Aktienanleihe Classic 13,3% 2021/06 auf Schneider Electric: Digitale Transformation - Anleiheanalyse


06.07.20 09:00
DZ BANK

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Marcus Landau, Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK, stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von Schneider Electric eine Aktienanleihe Classic 13,3% 2021/06 (ISIN DE000DFL0BN6 / WKN DFL0BN) mit dem Basiswert Schneider Electric vor.

Digitale Energie- und Automatisierungslösungen in Industrie, Haushalten, Gebäuden und Rechenzentren seien ein Schlüssel für mehr Effizienz und Nachhaltigkeit. Schneider Electric helfe mit seinen Produkten und Dienstleistungen bei der digitalen Transformation. Das berge Wachstumschancen.

Zu den Kernthemen der stetigen gesellschaftlichen Wandlungsprozesse würden seit einigen Jahren eine steigende Urbanisierung, ein dynamisches Wachstum des Datenverkehrs sowie eine zunehmende Digitalisierung und Automatisierung gehören. Diese Megatrends dürften weiterhin das Geschehen prägen und könnten dabei durch Corona eine Beschleunigung erfahren (z.B. Digitalisierung). Marcus Landau, Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK, gehe davon aus, dass der französische Elektrotechnikkonzern von diesen Entwicklungen profitiere. Mit seinen beiden Kerngebieten Energy-Management (Umsatzanteil: 76%) und Industrieautomation sei er nach Erachten von Landau gut dafür gerüstet.

Wachstumsperspektiven sehen wir u.a. durch den Trend zur Vernetzung von industriellen Anwendungen, so Marcus Landau von der DZ BANK. Aber auch der Einsatz intelligenter Energiemanagementsysteme und automatisierter Lösungen für die Gebäudesteuerung ("Internet der Dinge"), der Ausbau der Infrastruktur für Elektromobilität sowie die Erweiterung der weltweiten Rechnerkapazitäten seien Beispiele für aussichtsreiche geschäftliche Perspektiven. Die Strategie, das eigene Angebot durch Portfoliooptimierungen und Übernahmen zu stärken und auszubauen, werte man positiv. Hierzu passe der Kauf des deutschen Unternehmens RIB Software. Damit würden die Franzosen ihre Kompetenzen auf dem Gebiet der Digitalisierung in den Branchen Maschinenbau und Bauwirtschaft ausbauen. Der Schritt unterstreiche zudem die zunehmende Bedeutung von Software für das Geschäft von Schneider Electric.

Das Unternehmen arbeite bereits seit einiger Zeit gezielt daran, die Lücken in der eigenen digitalen Plattform EcoStruxure zu schließen. Beispielsweise sei 2017 die britische Software-Firma Aveva übernommen worden, um den Kunden aus der allgemeinen Industrie eine Softwarebasis für den Betrieb ihrer Anlagen bieten zu können. Außerdem habe man massiv in Apps, Analytics und Services investiert. Gerade die Aktivitäten in den Bereichen Systeme, Software und Dienstleistungen sehe Marcus Landau von der DZ BANK als die größten treibenden Kräfte des künftigen Wachstums. Hier seien zudem höhere Gewinnmargen realisierbar, weshalb man davon ausgehe, dass hier weitere strategische Schritte erfolgen würden, um das eigene Angebot zu erweitern.

Risiken für die Geschäftsentwicklung bestehen aus unserer Sicht in der relativ großen Abhängigkeit von gesamtwirtschaftlichen Faktoren (wenngleich sich diese in den vergangenen Jahren verringert hat), negativen Wechselkurseffekten und einem intensiven Wettbewerb, so Marcus Landau von der DZ BANK. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2020 dürften sich zudem auch bei Schneider Electric negative Folgen durch Corona in den Ergebnisentwicklungen zeigen. Die Viruskrise mache aber gleichzeitig den zunehmenden Stellenwert von digitalisierten Prozessen deutlich, wodurch die in diesem Zusammenhang bereits bestehenden Aufwärtstrends mittel- und langfristig massiv vorangetrieben werden könnten.

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage stünden Anlegern verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der Schneider Electric SE als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel sei eine Aktienanleihe mit Fälligkeit am 25.06.2021 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 100,00 Euro und einer Zinszahlung von 13,30% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 25.06.2021, sei unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Schneider Electric SE. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssten aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell würden sich die Stückzinsen auf 4,00 Euro belaufen. Anleger würden während der Laufzeit der Aktienanleihe keine sonstigen Erträge erhalten (z.B. Dividenden) und hätten keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin sei abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Schneider Electric SE. Am Rückzahlungstermin gebe es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Liege der Schlusskurs der Aktie der Schneider Electric SE an der Börse Euronext Paris am 18.06.2021 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 100,00 Euro, werde die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.

2. Liege der Referenzpreis unter dem Basispreis, erhalte der Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (10,00) bestimmte Anzahl von Aktien der Schneider Electric SE. Der Gegenwert der Aktien zuzüglich des Ausgleichsbetrags werde unter dem Nennbetrag liegen. Der Anleger erleide einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien der Schneider Electric SE am Rückzahlungstermin zuzüglich der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liege.

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals sei möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust trete ein, wenn der Schlusskurs der Aktie, die der Aktienanleihe zugrunde liege (Basiswert), an der maßgeblichen Börse am Bewertungstag (Referenzpreis) null sei. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen könne. (Stand vom 03.07.2020) (06.07.2020/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.