit der Aktienanleihe keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der SUSE S.A. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Liegt der Schlusskurs der Aktie der SUSE S.A. an der Börse XETRA Frankfurt am 18.03.2022 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 30,00 Euro, wird die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.

2. Liegt der Referenzpreis unter dem Basispreis, erhält der Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (33,333) bestimmte Anzahl von Aktien der SUSE S.A. Es werden keine Bruchteile von Aktien geliefert. Für diese erhält der Anleger eine Zahlung eines Ausgleichsbetrags pro Aktienanleihe. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Aktien ist ausgeschlossen. Der Gegenwert der Aktien zuzüglich des Ausgleichsbetrags wird unter dem Nennbetrag liegen. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien der SUSE S.A. am Rückzahlungstermin zzgl. des Ausgleichsbetrags und der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liegt.

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Schlusskurs der Aktie, die der Aktienanleihe zugrunde liegt (Basiswert), an der maßgeblichen Börse am Bewertungstag (Referenzpreis) null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

Risikobeschreibung

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 28.05.2021
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