Wien (www.anleihencheck.de) - Die türkische Wirtschaft schrumpfte im Schlussquartal 2018 um 3% gegenüber dem Vorjahr, so die Experten von Raiffeisen Capital Management in ihrem aktuellen "emreport".
Unterdessen sei die Türkische Lira wieder unter Druck geraten. Die Notenbank habe die Leitzinsen nicht verändert, aber offenbar kräftig am Devisenmarkt interveniert, um die Währung zu stützen. Einigen Schätzungen zufolge habe sie im März rund ein Drittel ihrer gesamten Währungsreserven dafür aufgewandt. Immerhin sei die Inflation im Februar erneut etwas zurückgegangen und unter die 20% Marke gerutscht.
Trotz verschärften Drohungen aus Washington treibe Präsident Erdogan den Kauf russischer S-400-Raketenabwehrsysteme voran, die dem Vernehmen nach bereits im Sommer geliefert würden. Auch beim Thema Iran nähmen die Konflikte mit den USA wieder zu. Ankara habe die offizielle Einstufung von Teilen der iranischen Armee als "terroristische Organisation" seitens der USA als gefährlichen, die Region destabilisierenden Schritt kritisiert.
Der türkische Aktienmarkt sei einer der ganz großen Verlierer des Monats im Schwellenländer-Universum mit einem Minus von mehr als 10% gewesen. Auch die Lira habe um mehr als 4% nachgegeben und ihr Verfall habe sich im April fortgesetzt. (Ausgabe April 2019) (17.04.2019/alc/a/a)
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