6,5% PROTECT Multi Aktienanleihe: Die Versorger stecken in der Krise - Anleiheanalyse


11.03.16 10:45
ZertifikateJournal

Schwarzach am Main (www.anleihencheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe eine PROTECT Multi Aktienanleihe mit Partizipation auf Veolia, RWE, E.ON (ISIN DE000ENAG999 / WKN ENAG99) und Engie vor.

Nach einem Verlust von 170 Mio. Euro 2015 plane der RWE-Konzern weitere harte Einschnitte - vor allem in den klassischen Großkraftwerken und im britischen Vertriebsgeschäft. Geplant sei, bis 2018 die Kosten um weitere 500 Mio. Euro zu drücken. Bei dem aktuellen Strompreis von nur noch 20 Euro pro Megawattstunde im Großhandel könnten Kohle-, Gas- und Atommeiler nicht überleben, habe Vorstandschef Peter Terium auf der Bilanzpressekonferenz gesagt. Noch sei RWE jedoch zumindest teilweise geschützt, da der Konzern einen Großteil seiner Produktion schon Jahre im Voraus verkauft habe.

So seien 90 Prozent der diesjährigen Strommenge zu einem Durchschnittspreis von 35 Euro veräußert worden. Vielleicht sei das der Grund dafür gewesen, dass die Aktie trotz des Verlusts in 2015 und der Dividendenkürzung nicht weiter eingeknickt sei. Da es zumindest keine neuen Negativüberraschungen gegeben habe, hätten einige Anleger das niedrige Niveau scheinbar zum Wiedereinstieg genutzt. Langfristig aber seien weitere Verluste nicht ausgeschlossen. Anleger sollten daher nur mit einem Puffer agieren.

Einen solchen biete die neue Protect Multi Aktienanleihe Quanto mit Partizipation. Neben RWE lägen dem Papier die Versorgeraktien Veolia, E.ON und Engie zugrunde. Der Kupon liege bei 6,5 Prozent p.a. Würden alle Aktien immer über 55 Prozent ihres Startwerts notieren, erfolge die Rückzahlung auf Basis des Durchschnitts der Wertentwicklungen aller Papiere, wobei nach oben keine Obergrenze gesetzt sei. Sollte die Wertentwicklung negativ sein, würden mindestens 1.000 Euro zur Rückzahlung kommen. Nur wenn eine der Aktien die Barriere verletze, richte sich die Rückzahlung nach dem Titel mit der schlechtesten Wertentwicklung. (Ausgabe 09/2016) (11.03.2016/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.