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2016: Ein Jahr der Stabilisierung
07.03.16 10:28
AXA Investment Managers
Köln (www.anleihencheck.de) - Zwei aufeinander folgende Jahre, in denen der Kreditsektor negative Erträge bringt, sind sehr ungewöhnlich - und angesichts von höheren Renditen und höheren Spreads sind die Aussichten für das laufende Jahr besser als noch 2015, so Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers.
Könne 2016 das Jahr werden, in dem die Weltwirtschaft die Folgen des China-Schocks und der stark gesunkenen Rohstoffpreise verdaue? Für Chris Iggo gebe es durchaus Anlass zur Hoffnung darauf: "Die Finanzmärkte haben sich in den vergangenen Wochen erholt vor dem Hintergrund, dass sich die positiven Signale aus China verstärkt und die Ölpreise offenbar ihren Boden gefunden haben."
Von dieser Stabilisierung in der Realwirtschaft habe an den Finanzmärkten vor allem das Segment der Unternehmensanleihen profitiert. "Die Ausweitung der Credit Spreads ging zuvor einher mit dem Einbruch der Ölpreise. Dementsprechend ist nun eine Stabilisierung im Energiemarkt ein positiver Faktor für den Kreditsektor", schlussfolgere Iggo. Ihm zufolge seien Hochzins- und Emerging-Markets-Anleihen vor allem deswegen in den vergangenen Wochen besonders gut gelaufen, weil sie wie einige andere Assets auch zuvor ein ungewöhnlich niedriges Niveau erreicht hätten, von dem sie sich nun erholt hätten. "In den hohen Credit Spreads Mitte Februar war ein viel schlechterer Ausblick für die Weltwirtschaft eingepreist als dies die meisten Ökonomen derzeit für wahrscheinlich erachten - nicht einfach nur eine Rezession, sondern ein starker Einbruch mit der Folge einer Fülle von Unternehmenspleiten."
Zwar halte Iggo im laufenden Jahr durchaus ein negatives Wachstum bei denjenigen Volkswirtschaften für möglich, die bislang schon sehr schwach gewachsen seien oder praktisch stagnieren würden. "Aber einen scharfen Einbruch in der Art des Jahres 2008 halte ich für unwahrscheinlich", so der Experte und warne vor überzogenem Pessimismus: "Der Kollaps der Ölpreise ist kein asymmetrischer Schock für die Weltwirtschaft - es gibt Gewinner genauso wie Verlierer." Iggo zufolge sei es allerdings nicht zu leugnen, dass diese Entwicklung zunächst asymmetrische Auswirkungen auf die Finanzmärkte gehabt habe - und zwar wegen der starken Verschuldung und den Ertragseinbrüchen im Rohstoff- und Energiesektor und in den rohstoffreichen Ländern. "Die systematische Realität ist allerdings, dass es Volkswirtschaften, Unternehmen und Konsumenten gibt, die von einem niedrigen Ölpreis profitieren. Man stelle sich umgekehrt nur einmal vor, wie wir auf die Welt schauen würden, wenn Öl immer noch 140 Dollar pro Barrel kosten würde."
Auch wenn wegen des unbestimmten Ausgangs des Referendums in Großbritannien über den Verbleib in der EU und der anstehenden Präsidentschaftswahl in den USA politische Risiken für die Finanzmärkte im laufenden Jahr bestünden, bleibe Iggo auf kurze Sicht optimistisch für den Kreditsektor. "Wenn das nominelle Wachstum der US-Wirtschaft 2016 die 3,4 Prozent-Marke aus dem Vorjahr erreicht, ist das gut für den Rest der Welt - vor allem, weil dann China nicht implodiert und Europa eine Deflation verhindern kann", erkläre Iggo. Er empfehle Investoren: "Eine breite Aufstellung im Kreditsegment sollte aufgrund der attraktiven Renditen von US-Hochzins- und Investment-Grade-Anleihen, europäischen Hochzinsanleihen und Emerging-Markets-Bonds für steigende Erträge 2016 sorgen." (07.03.2016/alc/a/a)
Könne 2016 das Jahr werden, in dem die Weltwirtschaft die Folgen des China-Schocks und der stark gesunkenen Rohstoffpreise verdaue? Für Chris Iggo gebe es durchaus Anlass zur Hoffnung darauf: "Die Finanzmärkte haben sich in den vergangenen Wochen erholt vor dem Hintergrund, dass sich die positiven Signale aus China verstärkt und die Ölpreise offenbar ihren Boden gefunden haben."
Zwar halte Iggo im laufenden Jahr durchaus ein negatives Wachstum bei denjenigen Volkswirtschaften für möglich, die bislang schon sehr schwach gewachsen seien oder praktisch stagnieren würden. "Aber einen scharfen Einbruch in der Art des Jahres 2008 halte ich für unwahrscheinlich", so der Experte und warne vor überzogenem Pessimismus: "Der Kollaps der Ölpreise ist kein asymmetrischer Schock für die Weltwirtschaft - es gibt Gewinner genauso wie Verlierer." Iggo zufolge sei es allerdings nicht zu leugnen, dass diese Entwicklung zunächst asymmetrische Auswirkungen auf die Finanzmärkte gehabt habe - und zwar wegen der starken Verschuldung und den Ertragseinbrüchen im Rohstoff- und Energiesektor und in den rohstoffreichen Ländern. "Die systematische Realität ist allerdings, dass es Volkswirtschaften, Unternehmen und Konsumenten gibt, die von einem niedrigen Ölpreis profitieren. Man stelle sich umgekehrt nur einmal vor, wie wir auf die Welt schauen würden, wenn Öl immer noch 140 Dollar pro Barrel kosten würde."
Auch wenn wegen des unbestimmten Ausgangs des Referendums in Großbritannien über den Verbleib in der EU und der anstehenden Präsidentschaftswahl in den USA politische Risiken für die Finanzmärkte im laufenden Jahr bestünden, bleibe Iggo auf kurze Sicht optimistisch für den Kreditsektor. "Wenn das nominelle Wachstum der US-Wirtschaft 2016 die 3,4 Prozent-Marke aus dem Vorjahr erreicht, ist das gut für den Rest der Welt - vor allem, weil dann China nicht implodiert und Europa eine Deflation verhindern kann", erkläre Iggo. Er empfehle Investoren: "Eine breite Aufstellung im Kreditsegment sollte aufgrund der attraktiven Renditen von US-Hochzins- und Investment-Grade-Anleihen, europäischen Hochzinsanleihen und Emerging-Markets-Bonds für steigende Erträge 2016 sorgen." (07.03.2016/alc/a/a)


