Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Laut Medienberichten aus China soll Peking seine starke Stellung im Bereich der seltenen Erdmetalle nutzen, um den Strafzöllen der USA entgegenzuwirken, so die Experten von XTB.
Die Verhandlungsgespräche mit Washington würden weiter feststecken und die neuesten Nachrichten würden offenbar nicht auf eine baldige Deeskalation hindeuten. Das volle Ausmaß der US-Zölle auf chinesische Waren sei noch nicht ausgeschöpft worden und dürfte nach enttäuschenden Daten aus allen Regionen der Welt die Wachstumsverlangsamung beschleunigen.
Die Risikoaversion habe auch am Anleihemarkt einige beunruhigende Entwicklungen ausgelöst, da die 10-jährigen US-Anleiherenditen auf 2,24% gefallen seien - der niedrigste Stand seit Oktober 2017. Das japanische Pendant weite wiederum seine Bewegung im negativen Zinsbereich aus, während die neuseeländischen Renditen ein historisches Tief erreichen würden. "Was meiner Meinung nach vor sich geht ist, dass die US-Wirtschaftsdaten schwächeln, und der Markt beginnt uns zu sagen, dass irgendwann Zinssenkungen kommen werden", habe Chris Rands, Portfoliomanager für festverzinsliche Wertpapiere in Sydney bei Nikko Asset Management gesagt. Dem CME FedWatch Tool zufolge liege die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung in den USA bis zum September-Treffen bei 45%.
Der DE30 habe seine Erholung am Dienstag nicht fortsetzen können, sei erneut an der 21-Tage-Linie abgeprallt und habe am Ende des Handelstages ein "Bearish-Engulfing" (Umkehrmuster) ausgebildet. Der Schlusskurs unterhalb der Unterseite des Trendkanals der Rally von 2019 habe im heutigen frühen Handel in weiteren Kursrückgängen in Richtung der 200-Tage-Linie (EMA) resultiert. Kurz nach der europäischen Eröffnung habe sich der deutsche Leitindex etwas fangen können, eine Zurückeroberung der 11.900 Punkte-Marke sei allerdings nicht möglich gewesen. Das Vertrauen sei angeschlagen und das Stimmungsbild sei fragil. Die Bullen seien daher in der Bringschuld. (29.05.2019/alc/a/a)
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